The King of Fighters: Ein Tribut an den ewig Zweiten - Die "Ash Crimson"-Saga

(Special)

Die Saga von Ash Crimson

Kapitel 8

Mit The King of Fighters 2003 wird ein neuer Handlungsbogen eröffnet, der jedoch keinen offiziell bestätigten Namen trägt. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Ash Crimson, ein neuer Charakter, der zur Abwechslung auf der Seite des Bösen steht. Ash wirkt äußerlich feminin, ist aber tatsächlich ein männlicher Charakter und soll laut den Entwicklern einen Kontrast zu den bisherigen Haupthelden darstellen.

Geschichtlich betrachtet ist Ash ein Nachkomme des bösen Saiki. Seine Ambitionen sind vorerst noch nicht deutlich erkennbar. Dass er selbst nach eigennützigen und üblen Motiven handelt wird spätestens dann klar, nachdem er die Kämpferin Chizuru ihrer Kräfte beraubt.

Spielerisch neu ist die Funktion, dass ihr die Mitglieder eures Teams mitten im Kampf wechseln könnt. Bislang konnten diese nur der Reihe nach antreten. Außerdem wird jedem Team ein Anführer zugewiesen, der über eine spezielle Attacke verfügt. The King of Fighters 2003 ist das letzte Spiel der Reihe, das für Neo Geo produziert wurde. Die Hauptplattform seit Veröffentlichung des ersten KoF-Spiels gehört hiermit für die Entwickler der Vergangenheit an.

Erschienen für: Arcade (2003), PlayStation, Neo Geo (2004)

Kapitel 9

Der elfte Teil der Reihe trägt auch tatsächlich die Nummer Elf im Namen: The King of Fighters 11 durchbricht die Benennung nach Jahreszahlen und stellt gleich mehrere Neuerungen vor. Als Basis für die Entwicklung dient Atomiswave, ein für Spielhallen konzipiertes Format.

Spielerisch kommen viele neue Manöver hinzu, die vor allem auf taktisches Ausweichen und besseres Zusammenwirken der Mitglieder eines Teams ausgerichtet sind. Zusätzliche Energiebalken ermöglichen spezielle Manöver, die rein defensiver Natur sind. Auch wird nach Ablauf der Rundenzeit der Sieger nicht mehr durch verbleibende Lebensenergie bestimmt, sondern - wie im echten Kampfsport - nach Einsatz von Fähigkeiten und geschickter Taktik.

Erzählerisch dreht sich nach wie vor alles um Ash Crimson, der nach den drei göttlichen Gefäßen sucht, um seine eigenen Ziele zu erlangen. Als Widersacher dienen die geheimnsivollen "Those from the Past" (Jene aus der Vergangenheit), eine Organisation nicht menschlicher Krieger, die versuchen, die Orochi-Siegel zu brechen, um deren Macht wiederum ihrem unbekannten Meister zu überlassen.

Erschienen für: Arcade (2005), PlayStation 2 (2006)

Was zwischendrin geschah

Eine ungewöhnliche Unterbrechung der erzählerischen Ereignisse stellt The King of Fighters 12 dar. Denn wie KoF 98 und KoF 2002 handelt es sich auch hierbei um ein "Dream Match", das ohne Hintergrundgeschichte auskommt. Untypisch für die Serie erfolgt die Veröffentlichung noch bevor die laufende Saga abgeschlossen ist. Gleichzeitig ist es das erste KoF, das für die vorhergehende Konsolengeneration, bestehend aus PS3 und Xbox 360 erscheint. Seinen Ursprung fand das Spiel jedoch wiederum in japanischen Spielhallen.

Aufgrund vollkommen neu gestalteter Hintergründe und Kämpfer-Sprites blieb den Entwicklern keine Zeit, den üblichen und etablierten Umfang der Kämpferauswahl zu erschaffen. Gerade mal 20 Charaktere (plus zwei für die Konsolen-Versionen) sind im Spiel vorhanden. Auch die Anzahl der Schauplätze ist äußerst gering. Ein Punkt, der KoF 2012 viel Kritik einbrachte.

