Die 10 interessantesten VR-Erlebnisse der gamescom - Here They Lie, Batman - Arkham VR, Super Stardust Ultra VR, Rise of the Tomb Raider

(Special)

Nummer 3: Here They Lie

Genre: Horror

Entwickler: Tangentlemen, Sony Santa Monica Studio

Hersteller: Sony

System: PS VR

Erscheint: voraussichtlich Ende 2016

Webseite: http://sms.playstation.com/here-they-lie/

Der monochromatische Grafikstil unterstreicht den subtilen Horror zusätzlichDer monochromatische Grafikstil unterstreicht den subtilen Horror zusätzlich

Mit Here They Lie reift beim cirka 15 Mann starken Indie-Entwickler Tangentlemen ein psychologischer Horror-Thriller heran, den ihr wahlweise auf dem Fernseher oder mit PlayStation VR erleben könnt. Erdacht von Corry Davis (dem ehemaligen kreativen Leiter von Spec Ops - The Line) und Toby Gard (dem Miterfinder von Tomb Raider), dreht sich hier alles um subtilen Psycho-Horror wie ihr ihn aus Filmen wie „The Shinning“, "Under the Skin“ oder „Beyond the Black Rainbow“ kennt.

Schon der Startbildschirm schlägt auf den Magen. Denn kaum habt ihr die Videobrille für einige Sekunden auf, versinkt euer Alter Ego im Boden und wird in eine bizarre Traumwelt hineingesogen. Ausgerüstet mit nicht mehr als einer Taschenlampe besteht eure primäre Aufgabe nun darin, euch einen Weg durch einen finsteren, verrotteten U-Bahn-Tunnel zu bahnen. Wind pfeift hörbar im Hintergrund, als plötzlich überall tote Körper sichtbar werden. Zumindest für einige Sekunden, dann dimmen die Macher alle Lichtquellen und ihr blickt nur noch ins pechschwarze Nichts. Herzrasen und erste Anflüge von Raumangst sind die Folge.

Weitere Spielabschnitte hinterlassen einen ähnlich verstörenden Eindruck. Etwa wenn ihr auf wundersame Weise Wände empor lauft, von einem schnaufenden Mann verfolgt werdet, sich der Boden wie Wackelpudding zu bewegen beginnt und zu allem Übel auch noch ein fliegender Hammerhai auftaucht. Höhepunkt des bisher gezeigten Materials: Ein in Flammen stehender Anzugträger, der schnurstracks auf euch zuläuft. Dicht gefolgt von den mahnenden Worten einer Frauenstimme: „Manchmal existiert die Dunkelheit aus einem ganz speziellen Grund.“

Fazit: Dunkel, dunkler, Here They Lie. Wenn euch Resident Evil 7 in VR nicht den Angstschweiß auf die Stirn treibt, dann spätestens das hier. Definitiv nichts für Menschen mit schwacher Herzmuskulatur!

Nummer 4: Batman - Arkham VR

Genre: Detektiv-Spiel

Entwickler: Rocksteady Studios

Hersteller: WB Games

System: PS VR

Erscheint: voraussichtlich 13. Oktober 2016

Webseite: www.batmanarkhamvr.com/de-de

Batman - Arkham VR: Dank präziser Move-Controller-Unterstützung ist die Interaktion mit Batarang und Co. ein Kinderspiel.Batman - Arkham VR: Dank präziser Move-Controller-Unterstützung ist die Interaktion mit Batarang und Co. ein Kinderspiel.

Nach drei berauschenden Action-Abenteuern mit Batman widmen sich die Perfektionisten von Rocksteady Studios nun dem Trendthema VR. Statt den Dunklen Rächer aus der Verfolger-Perspektive zu steuern, schlüpft ihr in Batman - Arkham VR direkt in Batmans hochmodernen Kampfanzug. Und genau damit beginnt die Demo auf der gamescom dann auch: Auf Anraten von Butler Alfred greift ihr aus der Ego-Perspektive mit euren virtuellen Händen nach einem Schlüssel, welcher ein altes Piano entriegelt. Jetzt noch ein bisschen auf den Tasten klimpern und schon öffnet sich der geheime Zugang zur unterirdischen Batcave.

