Vorschau Dual Universe - Fakten und Meinung

Was bringt die Zukunft

Die Alpha von Dual Universe ist für die erste Hälfte von 2017 angesetzt und ein Jahr später soll die Beta folgen. Wenn alles nach Plan läuft, erscheint das fertige Spiel Ende 2018 für den PC. Ein ähnliches Modell wie das von Eve Online soll die weitere Entwicklung dann finanzieren.

Jean-Christophe Baillie, der Gründer von NovaquarkJean-Christophe Baillie, der Gründer von Novaquark

Wollt ihr nach einer kostenlosen Probe-Phase weiterspielen, müsst ihr monatliche eine Abo-Gebühren zahlen. Wer im Spiel gut verdient, kann seinen Geldbeutel entlasten und mit der Spielwährung sogenannte DACs (Dual Access Coupons) von anderen Spielern kaufen. Diese entsprechen einem Monat Spielzeit. Der Plan der Entwickler sieht nach der Veröffentlichung regelmäßige, kostenlose Erweiterungen vor, die dem Spiel neue Inhalte hinzufügen.

Viele der 25 Mitarbeiter bei Novaquark arbeiteten vorher bei Firmen wie Sony, Apple oder Ubisoft. Jean-Christophe Baillie selbst ist Experte auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz und entwickelte die in der Robotik genutzte Programmiersprache Urbiscript. Die notwendigen Techniken für ein solches Spiel waren für Novaquark von Anfang an die oberste Priorität. Erst als der technische Teil zufriedenstellend funktionierte, begann die Arbeit an Grafik und Ton.

Dual Universe verspricht viel: eine noch nie dagewesene offene Online-Welt, gekoppelt mit beliebten Inhalten wie Handwerk, Erkundung und der Möglichkeit alles zu sein. Das alles klingt sehr ambitioniert und seit No Man's Sky gilt ambitioniert bei Videospielen ja schon fast als Beleidigung. Um die Skepsis der Spieler zu verringern agiert Novaquark äußerst offen mit Informationen.

Baillie sagt dazu: „Ein Indie-Spiel kann ohne Transparenz nicht funktionieren.“ Studiobesuche, ausführliche Dokumentationen in einem Entwickler-Tagebuch und Fragerunden auf Reddit sollen Vertrauen schaffen. Wer diese Haltung und das Spiel unterstützen will, kann das noch bis zum 11. Oktober bei der Kickstarter Kampagne von Dual Universe machen. Dort gibt es als Gegenleistung auch Prämien.

Fakten:

  • ein gemeinsames Universum ohne Server oder Instanzen
  • zu Anfang gibt es 20 Planeten
  • gründet Imperien oder erforscht allein das All
  • schier unendliche Möglichkeiten zu bauen, was ihr möchtet
  • Kopfgelder für Spieler die zum Beispiel andere Spieler töten
  • Spielt ca 10.000 Jahre in der Zukunft
  • keine computergesteuerten Charaktere
  • Abo-Modell
  • Spielzeit lässt sich auch mit der Spielwährung von anderen Spielern kaufen ("Play 2 Pay")
  • kostenlose Erweiterungen nach dem Erscheinen geplant
  • erscheint voraussichtlich Ende 2018
  • Konsolenversionen sind nicht vorgesehen
  • Kickstarter Kampagne von Dual Universe bis zum 11. Oktober

Meinung von Emily Schuhmann

Eigentlich fühle ich mich bei Spielen in der Vergangenheit wohler als in der Zukunft, aber irgendwie reizt mich Dual Universe. Obwohl viele Dinge mich erstmal abschrecken. Ich bin kein großer Minecraft-Freund und auch mit Eve Online tue ich mich eher schwer. Wieso bin ich dann dennoch so fasziniert von einer Mischung aus beidem?

Als begeisterter Spieler von Guild Wars 2 und Konsorten, beeindruckt mich besonders die notwendige Technik hinter diesem Projekt. Ein einziger großer Server ohne Unterteilungen? Tausende Spieler am selben Ort? Das klingt spannend. Vor der Präsentation hätte ich es mit den Worten von Obelix so ausgedrückt: "Die spinnen, die Franzosen!"

Nach der Demonstration bin ich mir da nicht mehr so sicher. Jean-Christophe Baillie ist ein sehr überzeugender Mensch. Man merkt ihm die Begeisterung für sein Spiel an, aber vor allem bemerkt man auch seine Kompetenz. Das ist kein Student, der in seiner Freizeit an einer Idee bastelt, sondern ein erfolgreicher Wissenschaftler.

Bis Dual Universe veröffentlicht wird, kann noch viel passieren. Vielleicht fallen die Entwickler von Novaquark auch ähnlich auf die Nase wie Hello Games mit No Man's Sky. Oder sie erschaffen etwas, das dauerhaft neue Maßstäbe setzt. Allein der offene Umgang mit Informationen zum Spiel, spricht aber für das Spiel. Ich bin bereit ihnen eine Chance zu geben und bin gespannt, wie sich das Spiel die nächsten Jahre entwickelt.

Inhalt

Tags: Entwicklerbesuch   Indie   Kickstarter   Multiplayer   Science-Fiction  

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