Vorschau Dropzone: Kostenlose Moba-Taktik auf Speed für vier Spieler

von Thomas Stuchlik (21. September 2016)

Mit Dropzone versucht ein weiteres Moba ganz groß rauszukommen. Wie sich dieser Taktik-Mix spielt und was es wohltuend von seinen Konkurrenten abhebt, erfahrt ihr hier.

Mit Dropzone will das Entwicklerstudio Sparkypants ein weiteres Moba auf den Markt zu bringen. Bereits bei der ersten Präsentation in Berlin hat Dropzone einen guten Eindruck hinterlassen. Inzwischen läuft auch der Vier-Spieler-Modus.

Allerdings sind schon viele Spiele dieser Art an der übermächtigen Konkurrenz von League of Legends und Dota 2 gescheitert. Was macht dieses Spiel eines Studios aus Baltimore also anders?

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Dropzone: Moba trifft Echtzeitstrategie

Der Name Dropzone wurde schon vielfach bei Spielen verwendet. Bereits auf Ataris Heimcomputer und dem C64 gab es einen Shooter mit ganz ähnlichen Zielvorgaben. Daneben existiert eine Version für Game Boy, NES sowie ein Nachfolger namens Super Drop Zone für das Super Nintendo. Doch damit hat das neue Spiel nichts am Hut.

Zwar ist das Studio Sparkypants ein unbeschriebenes Blatt, doch die Entwickler sind es keinesfalls. Zu den Machern von Dropzone zählen auch Gründungsmitglieder von Big Huge Games, die unter anderem für Rise of Nations verantwortlich sind. Desweiteren konnte man sich den Produzenten des Taktikschwergewichts Dawn of War ins Boot holen. Hinter diesem Team steckt also einiges an Erfahrung im Strategie-Bereich. Dropzone konzentriert sich auf das Wesentliche: schnelle Gefechte ohne umständlichen Basisbau, die dennoch tiefgründige Strategien erfordern.

Menschheit mal wieder am Ende

Wegen des technischen Fortschritts der Menschheit werden die Ressourcen auf der Erde knapp. Deshalb sucht man in Zukunft im Weltall nach verwertbaren Energiequellen. Auf dem Jupitermond Europa wird man schließlich fündig. Forscher entdecken eine neuartige Energie und versiegeln sie in sogenannten Cores, metallischen Kernen. Doch die Menschheit ist nicht die einzige Rasse, die eine neue Energiequelle benötigt.

Die Kavash müssen vernichtet werden, um die wertvollen „Cores“ zu ergattern.Die Kavash müssen vernichtet werden, um die wertvollen „Cores“ zu ergattern.

Insektenartige Außerirdische, die sogenannten Kavash, sind ebenfalls hinter den Cores her. Durch ihre unglaubliche Anzahl wurde die Menschheit auf Europa einfach überrannt. Viele konnten flüchten, doch die "Cores" gingen verloren.

Nun liegt es an euch, die wertvolle Energiequelle zurück zu gewinnen. Zu diesem Zweck wurden die Core Hunter ausgebildet. Bei diesen handelt es sich um Piloten, die riesige Roboter, auch „Rigs“ genannt, steuern. Sie bilden die letzte Chance unserer Zivilisation. Die Blechmonster agieren immer in Dreierteams für kurz gehaltene Einsätze auf dem Jupitermond.

Schnelles Duell um die Cores

Die Tatsache, dass die Formation der „Core-Hunter“ aus drei Einheiten besteht, macht Dropzone besonders. Alle drei Mechs werden von einem Spieler gesteuert. Ihr schaltet jederzeit zwischen den „Rigs“ hin- und her oder steuert alle zusammen. So erledigt ihr mehrere Aufgaben gleichzeitig, was aus Dropzone eine gesunde Mischung aus Moba und Echtzeit-Strategie macht.

Der Spieler muss ständig den Überblick über seine drei Maschinen behalten.Der Spieler muss ständig den Überblick über seine drei Maschinen behalten.