Auch in spielerischer Hinsicht erwartet euch mit diesem Eintrag nicht viel Neues. Die aktiven Funktionen wurden etwas verschlankt, hinzu kommt jedoch neben ein paar kleineren Änderungen der "Critical Counter Mode". Eine neue Energieleiste versetzt die Spielfigur in diesen Modus, wenn euch ein starker Treffer aus nächster Nähe gelingt. Danach könnt ihr für kurze Zeit längere Schlagkombinationen durchführen und diese mit einer besonder starken Attacke abschließen.

Erschienen für: Arcade, PlayStation 3, Xbox 360 (2009)

Kapitel 10

The King of Figheters 13 setzt direkt nach den Ereignisse von KoF 11 an und bildet auch gleichzeitig den Abschluss der Geschichte von Ash Crimson, die in KoF 2003 begann. Noch immer trachtet eine geheimnisvolle Organisation danach, die Orochi-Siegel zu brechen.

Kei Yamamoto, seines Zeichens Hauptverantwortlicher für die Produktion, hat sich die Kritik am Vorgänger zu Herzen genommen und versucht mit KoF 13 wieder auszubügeln, was zuvor nicht so gut bei den Spielern ankam. Spieltechnisch sind tatsächlich signifikante Unterschiede zu erkennen. Unbeliebte Modi wurden entfernt, zuvor verwendete, die besser ankamen, wurden wieder hinzugefügt. Auch vom Umfang her ist KoF 13 wieder auf der Höhe, die sich Anhänger der Serie erwarten.

Als finaler Antagonist der Erzählung zeigt sich Saiki. Sein Ziel ist es, genug Macht zu erlangen, um die Schwelle der Zeit überschreiten zu können. Hauptheld Ash, der eigentlich von Saiki rekrutiert wurde, um ihn bei diesem Vorhaben zu unterstützen, opfert sich letzten Endes selbst, um in einer Schlacht inmitten einer temporalen Verzerrung Saiki endgültig aus der Existenz zu tilgen. Da Saiki jedoch ein Vorfahre von Ash ist, verschwindet auch er selbst.

Erschienen für: Arcade (2010), PlayStation 3, Xbox 360 (2011), PC (2013)

Das aktuelle Kapitel

Endlich in der Gegenwart angekommen! Dieses Jahr erschein vor nicht allzu langer Zeit mit The King of Fighters 14 der aktuelle Eintrag in der langlebigen Reihe. Und siehe da: Zum ersten Mal in der Geschichte von KoF erscheint das Spiel konsolenexklusiv, in diesem Fall für die PlayStation 4. Außerdem war schon nach den ersten Trailern der Schock groß: Zum ersten Mal in der Geschichte der Hauptserie weichen die handgezeichneten Kämpfer-Sprites 3D-Modellen. Obwohl das typische 2D-Spielgefühl erhalten bleibt, sind die neuen Figuren optisch längst nicht so ansehnlich wie die Konkurrenz von Street Fighter 5. Da ein Videospiel zu einem großen Teil von seiner Optik lebt, zieht KoF mal wieder den Kürzeren.

1 von 30

Königlich Prügeln bei The King of Fighters 14

Dabei steht KoF 14 wie kein anderes Spiel der Reihe nahe an der "Street Fighter"-Historie. Denn Yasuyuki Oda, der zuvor an Street Fighter 4 gearbeitet hat, ist nun der Hauptverantwortliche für den König der Kämpfer.

Trotz der eher müden Optik ist Kof 14 ein durchaus gutes Spiel geworden. Man soll halt nach wie vor nicht ein Buch nach seinem Einband beurteilen. Was genau der aktuelle Serienteil drauf hat, erfahrt ihr im Test: "The King of Fighters 14: Die Rückkehr des Königs?"

Erschienen für: PlayStation 4 (2016)

Weiter mit: Der Rest vom Prügelfest

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