Die 10 interessantesten VR-Erlebnisse der gamescom - Farpoint, The Unspoken, Damaged Core, Star Trek - Bridge Crew

(Special)

Nummer 7: Farpoint

Genre: Ego-Shooter

Entwickler: Impulse Gear / SIEA

Hersteller: Sony

System: PS VR

Erscheint: voraussichtlich 2017

Webseite: https://www.playstation.com/de-de/games/farpoint-ps4/

In Farpoint erlebt ihr intensive VR-Ballereien.In Farpoint erlebt ihr intensive VR-Ballereien.

Farpoint vom noch relativ unbekannten Entwickler Impulse Gear aus San Francisco lässt sich wohl am ehesten als bleihaltige Mixtur aus „Starship Troopers“ und „Der Marsianer“ beschreiben. Aus bisher noch ungeklärter Ursache strandet ihr auf einer außerirdischen Welt und müsst nun alles daransetzen, diese in einem Stück wieder zu verlassen. Denn auf dem Wüstenplaneten wimmelt es nur so vor tödlichen Krabbelwesen. Einziger Hoffnungsschimmer: Euer Waffenarsenal ist durchschlagend genug, um den Chitin-Ungeheuern zumindest eine Zeitlang die Stirn zu bieten. Beste Voraussetzungen also, für geradlinige Shooter-Action aus der Ego-Perspektive in schicker Optik.

Dass Farpoint seit der diesjährigen E3 für ziemlichen Wirbel sorgt, liegt jedoch weniger an der eigentlichen Spielidee, sondern vielmehr an der fantastischen Anpassung an den eigens dafür entworfenen Spezial-Controller. „PS VR Aim“ sieht aus wie eine futuristische Lightgun mit grell leuchtendem Lichtknubbel an der Spitze. Dazu gesellen sich zahlreiche intern verbaute Lagesensoren und alle Tasten, die ihr bereits vom Dual Shock Controller kennt – nur eben anders angeordnet.

Der "PS VR Aim"-Controller erleichtert das Zielen ungemein. Zudem fühlt sich die Benutzung einfach cool an.Der "PS VR Aim"-Controller erleichtert das Zielen ungemein. Zudem fühlt sich die Benutzung einfach cool an.

Der Rest erklärt sich von selbst. Einfach die sowohl für Links- als auch Rechtshänder konzipierte Waffe in Richtung Bildschirm halten, zielen und abdrücken, wenn ein Weltraum-Insekt vorbeischwirrt. Die Bewegung durch die Spielwelt erfolgt derweil über den Analogstick am Frontgriff, während Umschauen ganz einfach mit Hilfe der PS VR klappt. Was bleibt, ist ein tolles Mittendringefühl und die Illusion, tatsächlich eine futuristische Waffe in den Händen zu halten. Dagegen noch verbesserungsbedürftig: Eine klassische Kimme fehlt und auch der Rückstoß der Waffe ist nicht zu spüren. Da Farpoint nach aktuellem Stand aber erst im Laufe des nächsten Jahres erscheint, bleibt ausreichend Zeit zum Nachbessern.

Fazit: Die Paintball-Arena hat ausgedient! Wenn jetzt noch Abwechslung und Bossgegnerdichte stimmen und die Macher einen Versus-Multiplayer integrieren, stehen hier alle Zeichen auf Volltreffer.

Nummer 8: The Unspoken

Genre: Magier-Duell (vielleicht irgendwann ein eigenes Genre)

Entwickler: Insomniac Games

Hersteller: Oculus Studios

System: Oculus Rift

Erscheint: voraussichtlich November 2016

Webseite: www.insomniacgames.com/games/the-unspoken/

In The Unspoken dreht sich alles um packende Zauberspruch-Duelle gegen andere menschliche SpielerIn The Unspoken dreht sich alles um packende Zauberspruch-Duelle gegen andere menschliche Spieler

Insomniac Games – Macher von so bekannten Spiele-Serien wie Ratchet & Clank, Spyro und Resistance – scheint mehr und mehr Gefallen an der Virtuellen Realität zu finden. Nachdem im Juni das für Oculus Rift exklusive Action-Adventure Edge of Nowhere erschien, soll bereits Ende des Jahres ein weiteres Oculus-exklusives Spiel folgen: The Unspoken.

