Test Fallout 4 - Ein Season Pass voller Höhen und Tiefen

von Michael Krüger (31. August 2016)

Ein halbes Jahr lang erweiterte Bethesda die Welt von Fallout 4 mit neuen Inhalten. Nun ist es an der Zeit, einen Blick zurück zu werfen und zu beurteilen wie lohnenswert diese sind.

Zehn Monate nach der Veröffentlichung von Fallout 4 ist es soweit. Der letzte herunterladbare Inhalt erscheint und vervollständigt damit den Season Pass. Das ist der ideale Zeitpunkt, einen Blick zurück zu werfen und zu bewerten, wie gut die Investition ist und war.

Dabei unterscheidet sich euer Empfinden womöglich von dem anderer Spieler. Da Bethesda im Verlauf der Entwicklung den Preis des Season Pass von cirka 30 Euro nicht mehr als passend empfand, wurde er im März 2016 um etwa 20 Euro erhöht, womit der Gesamtpreis der herunterladbaren Inhalte seitdem fast doppelt so teuer wie zur Veröffentlichung von Fallout 4 ist. So konnten manche von euch sparen, mussten dafür aber die Katze im Sack kaufen. Unterm Strich entscheidet ihr am besten selbst, wie viel Geld euch die zusätzlichen Inhalte wert sind.

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Fallout - die ganze Wahrheit bis Fallout 4

Reichlich sind sie allemal. Die sechs herunterladbaren Inhalte, die in den vergangenen Monaten für Fallout 4 erschienen, umfassen ein breites Angebot aus Anpassungen, zusätzlichen Missionen und neuen Spielmechaniken. Dadurch variieren die Preise der einzelnen Erweiterungen. So steht es euch als Spieler auch frei, nur die Teile zu erwerben, die eurem Geschmack entsprechen. Wollt ihr beispielsweise nur neue Geschichten erleben, sind die Anpassungsneuerungen möglicherweise eher uninteressant für euch. Hier findet ihr nun alle wichtigen Informationen zu den Erweiterungen, damit ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt.

Automatron

Veröffentlichung: 22. März 2016
Ausrichtung: Handlung und Missionen
Einzelpreis: cirka 10 Euro

Worum geht's?

Jede Menge fiese Roboter tauchen im Commonwealth auf und hauen derbe auf den Putz. Eure Aufgabe lautet natürlich, die bösen Blechdosen in die Flucht zu schlagen. Dabei entdeckt ihr nicht nur neue Rüstungen, Waffen und Fähigkeiten, sondern auch die Möglichkeit, euren eigenen Roboter-Begleiter nach Herzenswünschen zu basteln. Hierfür stehen euch etliche neue Modifikationen und Teile zur Verfügung, die ihr im Verlauf der cirka fünfstündigen Handlung freischaltet. An deren Ende warten herausfordernde Gegner auf euch.

Diese Blecharmee hat es in sich!Diese Blecharmee hat es in sich!

Umfang

Fallout 4 - Automatron bietet eine ausgewogene Mischung aus neuen Spielmechaniken, einer kleinen Geschichte und jede Menge neuer Inhalte. Nicht nur neue Teile für Roboter, sondern auch Waffen- uns Rüstungsteile belohnen eure Mühen im Kampf gegen die teilweise recht fiesen Gegner. Die neuen Roboterwesen sind mitunter nämlich irre zäh und schnell.

Fazit

Die Handlung von Automatron ist recht kurz und bietet kaum Überraschungen. Auch die neuen Möglichkeiten sind eher überschaubar. Die Mischung passt jedoch super und ist verglichen mit anderen Erweiterungen in diesem Preissektor auch von Seiten des Umfangs in Ordnung. Dass es auch anders geht, zeigte Bethesda aber bei den Erweiterungen zu Fallout 3 und Fallout - New Vegas. Dadurch ist auch nachvollziehbar, dass nicht jeder Spieler zufrieden mit dem ersten herunterladbaren Inhalt für Fallout 4 ist.

Tipps und Tricks zu Automatron:

Wasteland Workshop

Veröffentlichung: 12. April 2016
Ausrichtung: Ausbau der Siedlung
Einzelpreis: cirka 5 Euro

Worum geht's?

