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Battlefield 2142 (PC)

Artikel veröffentlicht am 28.10.2006

2142, der Krieg auf den Schlachtfeldern der Erde geht weiter. Diesmal aber nicht vom Terrorismus geplagt sondern nun werden um die letzten Rohstoffe der Erde gekämpft. EA schickt euch mit "Battlefield 2142" zurück auf das Schlachtfeld, in der diesmal Titans, Walker, Schwebepanzer und High-Tech pur über Sieg oder Niederlage entscheiden. Greift selbst zur Waffe und begebt euch in eine düstere Vision der Zukunft.

Zukunftsvisionen:

Der Walker, eine der neuen Kriegsmaschinen.

Willkommen zurück auf dem Schlachtfeld, Soldat. Nachdem EA's "Battlfield 2" samt AddOns und Booster Packs alle Rekorde auf dem Spielemarkt brach, geht die "Battlfield" Reihe in eine weitere Runde. Nach einem Ausflug in die Vergangenheit des 2. Weltkrieges und Vietnams, sowie einem Aufenthalt in der Gegenwart findet sich der Spieler nun in der Zukunft wieder, besser gesagt im Jahre 2142. Aber was ist in der Zwischenzeit alles passiert? Nach dem erfolgreichen Kampf gegen den Terror, war der Frieden gesichert. Daraufhin begann das Wachstum, Firmen und Betriebe schossen in die Höhe, produzierten und erwirtschafteten Erfolge. Daraufhin geschah das, wovon Klimaexperten schon Jahrzehnte predigten. Aufgrund des Treibhauseffekts kam es 2106 zu einer neuen Eiszeit, die weite Teile des blauen Planeten unbewohnbar machte. Panik machte sich breit, Nationen gingen zu Grunde und der Krieg für neue Ländereien ging von vorn los. Aufgeteilt in Nationen der EU und der PAK, der Pan Asien Koalition beginnt im Jahr 2142 der erbitterte Kampf um die restlichen Flecken bewohnbarer Erde.

Nations of War:

Das Titan-Raumschiff wird von innen gesprengt.

Ihr findet euch in der Rolle einer dieser beiden Nationen wieder und führt brutale Kriege auf kriegsverseuchten Schlachtfeldern. Genau wie in den Vorgänger kämpft ihr aus der Ego Perspektive gegen den Feind. Am Spielprinzip hat sich nicht viel getan, immer noch wird eine Flagge nach der Anderen eingenommen bis der Feind entweder aufgibt oder vollkommen dezimiert wurde. Auch wenn die guten und alten Eroberungsmissionen immer noch reichlich Spaß machen so wurde im neusten "Battlefield" deutlich mehr Wert auf den Titan Modus gelegt. Dabei dreht es sich um die so genannten Titans, gigantische Basisschiffe, die vom Himmel aus Truppennachschübe, Artillerieschläge usw. durchführen. Eure Aufgabe ist entweder diese zu verteidigen oder restlos zu zerstören. Aber das ist leichter gesagt als getan. Um den Koloss zu zerstören wollen zuerst besondere Aufgaben erfüllt werden. Zuallererst steht das Einnehmen von Raketensilos am Boden, die automatisch auf den Titan feuern um dessen Schutzschilde zu zerstören, auf dem Programm. Ist dieser Geschichte muss anschließend der Titan geentert und von innen heraus gesprengt werden. Ab hier ändert sich das Spiel schlagartig, so darf am Boden noch mit Fahrzeugen gekämpft werden, im Titan jedoch findet der wahre Kampf - Mann gegen Mann - statt.

High-Tech:

Eine sichere Landung?

Wer zukunftsorientierte Spiele mit viel Science Fiction Flair sucht, der ist bei "Battlefield 2142" genau richtig. High Tech, Waffen, Fahrzeuge und vieles weitere werden jeden SciFi Fan sofort begeistern. Alle Waffen der Vorgänger wurden durch neue fortschrittlichere ersetzt, zwar gibt es keine Laserkanonen wie in "Star Wars" aber dafür Bleipumpen, die mit einer sagenhaft schnellen Feuerrate glänzen. Vom normalen Sturmgewehr über den Raketenwerfen bis hin zur alt bekannten Pistole und duzenden Ausrüstungsgegenständen ist alles Mögliche zu finden. Auch das Standartkampfmesser ist wieder vertreten, mit dem ihr die gegnerischen Soldaten im Nahkampf den Gar ausmacht. Besonders cool ist daran, dass ihr bei einem Messer-Kill eine gegnerische Erkennungsmarke kassiert, die zusätzlich für Bonuspunkte sorgt. Auch die Fortbewegungsmittel strotzen nur so von High-Tech, Jeeps, Panzer und F 16 Jäger gibt es im neusten Battlefield nicht mehr. Sie wurden durch aktuellere Versionen ersetzt. So steigt der Spieler nun in Schwebepanzer, Walker, Turbo Jeeps, Jagdbomber á la Terminator 2 usw.

Rangsystem:

Kampf der Giganten.

