Auch gute Studios entwickeln schlechte Spiele: Hier sind 8 Beweise

(Special)

von Daniel Kirschey (28. Juli 2016)

Auch gute Entwickler fabrizieren schlechte Spiele. Beispiel gefällig? Dann schaut in diese Liste hinein. Die zeigt euch, welche Spiele von guten Entwicklern ihr nicht zu spielen braucht.

Es existieren Entwickler, fallen ihre Namen, fangen Spieler direkt an zu sabbern und ein trüber Glanz erfüllt ihre Augen: Naughty Dog, Platinum Games, Telltale Games ... Spiele wie The Last of Us, Bayonetta und The Walking Dead gehören zur "Crème de la Crème" der Videospielwelt. Doch auch gute Entwickler machen schlechte Spiele. Inzwischen sind einige richtig dicke Ausrutscher dieser Entwicklungssstudios komplett vergessen. Einige sind erst ein paar Jahre alt und deshalb noch recht bekannt. Zeit, ein wenig in der Mottenkiste der schlechten Spiele zu kramen und das eine oder andere Malheur eines sonst guten Studios auszupacken.

Nummer 1: Steel Batallion - Heavy Armor (2012, From Software)

Sobald irgendjemand die Wörter "From Software" in den Mund nimmt, beginnen viele Spieler zu schwärmen. Demon's Souls, Dark Souls, Dark Souls 2, Dark Souls 3 und Bloodborne - die Liste der Top-Spiele ist lang und jedes dieser Spiele ist ein kleines Meisterwerk für sich. Doch vor diesen Spielen war From Software nicht so gefragt und beliebt; und dass sie auch richtig ins Klo greifen können, haben sie mit Steel Battalion - Heavy Armor bewiesen. Denn hier funktioniert nichts wie es soll. Statt spaßiger Mech-Action mit Kinect-Steuerung verkommt Steel Battalion zu einem der Gründe, kein Kinect-System zu erwerben.

Nummer 2: TMNT - Mutanten in Manhattan (2016, Platinum Games)

Eigentlich sind Platinum Games dafür bekannt, dass sie actionreiche, übertriebene Videospiele kreieren: Vanquish, Bayonetta und Metal Gear Rising - Revengeance stehen als gute Beispiele an dieser Stelle. Dass Platinum Games aber auch mal daneben hauen kann, haben sie schon mit Legend of Korra gezeigt. Doch mit dem erst kürzlich getesteten TMNT - Mutanten in Manhattan überrascht euch Platinum Games damit, wie langweilig Action sein kann, wenn sie sich als repetitive Lizenzklopperei heraustellt. Da wird selbst "Over the top"-Action mit den Turtles langweilig. Schade.

Nummer 3: Jurassic Park - The Game (2011, Telltale Games)

Intensive Geschichten in denen jede eurer Handlungen bittere Konsequenzen nach sich ziehen kann: Dafür steht inzwischen das Entwicklerstudio Telltale Games. Mit Spielen wie The Walking Dead und The Wolf Among Us zeigt der Entwickler, wie man den Fokus eines Spiels auf die Geschichte legt, ohne dabei einen reinen interaktiven Film zu produzieren. Doch bevor Telltale Games mit diesen Spielen brillieren konnten, wagten sie sich an Jurassic Park - The Game und vermittelten den Spielern, wie man es nicht machen sollte. Etwas lächerliche Todesszenen und dünne Charaktere mit wenig gelungenen Spielmechaniken ... zum Glück hat Telltale Games aus diesen Fehlern gelernt.

Nummer 4: Animal Crossing - Amiibo Festival (2015, Nintendo)

Mit Animal Crossing hat Nintendo eine Serie geschaffen, die schnell viele Fans hinter sich vereinigen konnte. Seit 2004 zocken Spieler in Europa mit einer Figur ihrer Wahl, simulieren sozialen Umgang mit Pixeln und Polygonen und stürzen sich in unsägliche Schulden für ihr eigenes Haus. Das muss dann natürlich abbezahlt werden. Es gibt also immer etwas zu tun. Das Spielprinzip funktioniert normalerweise auch ganz gut, wie Animal Crossing - New Leaf bewiesen hat. Doch Nintendo würde hier in der Liste nicht auftauchen, wenn sie einen Teil der Serie nicht vollkommen gegen die Wand gefahren hätten. Als Nintendo Amiibo-Figuren auf den Markt bringt, folgt etwas später eine Amiibo-Version von Animal Crossing. Wie ihr euch schon denken könnt, geht es um Animal Crossing - Amiibo Festival. Das Spiel ist im Grunde ein schlechter und reduzierter "Mario Party"-Abklatsch. Damit hat sich die japanische Firma keinen Gefallen getan.

