10 Indie-Spiele, auf die ihr euch freuen könnt - Schlicht, Pawarumi, Nine Parchments, The Little Acre

(Special)

Nummer 3: Schlicht

Land: Schweiz

Genre: Geschicklichkeit/Puzzle

Entwickler: Mr. Whale’s Game Service

Hersteller: Mr. Whale’s Game Service

System: Konsole, Mobile, PC, Mac

Erscheint voraussichtlich: Q1 2017

Rechts prima zu sehen: Wenn die weiße Kugel einen schwarzen Strahl durchquert, wird dieser für kurze Zeit unterbrochen.Rechts prima zu sehen: Wenn die weiße Kugel einen schwarzen Strahl durchquert, wird dieser für kurze Zeit unterbrochen.

Schlicht aus der Feder des Schweizer Indie Studios Mr. Whale’s Game Service setzt sich aus den Worten „Schatten“ und „Licht“ zusammen und trifft den Nagel auf den Kopf. Denn streng genommen geht es bei diesem Geschicklichkeitsspiel um eben diese Elemente, zu Spielbeginn repräsentiert durch eine schwarze und eine weiße Kugel. Das Grundprinzip jedes Levels: Die weiße Kugel kann schwarze Strahlen und Flächen durchqueren, explodiert jedoch wenn sie gleichfarbige Levelobjekte berührt. Umgekehrt gilt für die schwarze Kugel, dass sie nur weiße Bereiche unversehrt passieren kann.

Konzipiert als reines Koop-Spiel besteht die Aufgabe der beiden Spieler nun darin, sich so zu koordinieren, dass beide Figuren den in ihrer Farbe gekennzeichneten Zielpunkt erreichen. Hört sich einfach an, entpuppt sich in der Praxis jedoch als echte Herausforderung für sämtliche Hirnwindungen. Vor allem, weil die Teilnehmer tatsächlich nur weiterkommen, wenn sie ständig zusammenarbeiten. Etwa indem sie Strahlen der jeweils anderen Farbe im richtigen Moment blockieren – und umgekehrt. Variation erhält das simple wie geniale Konzept durch unterschiedliche große Figuren und weitere Formen, darunter ein Quader und ein Dreieck. Eine minimalistische, dennoch überraschend farbenfrohe Optik sowie ohrwurmigen Synthi-Beats runden den Knobelspaß ab.

Fazit: Cleverer Koop-Puzzler für Team-Knobler. Speziell im Time Attack Modus qualmt das Oberstübchen ganz gewaltig.

Nummer 4: Pawarumi

Land: Frankreich

Genre: Schießspiel

Entwickler: Manufacture 43

Hersteller: Manufacture 43

System: PC, Mac, Linux

Erscheint voraussichtlich: 2017

Freude gepflegter Action kommen hier voll auf ihre Kosten. Das finale Spiel soll fünf Levels bieten.Freude gepflegter Action kommen hier voll auf ihre Kosten. Das finale Spiel soll fünf Levels bieten.

Schießspiele gibt es wie Sand am Meer. Pawarumi vom französischen Indie-Team Manufacture 43 allerdings sticht gleich mit mehreren interessanten Spiel-Mechanismen aus der Masse hervor. Um diese besser zu verstehen, sei zunächst erwähnt, dass Pawarumi in einer alternativen Realität spielt. Die präkolumbianischen Zivilisationen wurden nie ausgerottet und haben sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Gleichzeitig gelang es ihnen, den Umgang mit Licht und Gravitation zu perfektionieren, sowie den Kontakt mit drei Gottheiten herzustellen.

Zu Spielbeginn nehmt ihr im Cockpit eines Raumschiffs namens Chukaru Platz. Chukaru ist gesegnet mit den Kräften der eben erwähnten Gottheiten. Heißt aufs Spiel übertragen: Euch stehen zu jeder Zeit drei Schussarten zur Verfügung, die es je nach Situation geschickt einzusetzen gilt. Schlangen-Projektile (grün) etwa sind besonders wirksam gegen Feindraumschiffe vom Typ Jaguar (orange). Jaguar-Projektile richten besonders viel Schaden an, wenn ihr sie gegen Condor-Einheiten (silber) einsetzt. Condor-Waffen wiederum zerfetzen Schlangen-Schiffe im Handumdrehen. Der Clou: Setzt ihr die Waffen in umgekehrter Reihenfolge ein (also zum Beispiel orange gegen grün), teilt ihr zwar nicht so viel Schaden aus, ladet jedoch eure Smartbomb auf. Doch damit nicht genug: Pulverisiert ihr Feindeinheiten einer bestimmten Farbe mit der korrespondierenden Waffe (also zum Beispiel grüne Gegner mit grünen Geschossen), tanken eure Schilde neue Energie und ihr erhaltet zusätzliche Punkteboni. Zugegeben, die Mechanik braucht etwas Eingewöhnung, sorgt dann jedoch für erstaunlich viel Tiefgang.

