Test Gears of War 4 - Meinung und Wertung

Fakten:

Meinung von Michael Krüger

Am liebsten würde ich Gears of War 4 in den höchsten Tönen loben. Weitestgehend kann ich das auch ohne Probleme. Die Kampagne ist nach sieben Stunden vorbei. Ich blicke auf eine turbulente Reise durch allerhand abgefahrener Szenarien zurück und sofort bekomme ich das Bedürfnis, noch einmal von vorne anzufangen. Zum Teil auch, weil das Ende etwas unbefriedigend ist. Kaum geschehen, ergeht es mir exakt wie im ersten Durchlauf: Ich kann einfach nicht aufhören zu spielen. Trotzdem muss ich mein Lob in Grenzen halten, denn eine Sache wird mir immer wieder bewusst: Gears of War 4 ist etwas anders.

Für mich persönlich ist das ein großer Pluspunkt. Nach düsteren Grautönen und eher monochromen Szenerien bin ich froh über den frischen Anstrich und die erweiterte Farbpalette. Doch gleichzeitig weiß ich, dass nicht jeder eingefleischte Anhänger diese Meinung teilen wird. Das ist auch absolut nachvollziehbar. Immerhin verliert die Serie damit ein Merkmal, das zuvor bezeichnend war. Gears of War ist nicht länger nur grau, braun und rot, sondern spielt nun auch mal in wachsenden Städten, saftigen Wäldern und gelegentlich sogar unter strahlend blauem Himmel. Ja, das ist ungewohnt und entfernt sich teilweise erstaunlich weit vom gewohnten Schema. Doch aller Nostalgie zum Trotz: Das passt und macht Laune!

Dabei ist die Kampagne ja nur der halbe Spaß. Und wo ich hier eventuell hin und wieder etwas weniger serientypische Szenen erlebe, bekomme ich im Horde-Modus die gewohnt absurde Brutalität satt. Kaum zieht der Schwierigkeitsgrad der Wellen etwas an und die ersten Hilfeschreie tönen durch den Kopfhörer, fühle ich mich wie zu Hause. Die Essenz, die ich von einem Spiel dieser Marke erwarte, ist an dieser Stelle so konzentriert wie eh und je. Auch der Mehrspieler-Modus hält dieses Versprechen und schafft es dank des neuen Karten-Systems langfristig zu motivieren.

Gears of War 4 ist nicht nur ein würdiger Nachfolger, sondern ein gelungener Neustart. Die Kampagne unterhält auf Hollywood-Niveau, leidet hier und da allerdings an vorhersehbaren Wendungen aufgrund betagter Spielmechaniken. Die hartgesottenen Anhänger unter euch, kommen spätestens mit Horde 3.0 und dem Mehrspieler-Modus auf ihre Kosten. Habt ihr keine Pixar-Allergie, werdet ihr aber auch der Kampagne ihren Charme kaum absprechen können.

90 Spieletipps-Award

meint: Gears of War 4 verbindet weitgehend serientypsiche Elemente mit passenden Neuerungen. Trotz kleinerer Mängel kommen Neulinge wie Veteranen auf ihre Kosten.

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Tags: Koop-Modus   Multiplayer   Singleplayer   Science-Fiction  

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