Die Rigs unterteilen sich in drei Klassen, die es so gut wie in jedem Moba gibt: zum Ersten den Tank, der viel aushält und im Nahkampf sehr mächtig ist. Zum Zweiten den Jäger, der zwar unglaublich viel Schaden austeilt, aber auch wenig einsteckt. Zu guter Letzt existiert noch der Mechaniker, der das Team heilen und den Gegner bei diversen Aktionen behindern kann. Dabei ist es euch überlassen, wie ihr euer Team zusammenstellt. Wenn ihr wollt, könnt ihr auch mit drei Tanks oder zwei Mechanikern und einem Jäger spielen. Zwei weitere Klassen sind in Planung, diese sollen aber, laut Entwickler, untypisch für Mobas ausfallen.

Ein Partie in Dropzone dauert 15 Minuten, da nach Ablauf der Zeit die Kavash euch überrennen würden. Wer dann die meisten Punkte errungen hat, gewinnt. Bei Unentschieden entscheidet der nächste Punkt. Cores findet ihr bei abgeschossenen Kavash. Jedoch müsst ihr das wertvolle Gut dann in der Mitte der Karte abliefern, was schnell unerfreuliche Begegnungen mit dem Online-Gegner nach sich zieht.

Punkte gibt es auch durch einmalige Bonusziele, wie zum Beispiel die erste Zerstörung einer Maschine in der Partie. Wie für ein Moba typisch, erhaltet ihr bei einem Abschuss auch Erfahrungspunkte, doch in Dropzone hat die Sache einen Haken. Denn bei einem Stufenaufstieg kann nur ein Mech verbessert werden. Dass heißt ihr müsst euch gut überlegen, welcher „Rig“ am wichtigsten für den Sieg ist.

Rig Marke Eigenbau

Drei Einheiten klingen nach wenig, jedoch sorgt die „Gears“-Ausrüstung für die nötige Abwechslung. Dabei handelt es sich um Ersatzteile, mit denen ihr eure Mechs ausstattet.

In der Werkstatt rüstet ihr eure Rigs mit allen möglichen Waffen hoch. Auch der Pilot verleiht wichtige Boni.In der Werkstatt rüstet ihr eure Rigs mit allen möglichen Waffen hoch. Auch der Pilot verleiht wichtige Boni.

Jeder Rig-Roboter darf auf bestimmte Ausstattung zugreifen. Der Tank beispielsweise verfügt standardmäßig über einen „Pulverisierer“, mit dem Erdbebenstöße erzeugt werden. Diese Waffe kann aber beispielsweise durch einen Flammenwerfer ersetzt werden, um Gegner auf Distanz zu rösten. Insgesamt gibt es bereits über 100 dieser mechanischen Hilfsmittel. Weiter sollen folgen.

Auch die Wahl des Piloten ist entscheidend, denn dieser bestimmt über die ultimative Fähigkeit, die eure Einheit ab Stufe fünf einsetzen kann. Der Pilot Recon, der einen „Rig“ der Jäger-Klasse lenkt, verfügt über einen mächtigen Orbitalschlag. Währenddessen kann Vise seine Maschine beordern, das Durchhaltevermögen seiner Kameraden zu erhöhen und gleichzeitig die Werte der Gegner zu senken.

Spaß für Vier

Neben dem klassischen Zweikampf ist es auch möglich, Dropzone zu viert zu spielen. Dabei bilden jeweils zwei Spieler ein Team und zwölf „Rigs“ können sich in den Kampfarenen die Köpfe einschlagen.

Zufall oder Absicht? Bereits im 80er-Hit Dropzone für 8Bit-Computer sammelt man blaue Orbs und liefert sie ab.Zufall oder Absicht? Bereits im 80er-Hit Dropzone für 8Bit-Computer sammelt man blaue Orbs und liefert sie ab.

Eeine Kampagne für Solospieler soll es nicht geben, dennoch dürft ihr alleine gegen den Computer antreten. Außerdem ist das Spiel kostenlos und jeder Gegenstand ist erspielbar, aber Einkäufe mit realem Geld sind ebenfalls möglich. Desweiteren sind die Entwickler dabei, ihr Spiel für die ESL, der wichtigsten europäischen E-Sports Liga, anzumelden.

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Tags: Multiplayer   Free 2 play   E-Sport  

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