Test Grand Prix 3

von Gerd Schüle (11. September 2000)

Für Rennsport-Fans ist "Grand Prix 3" sicherlich das meist erwartete Spiel, das nun nach 4jähriger Entwicklungszeit pünktlich zum Start des deutschen Grand Prix in Hockenheim auf den Markt gekommen ist. Unser Test soll zeigen, ob der Altmeister Geoff Crammond die hohen Erwartungen erfüllen konnte.

Das Spiel: Basierend auf der Lizenz der Saison von 1998 dreht sich in "Grand Prix 3" selbstverständlich alles um den Formel 1-Rennzirkus. Weil dem Spiel die Daten aus der bereits vergessenen WM von 98 zugrunde liegen, taucht im Spiel auch noch der bereits aufgelöste Rennstall von Tyrrell auf, und andererseits fehlen die Grand Prixs von Malaysia und den USA. Aber ansonsten ist das spannende Geschehen um den Erwerb des Weltmeistertitels perfekt umgesetzt. Nach der Wahl seines Lieblingsfahrers heißt es, so gut wie möglich zu fahren, mit dem Ziel, den Weltmeistertitel zu erwerben. Aber außer dem Durchspielen einer kompletten Weltmeisterschaft hat man noch die Wahl, ein Rennen ohne Wertung zu bestreiten, natürlich mit freiem Training und der Qualifikation. Wem das immer noch zuviel ist, der kann in einem schnellen Rennen sofort an den Start gehen oder in einer Testfahrt die Einstellungen an seinem Fahrzeug überprüfen.

Das WagensetupDas Wagensetup

Die Fahrzeuge: Das einzigartige und umfangreiche Wagensetup aus "GP 2" ist auch im Nachfolger wieder enthalten. Dabei helfen einem 20 auswertbare Telemetriedaten, die während dem Training aufgezeichnet werden, um die 44 verschiedenen Optionen der rennentscheidende Faktoren wie z. B. Bremsbalance, Spoiler, Reifendruck, Federung oder die Bodenfreiheit optimal einzustellen. Das Schönste dabei ist, dass alle Einstellungen sich deutlich merkbar im Fahrverhalten auswirken.

Wer es also versteht, sein Fahrzeug optimal einzustellen, wird dadurch deutlich bessere Rundenzeiten erreichen. Da natürlich nur Hardcorefans sich bei solchen Details auskennen, ist es von Vorteil, dass man auch mit den vorgefertigten Wageneinstellungen gute Ergebnisse erzielen kann. Weil "Grand Prix 3" zudem noch 5 anwählbare Schwierigkeitsgrade zu bieten hat und sinnvolle zuschaltbare Fahrhilfen vorhanden sind, können auch Einsteiger leicht mit dem Programm zurechtkommen. Trotzdem ist einiges an Übung erforderlich, um einen Rennsieg zu erreichen. Aber Dank der erstklassigen Fahrphysik artet dies zu keinem Zeitpunkt in absoluten Frust aus, sondern macht sehr viel Spaß, so wie in keinem anderen Formel 1-Rennspiel. In diesem Punkt spielt "Grand Prix 3" seine größte Stärke aus: Man erliegt tatsächlich der Illusion, in einem echten Formel 1-Wagen zu sitzen. Dank der dadurch entstehenden Spieltiefe, verdient sich das Programm in diesem Punkt Bestnoten.

Die Form der Fahrzeuge ist bei allen Wagen gleich.Die Form der Fahrzeuge ist bei allen Wagen gleich.

Trotzdem gibt es auch in dieser Sache den größten Anlass zur Kritik. Zwar hat das Spiel ein hervorragendes Fahrverhalten zu bieten, aber leider nur anhand eines einzigen Fahrmodells. Das heißt, egal welches Fahrzeug man wählt, es fahren sich alle gleich. Somit ist es durchaus leicht möglich, mit einem Minardi dem Weltmeister Hakkinen im Mc Laren davonzufahren. Das wirkt zwar einerseits wenig realistisch, mindert aber andererseits den Spielspaß keinesfalls.

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