5 befriedigende Endsequenzen: Der Lohn des Spielers, wenn er die Welt gerettet hat

(Special)

von Micky Auer (30. Juli 2016)

Ihr habt all euer Können aufgeboten, um das Land, die Welt oder gar das Universum zu retten. Da dürft ihr am Ende eines Spiels auch erwarten, mit einer befriedigenden Endsequenz belohnt zu werden.

Ihr kennt das: Ein Spiel verschlingt gut und gerne mal 40 Stunden oder noch weitaus mehr eurer Zeit. Das ist auch gut so, denn schließlich wollt ihr für euer Geld auch möglichst lange und gut unterhalten werden. Das Klassenziel von Entwickler und Hersteller ist erreicht, wenn ihr vor dem Bildschirm sitzt und bis zur Endsequenz eines Spieles mitgefiebert, gelacht, geweint oder voller Inbrunst gekämpft habt. Noch besser wäre es natürlich, wenn ihr euch gleich in den nächsten Durchgang stürzen wollt.

Aber zuvor sollt ihr eine Auflösung der Geschichte erfahren, von der ihr schon fast ein Teil geworden seid. Was geschieht mit dem Universum, nachdem ihr die Bedrohung durch fiese Außerirdische abgewendet habt? Ist der Krieg zwischen den verfeindeten Fantasy-Nationen endlich beigelegt? Steigt die Hauptfigur aufgrund ihrer im Spiel erworbenen Macht in die Ränge der Götter auf und selbstverständlich: Wer kriegt wen?

Wenn ihr so weit gekommen seid, habt ihr die Stelle erreicht, an der lose Enden vollkommen unangebracht seid. Nichts gegen den einen oder anderen "Cliffhanger", der vielleicht auf große Ereignisse in einem möglichen Nachfolger hindeutet. Jedoch sollte der Hauptstrang der Erzählung schlüssig und vor allem befriedigend zu einem runden Ende gebracht werden.

Wir haben für euch fünf Beispiele von befriedigenden Endsequenzen herausgesucht, die euch als Spieler mit dem Gefühl zurücklassen, dass ihr das interaktive Geschehen in einem Spiel vollständig erfahren habt. Es sind, wie gesagt, Beispiele, keine ultimativen und alles andere in den Schatten stellenden zeitlosen Meisterwerke. Denn letzten Endes entscheiden gerade in solchen Dingen der persönliche Geschmack und die Erwartungshaltung jedes einzelnen. Was sind eure persönlichen Lieblings-Endsequenzen in Spielen? Teilt eure Erfahrungen mit anderen Lesern und uns in den Kommentaren!

Doch bevor es losgeht, sei hier hier eine ganz, ganz wichtige Warnung ausgesprochen. In den folgenden Zeilen besteht extreme SPOILER-Gefahr! Nur für den Fall, dass das nicht klar war. Denn schließlich geht es hier um den letzten und oft erklärenden Abschnitt von Spielen. Also, ihr seid gewarnt!

Nummer 1: Final Fantasy 6

Bevor dieser Schritt in die Vergangenheit erfolgt und alle "Final Fantasy 7"-Enthusiasten entsetzt aufschreien: Ja, Final Fantasy 7 ist ein großartiges Spiel. Die Endsequenz ist ein gerendertes Filmchen, dass mit gelungener Dramaturgie und emotionsgeladener Musik glänzt. Die Geschichte wird schlüssig aufgelöst und wer bis nach dem Abspann dranbleibt, wird sogar noch mit einer zusätzlichen Sequenz belohnt. Diese Endsequenz ist großartig, gar keine Frage. Dennoch steht hier der Vorgänger Final Fantasy 6 in der Liste. Warum?

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Final Fantasy 6 - Die große Liebe auf dem SNES

Als Final Fantasy 6 aus dem Hause Square Enix (damals noch Square, später Squaresoft) 1994 die Besitzer eines SNES beglückte, wurde ein Meilenstein japanischer Rollenspiele gesetzt. Ihr führt ganze 14 spielbare Charaktere durch eine Geschichte, die sich um die Wiedergeburt der Magie dreht. Alle diese Figuren haben einen gut durchdachten Hintergrund und verkommen nicht zum spielerischen Kanonenfutter. Da gibt es zum Beispiel ein königliches Brüderpaar, in dem der jüngere Bruder eine Identitätskrise durchlebt, während der ältere sich fragt, ob er ein guter König ist. Ihr trefft auf einen geheimnisvollen Ninja mit dunkler Vergangenheit, einen edlen Ritter, der auf tragische Weise seine Familie verliert, einen Dieb, der die ganze Welt nach etwas absucht, um seine Geliebte wieder zu beleben, ein Mischwesen aus Mensch und magischer Kreatur, einen wilden Wolfsjungen und, und, und.

Bei einer so bunten und vielschichtigen Truppe, eingebettet in eine weltenverändernde Geschichte, wäre es ein Vergehen gewesen, die Endsequenz nicht genau so monumental zu gestalten, wie das Abenteuer selbst. Und trotz der technischen Limitationen von Modulen und 16-Bit-Konsolen ist das auf grandiose Weise gelungen.

(Quelle: Youtube, Valientlink)

Nach dem Sieg über den geistesgestörten Oberbösewicht Kefka beginnt eine nahezu halbstündige Sequenz, in der ständig etwas passiert. So werden die einzelnen Geschichten aller Charaktere zu einem zufriedenstellenden Abschluss gebracht. Sei es auch nur mit ein paar klobig wirkenden Textboxen und wenigen Zeilen. Darin sind die Worte jedoch so gut und treffsicher gewählt, dass der gesamte emotionale Hintergrund der jeweiligen Reise aufgeschlüsselt wird.

Noch dazu zeigt das SNES im Abspann nochmal, zu welchen Grafikleistungen es fähig ist. Quasi-3D-Effekte, farbenprächtige Hintergründe und Transparenzen hinter Wolken und Rauch begleiten euch aus dem Abenteuer hinaus in eine neue, schönere Zukunft. Untermalt wird das Geschehen von einem Musikstück, in dem die musikalischen Themen jedes Charakters in Variationen nochmal auftauchen.

Aus heutiger Sicht kann eine solche Sequenz natürlich den oft virtuos inszenierten Render-Filmchen nicht das Wasser reichen. Dennoch stellt es für 1994 eine unglaublich sorgfältig und liebevoll gestaltete Passage dar, die es in der Form lange Zeit nicht zu sehen gab.

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Weiter mit: The Last of Us, Uncharted 4

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Tags: Fantasy   Retro   Singleplayer  

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