Test Recore - Meinung und Wertung

Fakten:

  • Offene Spielwelt
  • unterbrochen von langen Ladezeiten
  • Hauptthema Sand und Metallruinen
  • Begleiter mit individuellen Fähigkeiten
  • interessantes Kampfsystem basierend auf Farb-Codes
  • optionale Verliese
  • die dann doch nicht ganz optional sind
  • Spielzeit ab der Hälfte unnötig gestreckt
  • erhältlich für Windows 10 und Xbox One
  • "Recore" bei Amazon bestellen

Meinung von Michael Krüger

Hättet ihr mich nach den ersten zehn Stunden gefragt, hätte ich Recore als Überraschungs-Hit beschrieben. In der Tat ist die erste Hälfte zum großen Teil positiv. Ja, matschige Texturen und lange Ladezeiten stören auch hier, doch die Freude über die Spielmechaniken überwiegt. Vieles erinnert an Klassiker wie The Legend of Zelda und Metroid. Kein Wunder, betrachtet man die Entwickler. Doch so gut vieles im Spiel funktioniert und so genial das ein oder andere Verlies gestaltet ist, so ernüchternd ist die Erkenntnis irgendwann: Recore scheint noch nicht fertig.

Als ich gerade wieder eine lange Strecke Sand mit Schüben aus dem Jetpack überbrücke, realisiere ich plötzlich, dass ich wohl im Endspiel angekommen bin. Hier werde ich nun gezwungen, zuvor optionale Bereiche abzusuchen, neue Verliese zu öffnen und fleißig zu jagen, bis ich die notwendige Stufe für den nächsten Abschnitt im Finale erreiche. Mir wird klar, dass die Waffe, die deutlich modular aufgebaut ist, keine Erweiterungen und Verbesserungen bekommt. Die Anpassungen an den Robotertieren werden langsam zur Last und der Frust steigt. Die Neugier und Erkundungslust der ersten Stunden ist aufgebraucht, weil ich bestimmte Areale immer wieder durchkämmen muss und schon weiß, an welchen Stellen gleich Gegner aus dem Sand springen. Warum Joule das überhaupt macht, vergesse ich schon fast.

Recore steigt beim Spielspaß weit oben ein und verzaubert mich zunächst mit einer Mischung aus neuer Technik, Nostalgie und fetzigen Ideen in Sachen Spielmechanik. Doch das Gefühl, dass hier etwas fehlt ist irgendwann allgegenwärtig. Schade um das Potenzial! Könnt ihr über die langen Ladezeiten und wiederholten Wege hinwegsehen und mögt Abenteuer, sollte euch die erste Hälfte gefallen. Da Recore nur die Hälfte eines gängigen Vollpreis-Spiels kostet, schmerzt ein Fehlversuch zumindest nicht so sehr.

59

meint: Trotz gelungener Spielmechaniken und frischer Ideen wirkt Recore unfertig. Besonders die zweite Hälfte des Spiels zieht Wertung und Spielspaß runter.

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Inhalt

Tags: Open World   Science-Fiction   Singleplayer  

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