Fallout 4 - Wasteland Workshop ist die erste der drei Workshop-Erweiterungen für Fallout 4. Diese konzentrieren sich fast ausschließlich auf neue Möglichkeiten für den Ausbau eurer Siedlungen. Dennoch verfügen alle drei jeweils über ein ausgeschmücktes Thema. Im Falle von Wasteland Workshop bekommt ihr jede Menge nette Spielsachen, um morbide Kampfarenen zu gestalten. Ausgestattet mit allerhand Fallen und automatisierten Käfigen könnt ihr hier eure ganz persönlichen "Hunger-Spiele" veranstalten.

Neue Waffen testet ihr künftig direkt an Todeskrallen.Neue Waffen testet ihr künftig direkt an Todeskrallen.

Umfang

Bei diesem herunterladbaren Inhalt für Fallout 4 handelt es sich zweifelsohne um den kleinsten. Neben Käfigen, in denen nach einiger Zeit bestimmte Bestien auftauchen, bekommt ihr hauptsächlich Bauteile für Kampfarenen, Fallen und Dekoration. Letztere sind auch unabhängig vom Thema "Monster" gut einsetzbar.

Fazit

Da mittlerweile klar ist, dass die Erweiterungen von Fallout 4 sich inhaltlich stark unterscheiden, könnt ihr sicher auch gut darüber hinwegsehen, dass Wasteland Workshop ohne neue Missionen daherkommt. Für sich genommen bieten die neuen Inhalte eventuell nicht genug, doch passen sie super in das Gesamtbild. Besonders die Leuchtbuchstaben und der Dekontaminierungsbogen entpuppen sich als ziemlich praktisch. Wasteland Workshop liefert zu wenig für einen Einzelkauf, ist allerdings ein wunderbarer Bestandteil des Season Passes.

Tipps und Tricks zu Wasteland Workshop:

Far Harbor

Veröffentlichung: 19. Mai 2016
Ausrichtung: Handlung und Missionen
Einzelpreis: cirka 25 Euro

Worum geht's?

Die Erweiterung Fallout 4 - Far Harbor bietet den größten Umfang. Die Handlung verschlägt euch raus aus dem Commonwealth auf die unheimliche Insel Far Harbor, die im dichten Nebel liegt. Eigentlich begebt ihr euch lediglich dorthin, um die verschwundene Tochter eines älteren Pärchens zu suchen. Doch neben der Hauptgeschichte, die euch tief in die gefährliche Wildnis der Insel führt, erlebt ihr eine Reihe interessanter Nebenmissionen. Bestimmte Abschnitte finden sogar in einer Art virtuellen Realität statt. Abwechslung wird auf der dieser Insel in jedem Fall geboten.

Wirklich einladend sieht die Insel eigentlich nicht aus.Wirklich einladend sieht die Insel eigentlich nicht aus.

Umfang

Als erste Handlungserweiterung für Fallout 4 bringt euch Far Harbor ein dickes Paket an Geschichten. Die Insel ist trotz des dichten Nebels abwechslungsreich und führt euch durch recht unterschiedliche Areale. Dabei begegnen euch neue und bekannte Fraktionen, die jede für sich unterschiedliche Ziele auf der Insel verfolgen. Seid ihr in eurem Handeln erfolgreich, warten jede Menge neuer Waffen und Rüstungen auf euch. Passend zum Thema sticht besonders die Harpunenkanone hervor. Damit pfählt ihr eure Gegner mit einem Schuss.

Fazit

Die Insel Far Harbor begrüßt euch bereits deutlich düsterer und unheimlicher als ihr es aus dem Hauptspiel gewohnt seid. Die Wälder sind etwas monoton, doch ihr findet immer wieder interessante Orte, die ihr hier nicht erwartet hättet. Von verlassenen Hotels über eine Getränke-Fabrik bis hin zum Observatorium - die Aufgaben führen euch durch ein breites Spektrum an Eindrücken. Solltet ihr spannende Geschichten in Fallout 4 suchen, lohnt sich ein Ausflug auf diese Insel auf jeden Fall.

Tipps und Tricks zu Far Harbor:

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Tags: DLC   Open World   Singleplayer  

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