Fantastische Welten: Auf diese Rollenspiele könnt ihr euch freuen - Persona 5, South Park, The Surge, Final Fantasy 7 - Remake

(Special)

Nummer 7: Persona 5

Bei der Erwähnung des Namens "Persona" wird erprobten Rollenspielern ganz warm ums Herz. Das etwas andere Rollenspiel aus Japan besticht seit jeher durch seinen einzigartigen Stil, seine bis zur Perfektion durchdachte Balance, großen Umfang und mitreißende und persönliche Geschichten. Persona 5 soll diese seit 1987 bestehende Tradition fortsetzen und muss sich vor allem gegenüber seinen gelungenen Vorgängern beweisen. Das wird nicht leicht!

Im Software-Haus Atlus entsteht der kommende Serienteil. Die Schöpfer der Reihe entführen euch wieder in eine zeitgenössische Umgebung, in der eine düstere Legende, eine sogenannte Urban Legend, als Grundlage für die oft bizarren Ereignisse im Spiel dient. Diesmal dreht sich alles um das Thema: "Die sieben Todsünden." Als scheinbar vollkommen durchschnittlicher Schüler werdet ihr in eine Welt geworfen, in der nichts mehr so ist wie es sein sollte. Gut, dass besagter Schüler zum richtigen Zeitpunkt entdeckt, dass übernatürliche Fähigkeiten in ihm heranreifen. Tagsüber seid ihr nach wie vor ein normaler Schüler, der mit anderen Jugendlichen auf sozialer Ebene interagiert, sich typischen schulischen Problemen stellt und Freundschaften pflegt.

Bricht jedoch die Nacht über die Stadt herein, wird er zu einem regelrechten Superhelden, der gegen die Mächte des Bösen kämpft. Der Spielablauf orientiert sich vor allem an Persona 3 und Persona 4, die bereits auf der PlayStation 2 Meilensteine in moderner Spielgestaltung waren. Das bedeutet, dass ihr in einer gut ausgewogenen Mischung aus Schulleben-Simulator, aktueller japanischer Pop-Kultur und rundenbasierender Dungeon-Erforschung tätig sein werdet. Die Grafik basiert auf einem eigens entwickelten Gerüst, das in gewohnt farbenfrohem, aber durchaus dunklem und bedrohlich wirkenden Comic-Stil das Abenteuer auf den Bildschirm zaubert. Erstaunlicherweise sollen auch Besitzer einer PS3 nicht leer ausgehen, Helden mit einer Xbox One hingegen schon.

Erscheint voraussichtlich: 14. Februar 2017

Systeme: PS3, PS4

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Nummer 8: South Park - Die rektakuläre Zerreißprobe

Es müssen nicht immer mittelalterlich geprägte, archaische Ländereien oder weit entfernte Galaxien sein, um darin ein vollwertiges Rollenspiel anzusiedeln. Wie wäre es mal mit einem kleinen Städtchen im US-Bundesstaat Colorado? Nicht interessiert? Auch nicht, wenn es sich dabei um das berühmt-berüchtigte South Park handelt, in dem schon seit geraumer Zeit Superhelden und Superbösewichter die Gegend unsicher machen? Ah, sieh an! Da klingelt mehr als nur ein Glöckchen im popkulturellen Zentrum eurer Erinnerungen. Dort, also sowohl in jener Stadt als auch in eurem Kopf, findet South Park - Die rektakuläre Zerreißprobe statt.

South Park ist seit 20 Jahren an der vordersten Front kultiger Animationsserien. Mit knallharten, geschmacklosen, politisch dermaßen unkorrekten und oft herausfordernden Inhalten ist die Serie absolut nichts für Kinder. Das erwachsene Publikum weiß aber den derben Humor und die oft sozialkritischen Themen, die die vier Grundschüler Eric (auch genannt Fettarsch, Großmaul, Schwabbelbacke, Schmalzgrab oder Kotzkrücke), Kyle, Stan und Kenny (wenn er nicht gerade mal wieder tot ist) behandeln, durchaus zu schätzen. Schon einmal gab es einen Rollenspiel-Ausflug des Quartetts. Während South Park - Der Stab der Wahrheit eher auf den Spuren von "Der Herr der Ringe" wandelte, widmet sich Die rektakuläre Zerreißprobe dem Thema: Superhelden.

Ihr schlüpft mal wieder in die Rolle des "Neuen in der Stadt", dessen Familie erst kürzlich in South Park eingezogen ist. Niemand ahnt, dass das scheinbar verschlafene Städtchen ein Tummelplatz für Außerirdische, Krebsmenschen, Nazi-Zombies und Götter ist. Superhelden fallen da schon gar nicht mehr auf. Das wird sich aber ändern, wenn der Coon (Eric) gegen den üblen Professor Chaos (Butters) antritt. Spielerisch dürfte zwar nichts bahnbrechend Neues auf euch zukommen. Vermutlich werdet ihr wieder in rundenbasierten Kämpfen bizarre Gegner vermöbeln. Erzählerisch erwartet euch aber höchstwahrscheinlich grobes Holz direkt aus den Gehirnen der Serienschöpfer Matt Stone und Trey Parker. Spannend bleibt vor allem die Frage, ob das kommende Spiel einem ähnlichen Zensur-Wahnsinn unterzogen wird, wie zuvor Der Stab der Wahrheit. Dass verfassungsfeindliche Symbole nicht gezeigt werden dürfen, ist nachvollziehbar. Aber krude Szenen, in denen mit Analsonden hantiert wird und die der Schere zum Opfer fielen? Ein erwachsenes Publikum ist sicher in der Lage, damit umzugehen.