Im Ankleideraum der detailverliebten Anlage habt ihr zunächst einmal die Aufgabe, Batarang, Batclaw und ein Analyse-Gerät anzulegen. All das klappt kinderleicht und präzise mit Hilfe der links und rechts gehaltenen Move-Controller. Zu guter Letzt stülpt ihr euch noch den Helm über und erblickt euer Alter Ego zur Belohnung in Echtzeit animiert im Spiegel – grandios! Noch beeindruckter ist allerdings die Fahrtstuhlfahrt in die unteren Ebenen der Fledermaushöhle. Ihr spürt förmlich in der Magengegend, wie es nach unten geht.

Der zweite Teil der Demo steht ganz im Zeichen klassischer Detektiv-Abschnitte, wie ihr sie bereits aus Batman - Arkham Knight kennt. In einer versifften Hinterhofgasse irgendwo in Gotham City gilt es, einen gerade verübten Mord zu untersuchen. Mittel zum Zweck ist einmal mehr das mächtige Analyse-Tool. Mit seiner Hilfe scannt ihr verdächtige Orte und spult dreidimensionale Rekonstruktionen des Tathergangs aus verschiedenen Perspektiven vor und zurück. Wer sich aufmerksam umschaut, stößt so fix auf Fingerabdrücke eines Zeugen, der allem Anschein nach zur Bande des Pinguin gehört ...

Fazit: Egal ob ihr nun Ausrüstung testet, die Bathöhle bewundert oder Mordfälle rekonstruiert, Batman - Arkham VR übt dann schicker Grafik und brillanter Move-Steuerung eine unglaubliche Sogwirkung aus. Wenn der Rest des Spiels ähnlich mitreißt, wird sich das hier zu einem echten "PS VR"-Vorzeigespiel entwickeln.

Nummer 5: Super Stardust Ultra VR

Genre: Shooter

Entwickler: Housemarque

Hersteller: Sony

System: PS VR

Erscheint: voraussichtlich 13. Oktober 2016

Super Stardust Ultra VR: Der Wechsel hin zur Ego-Perspektive ist etwas ungewohnt, funktioniert spielerisch aber erstaunlich gut.Super Stardust Ultra VR: Der Wechsel hin zur Ego-Perspektive ist etwas ungewohnt, funktioniert spielerisch aber erstaunlich gut.

Housemarque ist nicht nur einer der ältesten finnischen Spieleentwickler, sondern zudem weltberühmt für seine zahlreichen "Twin Stick"-Shooter. Ganz oben auf der Beliebtheitsliste steht zweifelsohne Super Stardust HD, das seit seinem Debüt auf der PS3 im Jahr 2007 kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Auf der PSP folgte 2008 Super Stardust Portable, auf der PS Vita im Jahr 2012 Super Stardust Delta und auf der PS4 2015 Super Stardust Ultra. Entsprechend wundert es kaum, dass die Reihe nun auch auf PlayStation VR fortgesetzt wird. Was viele Anhänger wahrscheinlich noch nicht wissen: Im Gegensatz zu Super Stardust Ultra krempelt Super Stardust Ultra VR ein zentrales Spielelement komplett um. Gemeint ist die bewährte Perspektive von oben, welche hier durch eine Ego-Perspektive ersetzt wird. Ihr schlagt also nicht mehr aus der Draufsicht Welle um Welle an Alien-Einheiten zurück, sondern erlebt die Action – genau wie in Battlezone – aus der Cockpit-Perspektive.

