Vorschau Sea of Thieves: Das charmante Piraten-MMO

von Thomas Stuchlik (01. September 2016)

Willkommen in einem Online-Universum voll mit Schätzen, Freibeutern und Grog. Das findige MMO Sea of Thieves versetzt euch in den spannenden Piraten-Alltag.

Jetzt mal ehrlich: Die großen Tage des früheren Star-Entwicklers Rare sind längst vorüber! Denn aus einem der besten Zulieferer der SNES- und N64-Ära wurde ein Produzent für "Casual"-Spiele für Microsofts gescheitertes Kinect. Doch nun sind die Briten zurück und bringen frischen Wind im umkämpften, aber eingefahrenen Online-Bereich. Löblicherweise eifern die Macher aber nicht großen Produktionen wie World of Warcraft, League of Legends oder Overwatch nach. Stattdessen wollen sie endlich etwas Neues im MMO-Bereich bieten.

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Sea of Thieves: Online auf Kaperfahrt

Sea of Thieves macht euch zum Online-Piraten, der die Meere bereist und beraubt. Das Abenteuer erlebt ihr zusammen mit Kumpels, und es bietet interessante Tätigkeiten, die ihr sonst nirgends findet. Denn in welchem Spiel könnt ihr schon betrunken von Grog vor dem Lagerfeuer mit euren Freunden musizieren?

Die unerwartete Spielidee kommt für PC und Xbox One und wurde zuerst auf der Spielemesse E3 2016 enthüllt. Auf der gamescom 2016 im gerade erst vergangenen August zeigten die Macher zuletzt weitere Details und Anspielmöglichkeiten.

Die raue MMO-See wartet

Mit eurem selbsterstellten Charakter bereist ihr aus der Ego-Sicht die Meere mit kleinen wie großen Kähnen. Mit einem winzigen Segelbötchen kommt ihr vielleicht noch gut allein zurecht. Doch bei einem fetten Dreimaster wird es im Alleingang schwierig.

Allein oder mit Freunden reist ihr umher und kümmert euch um Tätigkeiten an Bord.Allein oder mit Freunden reist ihr umher und kümmert euch um Tätigkeiten an Bord.

Auf einem typischen Piratenschiff gibt es zahlreiche Aufgaben zu erledigen. Deshalb gesellt ihr euch zu einem kleinen Online-Team, um erstmal den Anker zu lichten. Dann sollte ein Team-Mitglied die Segel setzen, während ein anderes das Ruder übernimmt. Die Aufteilung der alltäglichen Tätigkeiten macht bereits einen gewissen Reiz des Spiels aus. Vor allem, wenn ihr mit Kumpels ein effektives Piraten-Team bildet.

Gibt es gerade nichts zu tun, besucht ihr die schicke Kapitänskajüte oder schaut unter Deck nach der Fracht. Doch ein wichtiger Arbeitsplatz sollte dabei nicht unbemannt bleiben: Im Ausguck genießt ihr nicht nur die schöne Aussicht über die sonnige See, sondern erkennt auch frühzeitig Gefahren. Schließlich treiben sich auf den MMO-Meeren andere Piraten auf ihren Schiffen herum.

Freund oder Feind?

Am Horizont lassen sich langsam andere Kähne blicken. Sind sie feindlich gesinnt? Handelt es sich um ein harmloses Ruderboot oder eine gefährliche Fregatte? Machen sie Jagd auf alles was sich bewegt oder haben sie euch nicht einmal bemerkt? Die Spannung steigt, sobald ihr näher kommt.

Schiff Ahoi! Mit Kanonenfeuer zerlegt ihr das Gegenüber Stück für Stück.Schiff Ahoi! Mit Kanonenfeuer zerlegt ihr das Gegenüber Stück für Stück.

Letztlich solltet ihr die Kanonen nachladen und auf den potentiellen Feind ausrichten. Spätestens hier fühlt sich das Geschehen an wie in Assassin's Creed 4 - Black Flag. Denn mit eurem Schiff bugsiert ihr euch an den Gegner heran, um ihm die volle Breitseite zu geben. Dabei solltet ihr auch die Ballistik der Eisenkugeln einkalkulieren. Nicht einfach, denn Sea of Thieves verzichtet weitgehend auf Bildschirmeinblendungen.

Der Hagel an Kanonenkugeln demoliert obendrein nicht nur das feindliche Schiff, ihr solltet euch auch um etwaige Reparaturen kümmern und schnellstens Lecks an den Schiffswänden oder sonstige Schäden flicken. Beim Seegefecht ist ein wenig Taktik gefragt. Beispielsweise senkt ihr kurzzeitig den Anker, um schnell zu wenden.

Ein eingespieltes Team?

Laut Entwickler sind vier- bis sechsköpfige Online-Besatzungen für optimale Abläufe an Bord nötig. Jedoch ist es notfalls auch möglich, dicke Schiffe alleine zu bedienen - wenn auch nur sehr umständlich. Dabei ist den Machern noch unklar, ob sie für die zwingend notwendige Kommunikation auf Sprach-Chat oder vorgefertigte Kommandos setzen sollen.

Legt an Inseln an, um deren Geheimnisse zu lüften und Schätze zu heben.Legt an Inseln an, um deren Geheimnisse zu lüften und Schätze zu heben.

Die Seeschlachten sollen übrigens nur einen kleinen Teil des Spiels ausmachen. Vielmehr seid ihr mit Schatzsuche und dem Erkunden unbekannter Inseln beschäftigt. Genau hier wird das Zusammenspiel der Online-Kameraden vielleicht auf eine schwierige Probe gestellt. Wollt ihr einen gefundenen Schatz aufteilen oder lieber alleine einheimsen?

Die idyllischen Umgebungen täuschen übrigens, denn oftmals lauern noch andere Gefahren als nur feindlich gesinnte Freibeuter. Ihr stellt euch unter anderem fiesen Eingeborenen, untoten Skeletten und Meeresungeheuern. Das Spiel steckt scheinbar voller typischer Piratenklischees.

Ein Hauch von Jack Sparrow

Was das Piratenabenteuer wirklich auszeichnet, ist der charismatische Stil. Sea of Thieves sieht aus, als hätte man den Film "Fluch der Karibik" als Comic umgesetzt. Entsprechend witzig geht es hier zu.

Nicht vergessen: Das Saufen ist ein fester Bestandteil des Piraten-Alltags.Nicht vergessen: Das Saufen ist ein fester Bestandteil des Piraten-Alltags.

Denn jederzeit greift ihr aus der Ich-Perspektive zum Krug voller Grog. Nach einigen Schlucken schwankt die Umgebung um euch herum. Wie anfangs erwähnt, dürft ihr außerdem Sauf-Lieder anstimmen. Dazu packt ihr Klampfe oder Ziehharmonika aus, um euren Kumpels ein Ständchen zu geben. Das sollte für gute Stimmung bei geselligen Nächten am Lagerfeuer sorgen.

Zwar spielt das Geschehen in einer Online-Welt, jedoch werdet ihr hier nie alle Spieler antreffen. Stattdessen unterteilen die Entwickler die Zockergemeinschaften in einzelne Instanzen. Das soll für weniger Frust sorgen, verhindert jedoch auch Massenschlachten.

Optisch gefällt das Gezeigte bereits mit farbenfroher Kulisse und dynamischen Tageszeiten. Vor allem aber überzeugt die hohe See mit ihrem Wellengang samt glitzernden Brechern. Sea of Thieves ist für PC und Xbox One angekündigt, doch noch ist unsicher, ob beide Plattformen zusammen spielen dürfen.

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Tags: Multiplayer   Open World   Online-Zwang  

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