War das alles? - 5 Endsequenzen des Grauens - Mass Effect 3, Borderlands

(Special)

Nummer 4: Mass Effect 3

Es ist unvermeidlich, in einem Artikel, in dem es um unbefriedigende Endsequenzen geht, Mass Effect 3 von Entwickler Bioware zu erwähnen. Zu hohe Wellen hat das Debakel um die schwache Auflösung der grandiosen "Science Fiction"-Saga geschlagen. Was ist da geschehen?

In Mass Effect und Mass Effect 2 durftet ihr als Spieler wichtige Entscheidungen treffen, die sich auf das Ende der Trilogie in Mass Effect 3 spürbar auswirken sollten. Bioware hat im Vorfeld zur Veröffentlichung auch mehrfach betont, dass dies ein wichtiger Bestandteil der Spielmechanik sei, um jedes Durchspielen zu einer individuellen Erfahrung werden zu lassen. Auf keinen Fall sollte dann zum Schluss ein A-, B- oder C-Ende herauskommen. Jedoch ist genau das geschehen. Nur, dass diese möglichen Endsequenzen mittlerweile als rotes, blaues und grünes Ende bekannt sind.

Die angepriesenen Entscheidungen, die ihr im Spielverlauf trefft, haben durchaus Auswirkungen. Nämlich auf den Spielverlauf selbst. So entscheidet ihr über Gedeih und Verderb von ganzen Völkern. Auch legt ihr fest, ob sich Hauptfigur Commander Shepard (weiblich oder männlich) als Wohltäter oder kompromissloser Renegad durch das Spiel schlägt. Im Grund sind aber sämtliche Auswahlmöglichkeiten in den Konversationen nichts anderes als die mal mehr, mal weniger höfliche Möglichkeit, "Ja" zu sagen.

Das Resultat sind Endsequenzen, die sich viel zu ähnlich sind und auch nicht die epische Tragweite einer ansonsten fabelhaften Spieletrilogie spiegeln. Eine Unmenge von Fragen bleibt offen, die Darstellung des Spielendes hat inhaltliche Lücken zur Folge. Außerdem wirkt alles, als sei es schnell noch ins Spiel integriert worden, ohne die Auswirkungen zu durchdenken. Die Resonanz seitens der enttäuschten Spieler war so groß, dass sich Bioware genötigt sah, eine erweiterte Endsequenz per kostenlosem Download nachzuliefern. Die ist zwar ein ganzes Stück schlüssiger als die Original-Endsequenzen, jedoch war der Schaden schon angerichtet.

6 von 35

Mass Effect 3: Gemeinsam gegen die Reaper

Mass Effect 3 ist ein tolles Spiel, das den Krieg der vereinten Völker gegen die unheimlichen Reaper grandios inszeniert. Da macht sich ein Entwickler die Mühe, ein komplettes Universum voller exotischer und interessanter Völker und Geschichten zu erschaffen. Dann scheitert alles an einem missglückten Ende. Das vergeudete Potenzial mit der verbockten Endsequenz ist etwas, das viele Spieler so schnell nicht mehr vergessen werden. Schade, denn das hat die Serie nicht verdient. Hoffentlich wird mit dem kommenden Mass Effect - Andromeda dieser Umstand behoben.

Mehr zu Mass Effect 3:

Nummer 5: Borderlands

Stellt euch Folgendes vor: Ein Ego-Shooter mit einer Unzahl von Waffen im Comicstil und Rollenspielelementen, der euch auf einen exotischen Planeten entführt, wo ihr eine uralte Kammer finden sollt, in der unglaubliche Macht schlummert. Das ganze auch noch durchsetzt mit makaberem Humor und ihr seid in der Welt von Borderlands. Das abgefahrene Abenteuer von Entwickler Gearbox Entertainment begeisterte viele Spieler.

Bei solchen Vorlagen erwarten sich die intergalaktischen "Kammerjäger", also ihr, natürlich auch einen entsprechend großen Lohn. Was ist denn nun diese geheimnisvolle Kammer, nach der ihr das gesamte Spiel über sucht? Wenn ihr endlich im letzten Gebiet des Spiels angekommen seid, kriegt ihr es auch noch mit außerirdischen Wächtern zu tun, die alles daran setzen, euch vom Erreichen der Kammer abzuhalten. Diese vermaledeite Kammer ... Nicht umsonst ist das gesamte verdammte Universum dahinter her!

Tja, irgendwann erreicht ihr diese Kammer dann doch. Ganz klar, dass das letzte Gefecht noch nicht geschlagen ist. Kaum öffnet sich die Kammer, kommt auch schon mit den Tentakeln wedelnd der letzte Boss-Gegner zum Vorschein. Das letzte Bisschen Munition wird verballert, alle Spezialfähigkeiten kommen zum Einsatz. Wenn ihr kooperativ spielt, habt ihr alle Hände voll damit zu tun, gefallene Kameraden wiederzubeleben. Endlich, ENDLICH! geht der Boss in die Knie! Welche grandiose Endsequenz steht euch nun bevor?

Keine.

Die Kammer schließt sich wieder, der Abspann beginnt. Ja ... Hm. War's das dann? Ja, das war's dann. Ist Gearbox auf den letzten Metern die Puste ausgegangen oder warum lassen euch die Entwickler auf dem Planeten Pandora einfach stehen wie die begossenen Pudel? So ein bisschen mehr hätte es dann schon sein dürfen. Vor allem, wenn der Rest des Spiels durchaus gut zu unterhalten weiß. Vielleicht wussten die Entwickler damals selbst noch nicht so genau, was sie mit diesem neuen Spiele-Universum anfangen sollten. Spätestens mit Borderlands 2 kommt dann ein ganzes Stück mehr Geschichte zum Einsatz, in das sich die teils absurden und witzig geschriebenen Charaktere auch gut einfügen.

Doch der "Abspann" vom ersten Teil? Das war dann wohl das genaue Gegenteil von "befriedigend".

Mehr zu Borderlands:

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Tags: Retro   Science-Fiction   Singleplayer   Multiplayer   Fantasy  

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