Test

Command & Conquer - Generäle

Im Februar kam das von vielen Fans heiß ersehnte Echtzeitstrategiespiel "C&C Generäle" auf den Markt und wurde wegen zu großem Realitätsbezug schon nach kurzer Zeit indiziert. Erfreulicherweise hat Electronic Arts sofort darauf reagiert und das Spiel für den deutschen Markt angepasst. Ob mit dieser Anpassung auch der Spielspaß entschärft wurde oder ob dieser nicht unter der Veränderung gelitten hat, erfahrt ihr in unserem Test. Von Gerd Schüle

14. Okt 2003

Fern der Realität

Die Basis der IGB wird angegriffen

Nach langem Warten bekamen die Fans der "Command & Conquer"-Reihe mit "C&C Generäle" endlich wieder ein erstklassiges Echtzeitstrategiespiel angeboten, das vor allem wegen seiner Realitätsnähe eine hervorragende Atmosphäre und suchterregenden Spielspaß zu bieten hatte. Aber gerade diese Realitätsnähe wurde dem Spiel in Deutschland zum Verhängnis; gerade deshalb wurde "C&C Generäle" indiziert, was bei vielen Spielern für Empörung und resigniertes Kopfschütteln sorgte. Natürlich wurde das Spiel gerade deshalb in diesen Punkt entschärft, indem man das Spielgeschehen einfach in eine Parallelwelt verlegte. So wurde aus der USA jetzt die Westliche Allianz, aus China der Asiatische Pakt und aus der terroristischen Globalen Befreiungsarmee machten die Entwickler eine Internationale Befreiungsgruppe. Der Witz an der Sache ist, dass bis auf den Selbstmord-Attentäter, der zum rollenden Dynamitfass umgewandelt wurde, eigentlich alle Einheiten gleich geblieben sind. Lediglich die Namensgebung der menschlichen Truppen wurde geändert, statt Soldaten sind es jetzt unpersönliche Cyborgs.

Das Stein-Schere-Papier Prinzip

Eine Basis des Asiatischen Pakts

Spielerisch hat sich in der modifizierten Ausgabe von "C&C Generäle" nichts geändert. Die meisten Missionen beginnt man mit dem Sammeln von Rohstoffen, um dann seine Basis und eine schlagkräftige Armee aufzubauen. Das geniale an "C&C Generäle" ist aber die enorme Spieltiefe. Die drei Gruppen sind zwar grundsätzlich gleich stark, aber sie unterscheiden sich trotzdem in Punkto Truppen und Spielablauf enorm. Jede der 45 Einheiten im Spiel hat seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Die Lufteinheiten der Allianz sind sehr effektiv, können aber schon mit fünf Raketentreffern vom Himmel geholt werden. Der Overlord-Panzer des Asiatischen Pakts ist gut gepanzert und kann zum mächtigen Kampfgiganten ausgebaut werden, aber schon ein paar der sehr schnellen Raketen-Buggys können ihn vernichten. Unnötige Einheiten gibt es in "C&C Generäle" nicht. Deshalb ist man nur mit einem guten Mix der verschiedenen Truppen erfolgreich. Wer nur auf eine starke Einheit setzt, wird bald besiegt sein.

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