Test Batman - A Telltale Game Series - Meinung und Wertung

Fakten:

  • bekannte Telltale-Spielmechaniken
  • Handlung ohne Überraschungen
  • Einteilung in 5 Episoden
  • Crowdplay bezieht Freunde per App in die Entscheidungen mit ein
  • erneut keine deutsche Vertonung
  • "Season Pass"-Disc voraussichtlich ab 16. September 2016 im Handel
  • Episode 1: "Reich der Schatten" ist aktuell für PC, PS3, PS4, XBox 360 und Xbox One erhältlich

Meinung von Michael Krüger

Ich stehe den Spielen von Telltale jedes Mal offen gegenüber. Je nach Inhalt passen die besonderen Spielmechaniken gut und helfen dabei, eine spannende Geschichte zu erzählen. Eine der besten Reihen ist für mich Tales from the Borderlands. Hier spielt Telltale alle Trümpfe super aus und schafft es, das Maximum aus der Vorlage herauszuholen. Da ich Batman mag und die komplette Reihe von Batman - Arkham Asylum bis hin zu Batman - Arkham Knight begeistert durchgespielt habe, freute ich mich auf Batman - A Telltale Game Series. Immerhin hat diese Symbiose das Zeug dazu, den Dunklen Ritter aus anderen Blickwinkeln zu zeigen.

Je länger ich die erste Episode spiele, umso genervter bin ich von den Spielmechaniken. In keinem Telltale-Spiel zuvor empfinde ich das Knöpfedrücken derart überflüssig. In vielen Szenen werden die Knöpfe viel zu kurz angezeigt und selbst wenn ich den Eindruck habe, dass ich zu spät gedrückt habe, scheint alles zu klappen. Wären da nicht ein paar Szenen, in denen man auch laufen muss, könnte das Spiel ohne Controller gespielt werden. Es ist im Grunde nämlich nur ein Comic-Film - und zwar ein äußerst langweiliger, der zu allem Überfluss für viele nur mit Untertiteln genießbar ist. Telltale schafft es nach wie vor nicht, eine deutsche Synchronisation anzubieten.

Die Geschichte um den Verlust von Bruce Waynes Eltern, das Flirten mit Catwoman während ihr sie jagt oder auch die politischen Wege von Harvey Dent - All das habt ihr schon in etlichen Batman-Umsetzungen gesehen. Dabei gibt sich Batman - A Telltale Game Series große Mühe, düster zu wirken. Doch bis auf den übermäßigen Gebrauch der Farbe Schwarz werdet ihr davon nicht viel bemerken. Die Gesichter wirken meist relativ emotionslos und es mangelt an Details. Die Dialoge werden ohne Hintergrundmusik gezeigt, was angesichts ihres geringen Tempos schnell zu müden Augen führen kann. Um Batmans Willen hoffe ich, dass es sich hier lediglich um einen schlechten Start handelt. Vielleicht geht es ja mit Episode 2 bergauf.

72

meint: Die behandelten Themen sind mittlerweile etwas breitgetreten und werden eher farblos präsentiert. Es ist an der Zeit, etwas an der Telltale-Formel zu verändern.

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Tags: Episoden   Singleplayer  

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