Nummer 5: Who Framed Roger Rabbit? (1989, Rare)

Der verklärte Blick vieler Zocker weist daraufhin: Rare hat zur Zeit von Super Nintendo und N64 einige berühmte Spiele entwickelt. Ob Donkey Kong Country, Donkey Kong Country 2, Donkey Kong Country 3, Banjo-Kazooie, Donkey Kong 64, Perfect Dark ... die Aufzählung ist lang. Doch bevor Spieler den Name Rare mit eigenwilligem Design und ausgefeilter Spielmechanik verbunden haben, legte der Entwickler mit dem Spiel Who framed Roger Rabbit? ein Spiel vor, das viele Zocker kopfkratzend zurückließ. Mal wollte es ein Adventure sein - mal ein Action-Spiel. Doch für letzteres war die Steuerung zu schlecht und für ersteres die Rätsel zu unlogisch.

Nummer 6: Way of the Warrior (1994, Naughty Dog)

Auch der Entwickler Naughty Dog ist heute für überragende Spiele bekannt. Jeder Spieler hat einen eigenen Platz im Herzen für Crash Bandicoot und Jak and Daxter - The Precursor Legacy reserviert. Später versucht sich Naughty Dog an realitätsnäheren Welten und bringt mit der Uncharted-Serie eine vielgeliebte Antwort auf Tomb Raider für die PS3 heraus. Mit The Last of Us hat sich der Entwickler vollends in die Spielerherzen entwickelt. Doch auch Naughty Dog hat einen kleinen Schandfleck im Repertoire: und zwar Way of the Warrior. Das kam für 3DO heraus und war in Aufmachung und Gestaltung sehr an Mortal Kombat angelegt. Nur, dass es sich nicht gut steuert und überhaupt schlecht spielt. Da hilft auch die Musik der Band White Zombie nicht mehr viel.

Nummer 7: Aliens - Colonial Marines (2013, Gearbox)

Mit Aliens - Colonial Marines hat sich Gearbox wahrlich keine Freunde gemacht. Dieses Spiel wird für viele immer im Zusammenhang genannt werden, wenn es um das Thema "Betrug von Entwicklern" geht. Denn viele Zocker haben sich nach dem Kauf des Spiels wirklich betrogen gefühlt. Und das ist nachzuvollziehen. Denn noch ein paar Jahre vor Veröffentlichung des Spiel, zeigten angebliche Spielszenen eine Atmosphäre, Grafikleistung und Künstliche Intelligenz, die später nicht mehr im Spiel wiederzufinden waren. Schade, denn sonst hat sich Gearbox mit Spielen wie Borderlands, Borderlands 2 und der "Brothers in Arms"-Reihe einen guten Namen gemacht. Doch inzwischen ist das Vertrauen angeknackst. Was unter anderem auch daran liegt, dass der Entwickler Duke Nukem Forever auf den Markt geworfen hat.

Nummer 8: X-Men - Destiny (2011, Silicon Knight)

Kennt von euch noch einer Silicon Knights? Also den Entwickler und nicht ein Spiel solchen Namens ... nein? Vielleicht sagen euch aber die Spiele etwas: Blood Omen - Legacy of Kain, Eternal Darkness - Sanity's Requiem oder Metal Gear Solid - The Twin Snakes? Allein über Eternal Darkness, was ein kleines Meisterwerk ist, könnten an dieser Stelle Seiten gefüllt werden. Doch wie ihr wisst, geht es hier um schlechte Spiele - nicht gute. Deshalb muss hier auch Too Human zur Sprache kommen. Das knackste den Entwickler schon leidlich an. Doch mit X-Men - Destiny setzte er sich dann den eigenen Sargnagel. Die dünne Hintergrundgeschichte und die langweilige Spielmechanik des Kampfes kamen weder bei Spielern noch bei Kritikern gut an. Als Silicon Knights dann auch noch einen Rechtsstreit gegen Epic Games verloren und sie alle unverkauften Spiele von X-Men - Destiny und Too Human zerstören mussten (der Rechtstreit ging um die Unreal Engine 3), war dies auch das Ende des Entwicklers.

Tags: Fun  

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