10 Indie-Spiele, auf die ihr euch freuen könnt

(Special)

von Sönke Siemens (23. August 2016)

Die Spielemesse gamescom ist immer für Überraschungen gut. Dieses Jahr vor allem in Sachen Indie-Spiele. Zehn packende Indie-Neuheiten aus zehn europäischen Ländern stellen wir euch vor.

Spielemessen wie die gamescom in Köln sind ein Paradies für Indie-Entwickler. Denn hier haben sie die Möglichkeit, ihre Projekte nicht nur der Fachpresse und Herstellern zu präsentieren, sondern auch den Spielern selbst. Nicht nur Onkel Jo hat euch nach euren gamescom-Höhepunkten befragt, wir haben für euch vier Tage lang die Messehallen durchstreift und Dutzende vielversprechende Projekte ausprobiert. Unsere Leckerbissen aus zehn europäischen Ländern findet ihr gleich hier.

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10 packende Indie-Spiele aus 10 unterschiedlichen Euro-Ländern

Nummer 1: Black - The Fall

Land: Rumänien

Genre: Hüpf-/Puzzlespiel

Entwickler: Sand Sailor Studio

Hersteller: Square Enix

System: Windows, Mac, Linux (Steam), Xbox One, PS4, Mobile

Erscheint voraussichtlich: Herbst 2016 (Steam), 2017 (Konsole)

Sofern sich Black auf Fahrrädern abstrampelt, erkennen ihn die Überwachungskameras nicht als Bedrohung.Sofern sich Black auf Fahrrädern abstrampelt, erkennen ihn die Überwachungskameras nicht als Bedrohung.

Black - The Fall schlägt in eine ähnliche Kerbe wie Limbo oder Inside, setzt inhaltlich jedoch ganz andere Akzente. Entworfen von einem Acht-Mann-Team mit Sitz in Bukarest, entpuppt sich die Geschichte schon bald als eine Art spielerische Vergangenheitsbewältigung dessen, was Ende der 1980er Jahre in Rumänien unter Diktator Ceaușescu geschah. Im Mittelpunkt der Handlung steht der namensgebende Arbeiter Black. Tag ein, Tag aus schuftet er in einer Fabrikanlage zum Wohle des Regimes. Doch dann ergibt sich eine Chance zur Flucht ...

Was folgt ist eine fordernde Mischung aus Hüpfspiel und Puzzlespiel. Ihr lauft, schleicht, rennt, springt und klettert durch eine mit tödlichen Fallen gespickte Welt, die Entwickler Sand Sailor Studio ästhetisch ansprechend in den Farbtönen schwarz und rot sowie komplett ohne Bildschirmanzeigen inszeniert. Damit auch die grauen Zellen nicht einrosten, erhält die Spielfigur bereits nach wenigen Minuten Zugriff auf den sogenannten Designator – eine Art Laserpointer, mit dessen Hilfe ihr willenlose Arbeiter durchs Level dirigiert, um Türen zu öffnen, Mechanismen in Gang zu setzen oder Wachdrohnen abzulenken. Spielerischer Höhepunkt während der gamescom-Demo: Ein Hüpfabschnitt in völliger Dunkelheit, der sich nur lösen lässt, wenn ihr Kopfhörer aufsetzt und euch Tonmuster einprägt. Großartig!

Fazit: Packender Genre-Mix mit kritischem Unterton und abwechslungsreich aneinander gereihten Spielelementen. Wer jetzt schon loslegen will, wirft einen Blick auf die "Early Access"-Fassung auf Steam.

Nummer 2: Cerulean Moon

Land: Spanien

Genre: Hüpfspiel

Entwickler: Nachobeard

Hersteller: Nachobeard

System: Steam, PS4, iOS, Android

Erscheint voraussichtlich: 2017

Der Anfang: Ein Held mit Maske betritt einen seltsamen Steintempel. Was wohl im Inneren lauert?Der Anfang: Ein Held mit Maske betritt einen seltsamen Steintempel. Was wohl im Inneren lauert?

Was haben Shovel Knight, Super Meat Boy und Fez gemeinsam? Richtig, sie sind allesamt Hüpfspiele mit schicker Pixelart-Grafik. Der große Unterschied zu Cerulean Moon, das ebenfalls auf diesen Grafikstil setzt: Das Spiel vom spanischen Entwickler Nachobeard bezeichnet sich selbst als „Jumpless Platformer“, soll heißen, ein Hüpfspiel ohne Hüpfereien. Eine Sprungtaste gibt es hier demzufolge nicht. Sattdessen geht es in der Mehrzahl der begutachteten Levels fast immer nach unten. Ihr müsst den Helden also nur nach links oder rechts lenken, respektive im richtigen Moment anhalten. Kaum zu glauben aber wahr: Beim ausführlichen gamescom-Probespiel geht die bizarre Idee voll auf. Zum einen, weil fiese Fallen in den traumhaft schönen 2D-Levels wie Pilze aus dem Boden sprießen. Streckenweise müsst ihr euch millimetergenau vorantasten, um nicht im Sekundentakt aufgespießt, zerdrückt oder von Feuerbällen gegrillt zu werden.

Zum anderen weil das Spiel bereits jetzt eine Vielzahl von interessanten Steuerungsmethoden unterstützt. Am Stand des Entwicklers etwa dürfen wir mit einem sogenannten Spinner Controller ran, der letztlich nur aus einem perfekt gelagerten Drehrad besteht. Aber auch mit dem Trackpad des Steam Controllers steuert sich Cerulean Moon pixelperfekt. Pfiffig: Auf PS4 dient das Touchpad als Eingabegerät. Hier genügt eine Wischbewegung, schon setzt sich der Held in Bewegung.

Fazit: Cerulean Moon liefert den eindrucksvollen Beweis, dass Hüpfspiele auch ohne Hüpftaste funktionieren. Levelgestaltung und Grafikstil stimmen ebenfalls optimistisch.

Weiter mit: Schlicht, Pawarumi, Nine Parchments, The Little Acre

Tags: Indie   Gamescom 2016   Kickstarter  

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