10 Leckerbissen der gamescom 2016 - For Honor, Horizon - Zero Dawn, Deus Ex - Mankind Divided, Get Even

(Special)

Nummer 3: For Honor

Ja, gut, in Ordnung: Wikinger hatten keine Hörner an den Helmen. Das ist Hersteller Ubisoft aber wurscht. Und wenn ihr die Gelegenheit hattet oder habt, selbst mal For Honor auszuprobieren, ist es euch das auch. Denn nicht unbedingt historische Akkuratesse, dafür aber knallharte und fordernde Duelle stehen in dem actionlastigen Spiel im Vordergrund.

Anstatt schier unmöglicher und überladener Kampf-Choreographien mit vielen Grafikeffekten, Explosionen und Dimensionslöchern, gibt es hier harte Schläge gegen den Körper. Endlich! Und außerdem kann die uralte Frage beantwortet werden, ob ein Samurai oder ein Ritter in einem Zweikampf siegen würde. Das hängt in diesem Falle immer noch von eurem Geschick und euren spielerischen Fähigkeiten ab, aber zumindest kann dieser unseligen Diskussion im Freundeskreis ein krönender Abschluss gewährt werden. Oder eine Revanche. Ihr entscheidet! Vielleicht sogar auf der gamescom beim Anspielen.

For Honor macht auf jeden Fall mächtig Laune und große Lust darauf, das Werk in seiner vollen Pracht zu genießen. Wann sich Wikinger, Ritter und Samurais endlich gegenseitig die Köpfe einschlagen werden, ist auch schon abzusehen. Voraussichtlich am 14. Februar 2017 sollen die Krieger auf PC, PS4 und Xbox One ihr Debut feiern und für einen heißen Winter sorgen. Wir sind auf jeden Fall bereit!

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Nummer 4: Horizon - Zero Dawn

Schon seit geraumer Zeit drängt sich Horizon - Zero Dawn, das exklusiv für die PlayStation 4 erscheinen soll, mit einem tollen Spielkonzept und ausgesprochen hübscher Grafik in den Vordergrund. Auf der gamescom 2016 hatten wir die Gelegenheit, das steinzeitlich-futuristische Abenteuer rund um die rothaarige Heldin Aloy ausgiebig anzuspielen. Fest steht: Alles, was Entwickler Guerilla Games versprochen hat, nimmt mehr und mehr Gestalt an.

Stellt euch vor: Eine riesengroße, offene Spielwelt, bevölkert von mechanischen Kreaturen, und ihr seid als Jägerin unterwegs, die ihrem steinzeitlichen Volk mit der von den Wesen erbeuteten Technik über die Runden hilft. Rollenspieleinflüsse runden die Echtzeitkämpfe ab, die Geschichte selbst ist vorerst noch ein Geheimnis. Warum die Menschheit in einem so rückschrittlichen Stadium der Entwicklung ist, während hochtechnisierte Roboter die Welt bevölkern, will Hersteller Sony noch nicht verraten. Müssen sie auch nicht. Horizon - Zero Dawn hat uns schon voll und ganz um den Finger gewickelt. Wenn das Spiel den aktuell eingeschlagenen Weg weiterverfolgt, erwartet euch ein Abenteuer der Extraklasse. Hoffentlich geht alles gut und jemand hat nicht im letzten Moment eine "gute Idee", die die Stimmung wieder zunichte macht.

Wenn ihr selbst in die Rolle von Aloy schlüpfen und gigantischen Robotern den Garaus machen wollt, müsst ihr euch noch voraussichtlich bis zum 3. März 2017 gedulden. Dann bricht die Morgenröte, Zero Dawn, auf der PlayStation 4 an. Ach, wäre es doch schon März ...

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Nummer 5: Deus Ex - Mankind Divided

Nur noch wenige Tage sollen vergehen, bis Deus Ex - Mankind Divided euch wieder in eine dystopische, von Konzernen beherrschte Zukunft versetzt. Erneut seid ihr in der Rolle des Adam Jensen unterwegs, um einer finsteren Geschichte auf die Schliche zu kommen. Während im Vorgänger Deus Ex - Human Revolution die technischen Verbesserungen, sogenannte Augmentierungen, noch nicht mehr waren, als verbesserte körperliche Fähigkeiten, sind sie im neuen Spiel Anlass für Hass und etwas, das sich nicht anders als Rassismus bezeichnen lässt. Denn augmentierte Menschen sind fortan Ausgestoßene.

