Test Battlefield 1 - Meinung und Wertung

Fakten:

  • Erster Weltkrieg als Szenario
  • statt klassischer Kampagne 6 unabhängige Episoden
  • neue Mehrspieler-Modi Operationen und Kriegstauben (so ähnlich wie "Capture the Flag")
  • Behemoths: gigantische vom Spieler gesteuerte Kriegsmaschinen
  • überarbeitetes Klassen-System
  • Belohnungen in Form von Beutekisten
  • erhältlich für PC, PS4 und Xbox One
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Meinung von Michael Krüger

Manchmal ist weniger wirklich mehr. Und hin und wieder ist ein Schritt zurück wie zwei Schritte nach vorne. Battlefield 1 ist so ein Fall. Bereits nach wenigen Spielstunden zeigt sich deutlich, wie viel Potenzial im Szenario des Ersten Weltkrieg steckt. Dice und EA nutzen dieses und erschaffen ein Spielerlebnis, das sinnvoll auf der Entwicklung der Serie aufbaut.

Auch wenn es mich auf den ersten Moment überrascht hat, dass eine Kampagne im klassischen Sinn fehlt, begrüße ich die Entscheidung mittlerweile. Die Kriegsgeschichten bleiben mir sicher mehr im Gedächtnis als es zum Beispiel der Einzelspieler-Modus von Battlefield 4 vermochte. Dabei überrascht es mich, wie abwechslungsreich der Erste Weltkrieg erscheint, was zweifelsohne ebenfalls ein positiver Effekt der Erzählform ist. Kurze prägnante Episoden mit interessanten Charakteren ersetzen lange Geschichten von schier übermenschlichen Helden.

Dass die Atmosphäre im Mehrspieler-Modus sogar noch besser ist, zeigt, was für ein gelungenes Spiel Battlefield 1 ist. Allem voran ist es die Variante Operationen, die der Serie zu neuem Ruhm verhilft. Diese umfangreichen Schlachten vermitteln euch ein einprägsames Bild davon, wie es sich als Soldat inmitten eines solchen Gefechts anfühlen muss - zumindest innerhalb des Rahmens, der einem Spiel zur Verfügung steht. Die Behemoths spielen dabei keine unerhebliche Rolle. Sie sind die Kirsche auf dem Sahnehäubchen der Eindrücke.

Unterm Strich haben Dice und EA so gut wie alles richtig gemacht. Die Kriegsgeschichten brechen mit vorherrschenden Dogmen und das Fortschrittssystem motiviert über längere Zeit. Gehört ihr zu den alt eingesessenen Anhängern, könnt ihr beherzt zugreifen und werdet diese Entscheidung nicht bereuen. Da die Einzelspieler-Erfahrung den Charakter einer Einführung hat, finden sich auch neue Spieler schnell zurecht. In den Operationen dürfte also künftig eine Menge los sein. Spielstörende Fehler sind aktuell noch vorhanden, was die Wertung natürlich beeinflusst. Ebenso die langen Ladezeiten, die sich über alle Plattformen hinweg erstrecken. Angesichts der intensiven Kriegserfahrung, die Battlefield 1 bietet, seht ihr über diese Probleme aber sicher gerne hinweg.

88 Spieletipps-Award

meint: Dice baut die Stärken der Serie weiter aus und konzentriert sich auf den Mehrspieler-Modus. Das Resultat sind atmosphärische Schlachten für die große Leinwand.

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Tags: Multiplayer   Singleplayer  

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