Test Nachtest: Rise of the Tomb Raider für PS4 mit PSVR - lohnt sich das?

von David Dieckmann (12. Oktober 2016)

Lara Croft wird 20 Jahre - und sieht keinen Tag älter aus. Zum Geburtstag darf die Dame wieder auf der PlayStation Abenteuer erleben - jetzt sogar mit PlayStation VR. Wie toll das ist? Wir wissen es.

Frau Croft auf PlayStation-Höhlentour - und das seit 20 Jahren.Frau Croft auf PlayStation-Höhlentour - und das seit 20 Jahren.

Als Rise of the Tomb Raider Ende 2015 für Xbox One erscheint, ist das Interesse der Spieler durchwachsen - klar, in einem Land, das vor allem von PC- und PlayStation-Spielern bevölkert ist. Der Test zu Rise of the Tomb Raider auf spieletipps verrät allerdings: Hierbei handelt es sich um eine Perle (beim Spiel). Nachdem im Januar auch PC-Spieler in dessen Genuss kamen, dürfen jetzt endlich PS4-Zocker ran. Zum Spiel selbst verrät der Test bereits: Es ist fesselnd, spannend und für jeden einen Blick wert, der mit Spielen wie Uncharted 4 - A Thief's End etwas anfangen konnte. Ihr wollt mehr wissen? Dann lest unbedingt den Haupttest:

Besonders an der PS4-Version ist die PSVR-Unterstützung. Wer sich die 400 Euro teure VR-Brille für PS4 vorbestellt hat, dürfte sie zeitgleich mit der Veröffentlichung des Spiels im Briefkasten haben. Nach etwa 40 Minuten im Spiel schaltet ihr eine Spezialmission extra für PlayStation VR frei, in der ihr das bekannte Anwesen der Croft-Familie unsicher macht.

Lara Croft in der Virtuellen Realität

Der VR-Abschnitt hat wenig mit dem Hauptspiel zu tun. Hier lauft ihr durch die Korridore - und teils Katakomben - des Croft-Anwesens und geht einem Fall auf die Spur: Euer Onkel will euch gewissermaßen enterben. Also sucht ihr das Testament eures Vaters.

Die Steuerung wirkt verrückt, funktioniert aber super.Die Steuerung wirkt verrückt, funktioniert aber super.

Die VR-Steuerung funktioniert recht angenehm - zumindest in der "Komfort"-Einstellung. Hier teleportiert ihr euch in Ego-Perspektive von Ort zu Ort, indem ihr mit dem PS4-Controller zielt und euren nächsten Standpunkt bestimmt. Alternativ könnt ihr Lara auch mit den Analog-Sticks des Controllers steuern. Hierbei wird euch aber unter Umständen schnell übel. Außerdem spielt es sich mit diesen Einstellungen deutlich langsamer.

Technisch gibt es am VR-Level nicht viel zu meckern. Es läuft flüssig, sieht genauso gut aus wie das Hauptspiel und gibt einen Vorgeschmack darauf, was mit der PlayStation VR in Zukunft noch alles möglich sein sollte. Allerdings sehen VR-Kenner hier den Unterschied zwischen PlayStation VR und Oberklasse-Modellen wie HTC Vive: Mit der Sony-Brille sind Pixel noch teils deutlich erkennbar. Außerdem seht ihr samt VR-Brille in Ego-Perspektive Wände, Bücherregale und andere Objekte deutlich näher - was den Anschein erweckt, als seien die Texturen im VR-Level insgesamt detailärmer und verwaschener.

Wem das Mini-Abenteuer in VR nicht reicht, darf natürlich auch Rise of the Tomb Raider - wie alle anderen PS4-Spiele - komplett mit der PlayStation VR spielen - allerdings in 2D. Dabei seht ihr eine Art riesige Leinwand vor euch, auf der das Spiel abläuft. Für diejenigen unter euch, die einen kleinen Fernseher haben, könnte das durchaus eine nette Alternative sein. Ein wirkliches VR-Gefühl kommt dabei aber nicht auf.

Besonderheiten der PS4-Version

Nebst der VR-Unterstützung bietet die PS4-Version in der "20-Jähriges Jubiläum"-Edition noch ein paar Besonderheiten aus. Eine nette Kleinigkeit am Rande vorweg: Der Lautsprecher des PS4-Controllers gibt im Spiel Schussgeräusche von sich, wenn ihr Waffen abfeuert. Ein Detail, das zu Anfang des Spiels für mehrere "Ahaa"s sorgt.

Das Croft-Abenteuer ist auf PS4 nicht unbedingt besser als auf den anderen Plattformen, in jedem Fall aber umfangreicher.Das Croft-Abenteuer ist auf PS4 nicht unbedingt besser als auf den anderen Plattformen, in jedem Fall aber umfangreicher.

Außerdem ist die Jubiläumsversion vollgepackt mit Zusatzinhalten. So könnt ihr nach kurzer Zeit im Spiel Lara Croft eines von 16 Kostümen anziehen, die euch teils kleine Verbesserungen im Spiel wie schnellere Heilung oder mehr Munition bieten. Darüber hinaus gibt es zum Beispiel eine ganze Reihe Bonus-Missionen abseits der Kampagne zu entdecken. Dazu kommt noch, dass ihr recht schnell im Spiel eine Reihe alternativer Waffen erhaltet.

Diese Variation ist zwar nett, wirkt aber der Immersion gerade am Anfang des Spiels entgegen. Kleiner Tipp: Lasst die alternativen Kostüme und Waffen zunächst unangetastet. Dann wirkt das Erlebnis ein wenig runder.

Weiter mit:

Inhalt

Tags: Virtual Reality   Singleplayer  

Kommentare anzeigen

5 x Taktik-Perlen: Shadow Tactics - Blades of the Shogun und seine Echtzeit-Väter

5 x Taktik-Perlen: Shadow Tactics - Blades of the Shogun und seine Echtzeit-Väter

Das Münchner Entwicklerstudio Mimimi Productions belebt mit Shadow Tactics ein faszinierendes, nahezu in (...) mehr

Weitere Artikel

Leserwahl zum GOTY 2016 - Entscheidet hier über das Spiel des Jahres + tolle Gewinne

Leserwahl zum GOTY 2016 - Entscheidet hier über das Spiel des Jahres + tolle Gewinne

Ihr habt die Wahl! Ihr entscheidet, welches Spiel das schönste, beste und tollste dieses Jahr war. Ab sofort d&uum (...) mehr

Weitere News

Gewinnspiel

Adventskalender Tür 10: Skylanders Imaginators
Jetzt mitmachen!

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

Rise of the Tomb Raider (Übersicht)