Das Spiel ist eigentlich schon fertig, da eine Veröffentlichugn bereits für den 23. August für PC, PS4 und Xbox One vorgesehen ist. Dementsprechend brilliert Adam Jensens Abenteuer nicht nur mit einer spannenden Geschichte und interessanten Charakteren, es glänzt auch in grafischer und technischer Hinsicht. Den unterkühlt-eleganten Stil des Vorgängers hat Mankind Divided beibehalten und um zahlreiche sinnvolle Details erweitert. Die liebevoll gestaltete Spielwelt lädt mehr denn je zum Erforschen ein. Dank sinnvoller Fähigkeiten, die sich hervorragend in das Cyberpunk-Universum einfügen, könnt ihr eure Herangehensweise selbst bestimmen. Geht ihr lieber auf Schleichfahrt und knackt elektronische Barrieren? Kein Problem! Greift ihr lieber zu dicken Waffen und mäht die virtuelle Gegner nieder? Auch kein Problem! Das Spiel lässt beides zu. Allerdings solltet ihr darauf achten, wie ihr Konflikte löst. Denn eure Handlungen haben Konsequenzen. So oder so.

Deus Ex - Mankind Divided hinterlässt einen auf Hochglanz polierten Eindruck. Steuerung, Grafik, Akustik, Spielmechanik und Geschichte sind auf höchstem Niveau und vor allem miteinander im Einklang. Da hat Hersteller Square Enix eindeutig auf das richtige Pferd gesetzt.

Übrigens, kleiner Hinweis in eigener Sache: Schaut doch mal am Sonntag bei uns auf spieletipps.de vorbei, wenn ihr euch für Deus Ex - Mankind Divided interessiert. Denn da bringen für euch auch den lang erwarteten Test zum Spiel.

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Nummer 6: Get Even

Mit Painkiller - Hell and Damnation haben die Mannen von Entwickler The Farm 51 schon gezeigt, was sie draufhaben. Jetzt überraschen sie mit einem psychologischen Verwirrspiel, das es in sich hat. Aber ordentlich! Get Even mag auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussehen, als würde es in grafischer Hinsicht Bäume ausreißen, bietet dafür aber wohl einen der interessantesten Spielansätze dieses Jahres.

Zunächst verfolgt ihr das Geschehen aus der Ego-Perspektive in einem völlig heruntergekommenen Haus. Nur mit einem Smartphone ausgerüstet findet ihr Spuren, Hinweise, Informationsschnippsel, die sich zu einem wirren und undurchschaubaren Bild zusammenfügen. Oder eben auch nicht. Denn grundsätzlich wisst ihr nicht, was ihr tut! Wenn dann noch geheimnisvolle Personen anfangen, auf euch einzuwirken und ihr eine junge Frau findet, die eine Zeitbombe am Körper trägt, fragt ihr euch als Spieler: Warum ist das so? Was ist hier geschehen? Warum bin ich hier? Warum mache ich das überhaupt? Und ... wer bin ich? Zumindest die letzte Frage kann beantwortet werden. Euer Alter Ego im Spiel hört auf den Namen Cole Black. Ein Wortspiel mit den englischen Begriffen "coal" (Kohle) und "black" (schwarz)? Diese Frage wiederum bleibt unbeantwortet. Ebenso, warum ihr in einer vollkommen unvorhersehbaren Wendung der Ereignisse plötzlich in den Spiegel blickt und euch selbst mit einer VR-Brille seht. Und das noch in einer Umgebung, bei der es sich nur um eine Nervenheilanstalt handeln kann.

Get Even wirft auf der gamescom mehr Fragen auf, als es Antworten liefert. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht, die Motivation des Spielers, den Rätseln auf den Grund zu gehen bleibt stets enorm hoch. Das Spiel lässt sich im aktuellen Stadium in keine Schublade stecken, stattdessen leiht es sich intensive, teilweise psychologisch verstörende Momente aus anderen Spielen und Filmen. Wir wollen, dass uns Get Even auch weiterhin verstört. Wann das sein wird, ist noch nicht so ganz gewisse. Anvisiert ist aber zumindest grob das Frühjahr 2017. Dann soll Get Even auf PC, PS4 und Xbox One für große Fragezeichen über euren Köpfen sorgen.

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Weiter mit: Civilization 6, Resident Evil 7, Final Fantasy 15, Battlefield 1

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Tags: Gamescom 2016  

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