Test Cold Winter

von Clemens Eisenberger (22. Juni 2005)

Wie muss sich so etwas wohl anfühlen? Ihr sitzt in einem chinesischen Gefängnis und seit der Spionage angeklagt. Die eigenen Freunde leugnen eure Existenz, aber durch einen Wink des Schicksals, einem alten Freund, könnt ihr aus dem Gefängnis fliehen. Euer Kumpel bietet euch einen neuen Job an - doch auch dieser verfolgt seine ganz eigenen Pläne, die mit eurer Existenz überhaupt nicht konform gehen...

Der Feind versucht, euch durch eine in den Boden geschossene Kugel aufzuhalten - wenn er meint...Der Feind versucht, euch durch eine in den Boden geschossene Kugel aufzuhalten - wenn er meint...

Der Spielverlauf

Das Spiel beginnt mit einem ersten Übersetzungsschock. Aus dem "Chang-Prison" der englischen Original-Fassung wurde das "Tschang-Gefängnis"! Wenn man sich erst mal von diesem ersten Lacher erholt hat, muss man, nach einigen Zwischensequenzen, einer Taschenlampe mit seinen Augen folgen. Witzigerweise funktioniert das nicht immer. Die ersten paar Minuten des Spieles werden also zu einem einzigen Ärgernis. Ein paar weitere Zwischensequenzen später kennt man zumindest die allgemeine Lage eures Charakters: Ihr seit der Spionage verdächtigt und eure US-Freunde haben euch fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Ein alter Freund versucht, euch aus dem Gefängnis holen zu lassen. Die ersten paar Levels des Spiels bestehen nur aus typischer Ego-Shooter-Kost. Ihr rennt einfach quer durch die Levels und versucht zwischendurch irgendwelche Pseudo-Taktiken wie "ducken" oder "langsam gehen", wie neu! Dann erledigt ihr ein paar Feinde mit den gefundenen Waffen und sucht einen Schlüssel, der euch wiederum eine Tür weiter bringt. Ist eine Tür mal verriegelt, findet sich sicher im näheren Umkreis eine Sprengladung, mit der ihr sie doch noch entfernen könnt. Wie für einen Gefängnishof üblich, stehen hier und da auch ein paar feste Geschütze in der Landschaft, mit denen ihr den Wachen gehörig das Fürchten lehren könnt. Selbst einen Hubschrauber holt ihr so ohne Probleme vom Himmel.

Manchmal guckt ihr sprichwörtlich in die Röhre.Manchmal guckt ihr sprichwörtlich in die Röhre.

Das gehört hinter Gitter!

Die Grafik des Spiels ist, sagen wir mal, nicht schlecht. Es gibt stellenweise leichte Probleme, die Texturen sind allesamt etwas zu eintönig und matschig, die Gegner sind sich meist wie eineiige Zwillinge aus dem Gesicht geschnitten und außerdem werden die selben öden Texturen permanent verwendet. Die Zwischensequenzen sind leider alle in Spielgrafik gehalten - reißen also auch niemanden vom Hocker. Außerdem verfolgt euch durch das gesamte Spiel ein nerviger Nachzieheffekt. Zu Beginn des Spiels ist der noch gewollt und soll euch, immer wenn eure Energie zur Neige geht, warnen. So weit so gut, doch trotz bester Gesundheit ist er bei schnellen Bewegungen immer noch vorhanden. Der Sound ist für mich das Schlimmste, was ich je bei einem Videospiel gehört habe. Die Sprecher sind, bis auf die zwei Hauptdarsteller, miserabel. Schon euer Boss, die dritte große Rolle, könnte höchstens Amateurfilme synchronisieren. Eure Stimme erkennt ihr schnell als die von Nicholas Cage und eure Partnerin trägt Franziska Pigullas (Scully aus "Akte X", Jane Collins aus den Sinclair-Hörspielen) Stimme.

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