Vorschau gamescom 2016: Horizon Zero Dawn angespielt

von Thomas Stuchlik (19. August 2016)

Der nächste PS4-Blockbuster steht in den Startlöchern: Auf der gamescom durfte spieletipps bereits Hand an die neueste Version von Horizon Zero Dawn legen. Und das macht Lust auf mehr!

Mit der Killzone-Reihe haben die Entwickler von Guerilla Games über die Jahre hinweg bewiesen, wie gut sie mit der PlayStation-Hardware umgehen können. Nun haben die Macher genug von Zukunfts-Shootern und erschaffen mit Horizon - Zero Dawn eine hochinteressante Action-Hatz, die nicht minder beeindruckt. Einerseits begeistert die Spielgrafik, die den vorab gezeigten Videos kaum nachsteht.

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Horizon - Zero Dawn: Die Robo-Saurier greifen an

Andererseits überzeugt das innovative Szenario. Denn in Horizon seid ihr zwar in der Endzeit unterwegs und bekämpft Roboterwesen in allen Größen, jedoch streut die Spielwelt geschickt urzeitliche Elemente ein, denn die gesamte Aufmachung wirkt wie aus der guten alten Jäger- und Sammlerzeit. Warum die Menschheit derart rückschrittlich geworden ist, wird bisher nicht erklärt. Nichtsdestotrotz stellt ihr euch durchgedrehten Mechanikwesen, deren Technik ihr klaut und selbst verwendet.

Bezaubernd wie bedrohlich

Bereits die ersten Schritte in der malerischen Spielwelt hauen euch um. Denn die offene Welt protzt mit wunderschönen Landschaften mit großen Gebirgsketten im Hintergrund. Das Szenario ist frei begehbar, allerdings nicht in der Demo-Fassung. Zu schade, denn wie gern hätten wir die Aussicht von Berggipfeln aus bewundert.

Die Welt von Horizon - Zero Dawn wirkt märchenhaft, steckt aber voller Gefahren.Die Welt von Horizon - Zero Dawn wirkt märchenhaft, steckt aber voller Gefahren.

Das vorgegebene Areal hat es dennoch in sich. Schließlich erstreckt sich in der hügeligen Umgebung die Vegetation bis zum Horizont. Gräser wehen im Wind, die Sonne strahlt zwischen Baumkronen hindurch. Obendrein seid ihr zu verschiedenen Tageszeiten unterwegs, was nicht nur frische Aussichten beschert. Ebenso steckt dahinter eine Strategie, da Kreaturen sich bei Tag oder Nacht anders verhalten. Das könnt ihr entsprechend ausnutzen.

Als rothaarige Heldin Aloy streift ihr durch die Lande auf der Suche nach potenzieller Beute, die sich überall tummelt. Schnell stößt sie auf friedliche Roboter-Geschöpfe. Diese gehen ihrem Alltag nach und grasen auf Wiesen oder sammeln Rohstoffe ein. Jedoch gibt es eine dämonische Kraft, die diese Wesen umprogrammiert und korrumpiert. Dann werden aus den lieblichen Kreaturen aggressive Gegner, die bis zum Tod kämpfen und menschliche Ansiedlungen angreifen.

Nutzt die Umgebung

Wie gut, dass Aloy mit passender Jagd-Ausrüstung unterwegs ist. Doch bevor sie ihren Bogen zückt, scannt sie die nähere Umgebung nach versteckten Biestern. Schließlich lässt sich im hohen Gras nicht jedes Getier gut erspähen. Obendrein erfahrt ihr so Schwachstellen und Gehwege dieser Geschöpfe.

Die Natur wird von Roboter-Wesen bevölkert, die teils aggressiv sind.Die Natur wird von Roboter-Wesen bevölkert, die teils aggressiv sind.

Das Gras verfügt über einen großen Vorteil: Denn in den Gewächsen könnt ihr euch unbemerkt anschleichen. Das Überraschungsmoment ist entscheidend, denn sonst flüchten die Viecher oder greifen euch mit gesammelten Kräften unvermittelt an. Für den Angriff nutzt ihr wahlweise den Bogen mitsamt verschiedener Pfeilarten wie Feuer oder Schock-Effekt. Doch für eine erfolgreiche Attacke auf eine Herde reicht das nicht.