Die grundlegende Spielidee: Zwei Magier aus Fleisch und Blut betreten eine Arena und duellieren sich – jeweils auf meterhohen Säulen stehend – mit mächtigen Zaubersprüchen. Wer zuerst keine Lebensenergie mehr hat, verliert. Ein auf den ersten Blick simples Konzept, dem Insomniac North Carolina jedoch erstaunlich viel Spieltiefe einimpft. Hauptgrund hierfür ist die vorbildliche Unterstützung der brandneuen "Oculus Touch"-Controller. Um beispielsweise einen Zauberspruch zu selektieren, genügt es, die linke Handfläche anzuheben. Wollt ihr im Anschluss einen Schildzauber wirken, müsst ihr innerhalb einer vorgegebenen Fläche ein Quadrat in die Luft zeichnen. Um den Feind mit Feuerbällen einzudecken, reichen dagegen kurze Wurfbewegungen. Wer mag kann solche Zauber aber auch durch Gedrückhalten bestimmter Tasten aufladen, um noch mehr Schaden anzurichten. Oder ihr hämmert in einer Art Minispiel auf einen magischen Amboss und erschafft so einen gefährlichen Flammenspeer. Für das fertige Spiel versprechen die Entwickler über 25 grundverschiedene Zaubersprüche.

Die Herausforderungen besteht nun darin, gegnerische Zauber mit einem passenden Gegenzauber zu kontern. Der Schild etwa reflektiert Feuerbälle ganz hervorragend. Alternativ weicht ihr anfliegenden Projektilen aus, indem ihr euch von Plattform zu Plattform teleportiert, hinter Holzplanken Schutz sucht oder euch – ganz klassisch – einfach duckt. Bevor es in PvP-Duellen ernst wird, dürft ihr euch zudem in einem Übungsmodus mit Bots austoben.

Fazit: Tolle Steuerung, knallbunte Optik und jede Menge Spieltiefe: Sofern die Server zum Spielstart ausreichend gefüllt sind, könnte The Unspoken das ultimative VR-Erlebnis für alle "Harry Potter"-Anhänger werden.

Nummer 9: Damaged Core

Genre: Ego-Shooter

Entwickler: High Voltage Software

Hersteller: Oculus Studios

System: Oculus Rift

Erscheint: noch nicht bekannt

Webseite: http://www.high-voltage.com/games.htm

In Damaged Core könnt ihr die KI-Hirne eurer Gegner hacken und Einheiten wie diesen Kampfroboter auf Knopfdruck übernehmen.In Damaged Core könnt ihr die KI-Hirne eurer Gegner hacken und Einheiten wie diesen Kampfroboter auf Knopfdruck übernehmen.

Sei es nun Saints Row - Gat out of Hell, Mortal Kombat X oder Injustice – High Voltage Software ist einer derjenigen Entwickler, der größeren Studios immer wieder unter die Arme greift. Mit The Conduit für Wii konnte die Truppe aus Illinois jedoch 2009 bereits eine verhältnismäßig bekannte eigene Marke an den Start bringen. Ähnliches soll nun auch mit Damaged Core gelingen. Die Geschichte des VR-Ego-Shooters ist schnell zusammengefasst und stark auf Terminator getrimmt: In einer nicht allzu fernen Zukunft überträgt die Menschheit mehr und mehr Alltagsaufgaben an Maschinen mit Künstlicher Intelligenz. Zunächst klappt alles hervorragend, doch dann rebellieren die Blechbüchsen. Ein brillantes KI-Hirn namens The Core reißt die Kontrolle an sich und zettelt einen apokalyptischen Krieg an.

Der Spieler kämpft auf Seiten menschlicher Rebellen und übernimmt die Rolle einer Künstlichen Intelligenz mit der Fähigkeit, ihr Bewusstsein von einer Maschine zur nächsten zu „teleportieren“. Womit wir auch schon beim zentralen Spielelement wären. Auf Knopfdruck wechselt ihr zwischen verschiedenen Robotereinheiten auf dem Schlachtfeld hin und her – vorzugsweise so, dass euer aktueller Körper nicht in Flammen aufgeht. Schlecht wird euch dabei übrigens zu keiner Zeit, da die gerade aktive Roboter-Einheit in der Mehrzahl der Fälle an Ort und Stelle verweilt. Gelungen: Die fetzigen Schießereien sind so angelegt, dass ihr euch immer wieder in alle Himmelsrichtungen drehen müsst – die Immersion kommt entsprechend gut rüber. Nicht zuletzt weil eine Vielzahl von Waffen mit unterschiedlichen Feuermodi zur Verfügung stehen. Weniger gelungen: Grafisch haut euch das Gebotene noch nicht vom Hocker.