Fazit: Knallbunter Ballerspaß mit ausgetüfteltem Kampfsystem. Auch Präsentation und Bosskämpfe machen Lust auf mehr.

Nummer 5: Nine Parchments

Land: Finnland

Genre: Koop-Shooter

Entwickler: Frozenbyte

Hersteller: noch nicht bestätigt

System: PC, PS4, Xbox One

Erscheint voraussichtlich: 2017

Feinde stürmen in der Regel zu Dutzenden auf die Helden zu. Wohl dem, der Rücken an Rücken kämpft.Feinde stürmen in der Regel zu Dutzenden auf die Helden zu. Wohl dem, der Rücken an Rücken kämpft.

Pünktlich zur diesjährigen gamescom kündigte Frozenbytes (Shadowgrounds, Trine 1-3) mit Sitz im finnischen Helsinki sein neues Koop-Abenteuer Nine Parchments an. Bis zu vier Spieler schlüpfen darin in die Gewänder motivierter, jedoch wenig disziplinierter Jungmagier. Diese beschließen gleich zu Spielbeginn, ihr neunjähriges Training in der Astral Academy auf zwei Jahre zu verkürzen. Wie zu erwarten, beschwört der kühne Plan eine ganze Menge Ärger herauf.

Eure Aufgabe ab diesem Zeitpunkt: Mit vereinten Kräften und durch geschickten Einsatz immer neuer Zauberkräfte springende Dinosaurier, polternde Steingolems und anderes Feindpack ins Nirvana schicken. Große Besonderheit bei Nine Parchments: Alle Gegner sind prozedural generiert. Die Wahrscheinlich bei einem zweiten Spieldurchlauf auf bekannte Halsabschneider zu treffen, ist somit verschwindend gering.

Schade: Über das Heldenquartett, bestehend aus geheimnisvollem Katzenmensch, entschlossenem Maskenträger, kecker Zauberin und rüstigem Rauschebart, ist bisher noch wenig bekannt. Dagegen sicher: Ähnlich wie bei allen drei Trine-Teilen greifen die Finnen auch hier wieder richtig tief in den Farbtopf. Das Resultat sind knallbunte Szenarien und ein Zauberspruch-Inferno, das selbst Merlin und Gandalf ehrfürchtig staunen lässt.

Fazit: Zackige Ballerei mit Horden prozedural generierter Feinde. Zahlreiche Roguelike-Elemente sorgen für die nötige Herausforderung.

Nummer 6: The Little Acre

Land: Irland

Genre: "Point’n’Click"-Abenteuer

Entwickler: Pewter Games Studios

Hersteller: Pewter Games Studios

System: PC, Mac, Xbox One

Erscheint voraussichtlich: 2016

Für ein Indie-Abenteuer sieht Little Acre wirklich schick aus. In Bewegung dreht es dann noch mal so richtig auf.Für ein Indie-Abenteuer sieht Little Acre wirklich schick aus. In Bewegung dreht es dann noch mal so richtig auf.

Das in Irland entwickelte The Little Acre beginnt mit einer typischen Zeitreise-Misere. Held Aidan sucht gerade nach seinem verschollenen Vater und stößt dabei auf eine seltsame Maschine, die ihn aus dem Irland der 1950er Jahre in eine bizarre Fantasy-Welt teleportiert. Dort angekommen gilt es nun, einen Weg zurück nach Hause zu seiner Tochter Lily zu finden. Witzige Idee: Während die bisher gezeigten Aidan-Abschnitte aus der Perspektive von schräg oben ablaufen, steuert ihr Lily aus der klassischen Seitenansicht.

Den fantastischen, handgezeichneten Animationen mit ihren zwölf Bildern pro Sekunde tut das übrigens keinen Abbruch. Egal ob Lily nun von Hund Dougal in einer selbstkonstruierten Schleuder über eine Steinmauer katapultiert wird oder Aidan einem Seeungeheuer mit seinem Holzschwert in die glibbrige Zunge piekst – Little Acre sieht in Bewegung einfach zum Anbeißen aus und hört sich obendrein richtig gut an. Kein Wunder, die Macher konnten unter anderem einen namhaften irischen Youtuber als Synchronsprecher für Aidan verpflichten. Spannend für Genre-Kenner: Wie auf der gamescom bekannt wurde, ist mittlerweile sogar Adventure-Legende Charles Cecil (Baphomets Fluch) als ausführender Produzent an Bord. Ein weiterer Grund, dieses Spiel auf dem Radar zu behalten.

Fazit: Liebevoll gemachtes Abenteuer mit sympathischen Helden, sehenswerten Animationen und gelungener Synchronisation.

Weiter mit: Yooka-Laylee, Forma 8, Code 7, Deliver us the Moon

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Tags: Indie   Gamescom 2016   Kickstarter  

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