Auch die Spielerklassen wurden überarbeitet, so waren es in "BF2" noch acht Klassen. In "BF 2142" findet ihr jedoch nur noch vier dieser Figuren und zwar den Sturmsoldaten, den Aufklärer, den Versorgungssoldat und den Pionier, die durch ihre verschiedenen Ausrüstungsmöglichkeiten glänzen. Die Ausrüstungsgegenstände spielen im neusten "Battlefield" Teil eine sehr große Rolle, nun könnt ihr euren Charakter selbst ausrüsten. Ob Sprengstoff, zusätzliche Munition, Regenerationsgegenstände, Aufklärungsdrohnen, Schutzschilde usw, jeder Soldat wird hier zur individuellen Kampfmaschine. Aber diese neuartigen Gegenstände müsst ihr zuerst einmal freispielen. EA übernahm hierbei das grandiose Rangsystem aus "Battlefield 2" komplett. Zeigt ihr Stärke und Leistung, werdet ihr mit einem höheren militärischen Rang belohnt, vom Rekrut bis hin zum General darf sich der Spieler hochkämpfen. Als Belohnung für gute Leistungen erhaltet ihr Punkte, mit denen ihr je einen von 43 Gegenständen für euren Charakter freischalten könnt, vom Zusatzmagazin bis hin zur neuen Waffe ist alles was ein "BF" Fan sucht dabei. Auch Medaillen, Ehrenspangen und Abzeichen sind wieder mit von der Partie.

Bugs:

Lauf, Soldat. Lauf um dein Leben.

Tja was wäre ein "Battlefield" ohne Bugs? Richtig, kein Battlefield. Neben knallharten Schlachten in aller Welt gehören leider auch die Bugs zum Standard in "Battlefield". Auch diesmal schlagen die kleineren Fehler wieder rücksichtslos zu. So schießen Gegner durch Wände, laufen durch Gebäude, feuern wärmesuchende Geschosse ab usw. was beweist, dass EA noch eine Menge zu tun hat. Ebenfalls sorgen so manche Spielelemente für Kritik pur. So mangelt es in "Battlefield 2142" deutlich an Balance, trefft ihr als Infanterist beispielsweise auf einen Walker so könnt ihr getrost stehen bleiben und nicht einmal versuchen weg zu rennen oder gar auf diesen zu feuern. Mindestens 10 Raketen werden benötigt um diesen zu erledigen, fast unmöglich für den einfachen Soldaten. Auch die gewaltigen Artillerieschläge sind wieder dabei, wurden diese noch in "Battlefield 2" stark kritisiert und als viel zu stark dargestellt, so sind diese in "BF 2142" fast dreifach so stark und doppelt so lang. Was sich da die Entwickler gedacht haben, weiß niemand. In solchen Punkten und vielen weitern besteht noch deutlich Nachbesserungsbedarf. Neben dem Installationspatch, der beim ersten Starten des Spieles verlangt wird ist bereits ein weiterer in Aussicht.

Technik:

Auch die Abfangjäger sind wieder dabei.

Zur Technik lässt sich nicht viel sagen, denn "Battlefield 2142" basiert auf der gleichen Engine wie der Vorgänger. Grafik, Sound und Steuerung sind exakt die Gleichen wie in "Battlefield 2". Aus diesem Grund behaupten auch hart gesottene "BF" Veteranen, dass der neuste Teil eigentlich nur eine Modifikation ist. Trotz der "alten" Grafik ist "Battlefield 2142" optisch ein Meisterwerk, zwar kann es mit Hits wie "The Elders Scrolls: Oblivion" oder "Gothic 3" keinesfalls mithalten, muss es aber auch nicht. Detailtreue, schönes Licht- und Schatteneffekte und gigantische Explosionsanimationen beweisen immer noch dass die "Battlefield" Engine erstklassig ist. Auch der Sound ist vorbildlich, die tolle Hintergrundkulisse sorgt für eine gigantische Atmosphäre. Explosionsgeräusche und Waffeneffekte sind vom Feinsten. In Sachen Steuerung hat sich nicht viel getan, die typische Steuerung aus allen Teilen der Serie, die schon früher einwandfrei war, wurde weiterverwendet. Allerdings hat EA die Anforderungen ein wenig hochgeschraubt, wenn ihr "Battlefield 2142" in voller Pracht erleben wollt, so müssen sich 3 GhZ, 1024 MB Arbeitspeicher und eine Grafikkarte á la ATI X1800 XT in eurem Rechner befinden.

Fazit

von

Ehrlich gesagt habe ich von "Battlefield 2142" nicht viel erwartet. Aber nach einem intensiven Spieleabend war ich restlos begeistert. Der Titel kann sich definitiv mit dem Vorgänger "Battlefield 2" messen. Die neue spannende Geschichte, Atmosphäre und High-Tech pur ist genau das, was noch im "Battlefield" Universum gefehlt hat. Motivierend ist ebenfalls das altbekannte Rangsystem, in dem ihr diesmal nicht nur Waffen freischalten könnt, sondern auch jede Menge Ausrüstung. Zu loben sind außerdem die neuen obercoolen Fahrzeuge, zwar lassen sich diese ein wenig schwammig steuern, sorgen aber dennoch für reichlich Spaß. Kritik lassen jedoch wie immer die vielen Bugs offen, Grafikfehler, urplötzliches Sterben, Feinde, die durch Wände gehen und vieles mehr trüben das Spielvergnügen enorm. Auch das nervende Artilleriefeuer, das nun doppelt so stark programmiert wurde ist frustrierend. Dennoch ist "Battlefield 2142" eine nette Abwechslung im Mulitplayer-Shooter Alltag.

spieletipps meint: Gewohnt leichter Einstieg, doch im Team wird's schön komplex. Das unverwüstliche Spielprinzip fesselt auch in der fernen Zukunft!
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