Fazit: Rasanter Ego-Shooter für zwischendurch. Wie stark das Spielprinzip auf Dauer variiert, bleibt gleichwohl abzuwarten.

Nummer 10: Star Trek - Bridge Crew

Genre: Simulation

Entwickler: Red Storm Entertainment

Hersteller: Ubisoft

System: PS VR, Oculus Rift, HTC Vive

Erscheint voraussichtlich 29. November 2016

Webseite: www.ubisoft.com/de-DE/game/star-trek-bridge-crew/

Ohne den Captain läuft gar nichts. Er muss sein Team optimal koordinieren.Ohne den Captain läuft gar nichts. Er muss sein Team optimal koordinieren.

Teamwork ist Trumpf – bei kaum einem anderen VR-Spiel auf der gamescom wurde dieses Motto so klar wie bei Star Trek - Bridge Crew. Denn nur wenn sich Kapitän, Steuermann, Waffenoffizier und Chef-Ingenieur ständig per Voice-Chat abstimmen und ihren individuellen Pflichten und Aufgaben auf der Brücke der U.S.S. Aegis nachkommen, kann die verzweifelte Suche nach einer neuen Heimatwelt für die Vulkanier gelingen. spieltipps macht die Probe aufs Exempel, schlüpft in die Rolle des Chef-Ingenieurs und erlebt 15 Minuten voller Dramatik und Schmunzelmomenten.

Bereits der Start der Mission begeistert: Ihr blickt in die Weiten des Weltalls und seht wie die U.S.S. Aegis vorbeizieht. Wenig später sitzt ihr auf eurem Kommandoposten und lauscht den Befehlen des Captains via Headset. In diesem Fall ist dies ein Entwickler von Red Storm Entertainment. Nacheinander spricht er die drei geladenen Journalisten an und sagt ihnen was zu tun ist. Während all dies geschieht, können wir bereits mithilfe der "Oculus Touch"-Controller in unserer linken und rechten Hand mit den verschiedenen Konsolen vor uns interagieren. Die Arme der Spielfigur sind dabei ebenso zu sehen wie die in Echtzeit animierten 3D-Modelle unserer Mitspieler und das zentrale Display der Brücke. Über dieses erfahren wir dann auch, was in der aktuellen Mission zu tun ist: Ein Stern steht kurz davor zu explodieren und würde die unweit entfernte Forschungsstation mit ins Verderben reißen. Es sei denn natürlich wir eilen in letzter Minute heran, beamen die Überlebenden an Deck der Aegis und verschwinden wieder.

Weitere Details der Geschichte wollen wir euch an dieser Stelle nicht verderben. Nur soviel: Die Geschichte selbst rückt schon bald in den Hintergrund und weicht hektischen Gesprächen zwischen den einzelnen Crew-Mitgliedern. „Noch mehr Energie auf die Schilde?“ „Soll ich die Warp-Spulen aufladen?“ „Verdammt, ich habe hier ein Klingonen-Schiff auf dem Radar!“ Bridge Crew wird von Ubisoft nicht umsonst als Social-VR-Experience eingestuft. Schöner Nebeneffekt: Dass die Grafik von Brigde Crew der anderer VR-Produktionen hinterherhinkt, fällt bei soviel angeregter Kommunikation kaum ins Gewicht. Was uns dagegen etwas Sorgen macht: Zumindest in der Rolle als Chef-Ingenieur war zwischendrin immer wieder mal Däumchendrehen angesagt. Weiteres Problem: Wie viel Spaß macht das, wenn man im Internet mit pöbelnden Kindern spielt, die nur Streit suchen?

Fazit: Grafisch und im Hinblick auf taktische Möglichkeiten bleibt Luft nach oben, die soziale Immersion jedoch ist kaum zu schlagen. Könnte eine ganze Flut ähnlich getrimmter Spiele nach sich ziehen.

Inhalt

Tags: Virtual Reality   Gamescom 2016  

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