Erscheint voraussichtlich: 6. Dezember 2016

Systeme: PS4, Xbox One, PC

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Nummer 9: The Surge

Noch eine deutsche Entwicklung reiht sich in diese Wunschliste ein: The Surge von Entwickler Deck 13 wandelt einmal mehr auf den Pfaden von Dark Souls. Allerdings handelt es sich diesmal nicht um eine konkrete Verneigung vor den bockschweren Rollenspielen aus Japan, sondern bestenfalls um die konsequente Weiterführung einer erprobten Idee. Mit Lords of the Fallen haben sich die Frankfurter bereits mit einem Action-RPG einen Namen gemacht. Das dunkle Machwerk rund um eine interdimensionale Invasion ist auch (nachdem ihr euch einen 6,5 Gigabyte großen Patch gezogen habt) durchaus ordentlich spielbar. Diesmal weichen aber dunkle Burgen, windumtoste Türme und muffige Katakomben ...

... einem Schrottplatz.

Richtig gelesen. In einer futuristischen Umgebung seid ihr mal nicht als strahlender Held oder bärbeißiger Ritter unterwegs, sondern als einfacher Arbeiter, der wohl den schlimmsten Arbeitstag aller Zeiten erlebt. Seine Kollegen verhalten sich wie aggressive Zombies und greifen alles an, was sich bewegt. In Echtzeitkämpfen zerlegt ihr sie ebenso wie riesige, aufmüpfige Roboter und bastelt euch aus deren Überresten neue, bessere Rüstungsteile. Der Kampfablauf erinnert wieder stark an Dark Souls, wobei ihr diesmal speziell nach Schwachpunkten bei den Gegnern suchen könnt. Nutzt ihr diese gekonnt aus, kann die Belohnung nach dem Kampf ein ganzes Stück besser ausfallen.

Was bisher von The Surge zu sehen war, macht Lust auf ein großes, dreckiges Rollenspielabenteuer. Die feine Optik vermittelt gekonnt den Charme einer nicht ganz so sorgenfreien Zukunft, die Bedrohung durch die zombieähnlichen Gegner wirkt authentisch und greifbar. Wenn sich das fertige Produkt so spielt wie es aussieht und sich anfühlt, dürft ihr gerne schon mal eure mechanischen Kampfanzüge warten. Auf jeden Fall ist The Surge ein Geheimtipp, bei dem es sich lohnt, ihn im Auge zu behalten.

Erscheint voraussichtlich: 2017

Systeme: PS4, Xbox One, PC

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Nummer 10: Final Fantasy 7 - Remake

Ein Final Fantasy kommt selten allein. Dieser Artikel beginnt mit einem "Final Fantasy"-Spiel. Was wäre also runder, als ihn auch mit einem solchen zu beenden? Daher begebt euch mit uns noch einmal in die Fantasy-Reiche von Square Enix. Diesmal geht es um den altehrwürdigen Teil 7 der Serie, oder genauer gesagt um die Neuauflage Final Fantasy 7 - Remake. Nach jahrelang andauernden lauten Rufen aus den großen Reihen der Anhängerschaft hat der japanische Hersteller endlich Gehör für das Flehen und will den bekanntesten Teil der Saga in neuem Glanz präsentieren. Das ist jedoch nicht ganz unumstritten.

Anstatt das gesamte Abenteuer in einem Komplett-Paket zu präsentieren, entschieden sich die Machthabenden bei Square Enix für die Veröffentlichung im Episodenformat. Das hat vielen potenziellen Käufern die Vorfreude vergällt. Produzent Yoshinor Kitase rechtfertigt die Entscheidung damit, dass eine Neuauflage unbedingt aufgeteilt werden muss, weil sonst zu viele Aspekte gestrichen werden müssten. Dann wiederum wurde gemunkelt, dass dieser Schritt aufgrud von Panik und Fehlentscheidungen vollzogen wurde. Wie auch immer: Eine episodische Veröffentlichung ist nach wie vor umstritten. Ein vollständigs Spiel auf einem Datenträger wäre aber sicherlich die bessere und zufriedenstellendere Lösung gewesen. Square Enix hat dahingehend wieder viel gut zu machen.

Und wie soll das gehen? Voraussichtlich wie folgt: Die Neufassung bleibt inhaltlich dem Original treu. Dafür werden sämtliche Grafiken ausgetauscht und durch zeitgemäße Optik ersetzt. Ein neues, dynamisches Kampfsystem soll die mitunter langwierigen rundenbasierten Gefechte ersetzen. Und zu guter Letzt weicht die comichafte Darstellung der Figuren einer realitätsorientierteren Präsentation. Das sind alles Pluspunkte, die für eine vollwertige Neuauflage sprechen. Nun, wir wünschen Square Enix viel Glück mit diese großen Vorhaben, denn Final Fantasy 7 - Remake wird von Spielern auf der ganzen Welt äußerst genau beäugt werden. Grobe Schnitzer könnten fatale Auswirkungen für die Firma haben, denn hat es gern, wenn ihm eine schöne Kindheitserinnerung kaputt gemacht wird.

Erscheint voraussichtlich: 2017

System: PS4

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Tags: Fantasy   Science-Fiction   Singleplayer  

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