Denn vierbeinige Wächter patroullieren herum und sollten zunächst unschädlich gemacht werden. Dazu verschießt ihr Seile, um sie am Boden festzuketten - ganz ähnlich wie mit Gegnern in Just Cause 3. Derart fixiert sind die Roboterwesen einige Sekunden wehrlos, bevor sie sich losreißen können.

Mit Finesse oder bloßer Gewalt

Dann wird es heikel, denn scheue Tiere müsst ihr schnellstens erlegen, bevor sie abhauen. Vielleicht wäre es auch klug, elektrisierte Stolperdrähte aufzustellen? Denn so könnt ihr auch größere Herden umzingeln.

Eine Nummer zu groß? Solche Konfrontationen können schnell tödlich enden.Eine Nummer zu groß? Solche Konfrontationen können schnell tödlich enden.

Passt auf, dass ihr nicht selbst zum Opfer werdet. Denn sobald die Tiere im Alarmzustand sind, packen sie ihre Klauen und Waffen aus. Sie malträtieren euch mit Lasern, Geschossen oder im Nahkampf. Ein spinnenartiger Feind beispielsweise hüpft hoch in die Luft, um mit Wucht zu Boden zu prallen und sogar Bäume umzunieten. Wie gut, dass dieses Biest eine Schwachstelle seitlich am Kopf besitzt. Weicht dennoch besser aus oder zieht euch zurück, um auszuruhen. Eure Gesundheit regeneriert sich aber nicht von selbst. Stattdessen benötigt ihr selbstgebraute Heiltränke.

Die wackere Hauptdarstellerin kennt bei der direkten Konfrontation aber kein Pardon. Zielsicher versenkt sie einen Pfeilehagel in den Gegner und packt für den Nahkampf einen Hightech-Speer aus. Attackiert ihr im richtigen Moment, genießt ihr ein fies ausgeführtes Finishing-Manöver. Fast könnte man dabei Mitleid mit den Mechanik-Wesen empfinden. Doch ihr könnt noch geschickter vorgehen: Kettet einen Feind fest und programmiert ihn innerhalb von Sekunden einfach um. Dann werden auch tigerähnliche Fieslinge handzahm und lassen sich als Reittier nutzen.

Parallelen zu Genre-Kollegen

Das Fahnden nach Kreaturen, das Anpirschen und der Kampf selbst erinnern stark an die "Monster Hunter"-Serie, nur dass die Kamerasteuerung in Horizon besser funktioniert, mal ganz abgesehen von der weitaus schickeren Optik.

Über die Jägerin Aloy ist nur wenig bekannt, sie erweist sich aber als unerbittliche Kämpferin.Über die Jägerin Aloy ist nur wenig bekannt, sie erweist sich aber als unerbittliche Kämpferin.

Letztlich werden die Kreaturen auch angepasste Schlachttaktiken von euch abverlangen. Kurzum erringt ihr Beute in Form von neuen Rohstoffen, die ihr vielfältig nutzt. Manche Sammler-Robos tragen ihre Fracht offen auf ihrem Rücken, so dass ihr sie ihnen geschickt abluchsen könnt, noch bevor sie es merken.

In eurem Dorf frischt ihr eure Vorräte auf und nehmt neue Missionen an. Hier verkauft ihr auch Beute für Metallsplitter und schmiedet neue Waffen. Auch das erinnert stark an Monster Hunter. Ebenso modifiziert ihr eure Ausrüstung, damit sie in bestimmten Bereichen stärker und widerstandsfähiger wird.

Aloy fertigt außerdem neue Kleidung an, um sich der Umgebung besser anzupassen. Noch ist offen, welche Gebiete euch erwarten. Vielleicht sind dicke Pelzmäntel sinnvoll, wenn es in eisige Gefilde geht? Vielleicht benötigt ihr Schutzkleidung, wenn ihr vulkanische Gegenden bereist? Wer weiß.

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Tags: Gamescom 2016   Open World   Singleplayer  

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