Die Steuerung ist denkbar einfach. Während der linke Analog-Stick euer Vehikel beschleunigt, abbremst oder nach links und rechts ausweichen lässt, dreht der rechte Stick euer Gefährt um die eigene Achse. Das Fadenkreuz wiederum folgt euren Kopfbewegungen. Ihr müsst Feindeinheiten also nur noch angucken, um sie dann mit der RT-Taste unter Beschuss zu nehmen. Ebenfalls clever gelöst: Haltet ihr LT gedrückt, werden einer oder mehrere anvisierte Gegner markiert. Dann loslassen und ein Schwarm zielsuchender Raketen erledigt den Rest. Power-ups wie zusätzliche Schildenergie, EMP Impuls, Punktemultiplikatoren und so weiter sind natürlich auch Teil der Spielerfahrung. Und sollte es mal richtig eng werden, zündet ihr durch Drücken von R3 einen Nachbrenner – sehr praktisch, wenn mal wieder Feindverbände aus der Luft angreifen.

Fazit: Rasante Alien-Jagd aus der Ego-Perspektive. Ob es die Langzeitmotivation des Originals erreicht, kann allerdings nur die Testversion zeigen. Schade: Ein Mehrspieler-Modus ist bisher nicht bestätigt.

Nummer 6: Rise of the Tomb Raider - 20-jähriges Jubiläum

Genre: Action

Entwickler: Crystal Dynamics

Hersteller: Square Enix

System: PS4, PS VR

Erscheint: voraussichtlich 11. Oktober 2016

Webseite: www.tombraider.com/de/

In Blutsbande erkundet ihr eine heruntergekommene Version des Croft-Anwesens.In Blutsbande erkundet ihr eine heruntergekommene Version des Croft-Anwesens.

Auf Xbox One und PC ist Rise of the Tomb Raider ein alter Hut. Ganz anders auf der PlayStation 4. Hier erlischt zeitnah zum 20. Geburtstag der Marke die Microsoft-Exklusivität. Um auch Sony-Jünger erfolgreich zu umgarnen, veröffentlichen Entwickler Crystal Dynamics und Hersteller Square Enix am 11. Oktober die „Rise of the Tomb Raider – 20-jähriges Jubiläum“-Edition. Sie enthält zum einen das Hauptspiel und alle bisher erschienenen Download-Inhalte, zum anderen ergänzt sie einen kooperativ spielbaren Ausdauer-Modus, den auf Zombie-Action geeichten „Laras Alptraum“-Modus sowie die auch optional in PS VR spielbare Einzelspieler-Mission „Blutsbande“.

Größte Auffälligkeit beim Erstkontakt mit „Blutsbande“: Ihr schaut Lara nicht mehr über die Schultern, sondern steuert sie direkt aus Ego-Perspektive. Wohl wissend, dass diese Art der 3D-Navigation bei manchen Spielern für Übelkeit sorgen kann, implementieren die Kalifornier jedoch noch eine zweite Steuerungsart. Dazu einfach einen Zielort in Laras Nähe anvisieren, eine Taste drücken und schon teleportiert sich die Schatzsucherin dorthin. Klingt merkwürdig, wirkt dem "Motion Sickness"-Problem jedoch effektiv entgegen.

Im Kern geht es darum, das mittlerweile von Pflanzen überwucherte Croft-Anwesen nach einem uralten Familiengeheimnis zu durchstöbern. Fieses Feindpack stellt sich euch dabei übrigens nicht in den Weg. Stattdessen sucht ihr die grafisch gelungen inszenierte Umgebung nach Schlüsseln, Artefakten und Geheimgängen ab und löst kleinere Rätsel.

Fazit: Die VR-Inhalte sind zwar nur ein ganz kleiner Teil des eigentlichen Spiels und spielerisch sicherlich nicht der Weisheit letzter Schluss, runden die PS4-Fassung jedoch gelungen ab. Wer das Croft Anwesen schon immer mal durch Laras Augen erleben wollte, merkt sich den 11. Oktober vor.

Weiter mit: Farpoint, The Unspoken, Damaged Core, Star Trek - Bridge Crew

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Tags: Virtual Reality   Gamescom 2016  

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