Test Star Wars - Force Commander - Seite 2

Die Story: Die Hintergrundgeschichte in "Force Commander" wird anhand der Brüder Brenn und Dellis Tantor sehr gut entfaltet. Im Handbuch erfährt man, dass Brenn und Dellis Tantor ihre Eltern in einem Krieg verloren haben. Weil sie davon überzeugt sind, dass die Rebellen am Tod ihrer Eltern schuld sind, dienen sie mit all ihren Kräften dem Imperium. Die ganze Handlung des Spiels ist dabei sehr eng an die ersten drei "STAR WARS"-Filme angelehnt. Das Spiel beginnt auf dem Wüstenplaneten Tatooine, wo bei einem Einsatz der Vorgesetzte von Brenn Tantor ums Leben kommt. Von nun an soll Brenn dessen Posten übernehmen. Im Spiel schlüpfst Du dabei in die Rolle dieses aufstrebenden Offiziers und besuchst zehn verschiedene Planten die dem "STAR WARS"-Fan aus den Filmen bekannt sein dürften. Die Story wird anhand von Zwischensequenzen kontinuierlich weiter erzählt. Alle Einsätze sind dabei logisch und nachvollziehbar in die Story eingebettet. Dabei entsteht eine sehr dichte Atmosphäre.

Das Spiel beginnt auf dem Wüstenplaneten Tatooine.Das Spiel beginnt auf dem Wüstenplaneten Tatooine.

Ein besonderes Highlight des Spiels sind die Einheiten. Spätestens beim erstmaligen Auftauchen der AT-ATs in der berühmten Schlacht auf dem Eisplaneten Hoth werden sich "STAR WARS"-Fans wie in den siebten Himmel versetzt vorkommen. Alle Einheiten, die in den Filmen vorkommen, sind auch im Spiel vorhanden. Natürlich tauchen im Spiel auch bekannte Personen aus den Filmen auf. Allen voran natürlich Darth Vader und Luke Skywalker, Prinzessin Leia, Han Solo oder Chewbacca.

Grafik und Bedienung: Die 3D-Grafik von "Force Commander" ist durchweg sehr stark kritisiert worden, zum größten Teil zurecht. Trotz hochauflösender Texturen wirkt die Landschaft meistens fad und blass. Die Einheiten sind zwar deutlich schöner dargestellt, aber sicherlich ist die gesamte Grafik zwar nett gemacht aber nicht auf der Höhe der Zeit. Hier haben die Konkurrenztitel wie "Thandor", "Earth 2150" oder "Metal Fatigue" wesentlich mehr zu bieten. Selbst die Videos sind zwar sehr spannend, qualitativ aber leider auch nicht die besten. Auch die Bedienung des Spiels wurde zum Teil heftig kritisiert. Aber ich denke, zum Teil zu unrecht. Sicherlich, zum bedienen der frei einstellbaren Kamera braucht man eine gewisse Zeit, um sie in den Griff zu bekommen. Dies ist aber ein Punkt, der nicht nur auf "Force Commander" zutrifft, sondern auf alle Echtzeit-Strategie-Spiele die eine 3D-Optik zu bieten haben. Zudem wird man in einem guten Tutorial in die Bedienung eingeführt.

Auch Chewbacca gibt sich ein Stelldichein.Auch Chewbacca gibt sich ein Stelldichein.

Wenn man sich dann bewusst Zeit nimmt, die Führung der Kamera in den ersten Missionen einzuüben, kommt man später einigermaßen damit zurecht. Mir erging es jedenfalls so, nachdem ich mich durch die ersten vier Missionen durchgekämpft hatte, ging mir die Bedienung in Fleisch und Blut über und ich schätzte immer mehr die Vorteile einer 3D-Landschaft. Ansonsten ist die Bedienung gut.

Sound und KI: Die Hintergrundmusik des Spiels ist sehr stark an die "STAR WARS"-Musik angelehnt und bietet keinerlei Anlass zur Kritik. Die Soundeffekte sind zwar in Ordnung, aber sicherlich nicht ganz erstklassig. Die KI der Einheiten dagegen ist eine einzige Katastrophe. Die Wegfindung der eigenen Einheiten ist schlichtweg miserabel. Gleiches gilt für ihr Verhalten. Eine Gruppe der man z. B. befohlen hat, ein Gebäude zu vernichten, bleibt stur bei dieser Beschäftigung, auch dann, wenn sie selber angegriffen wird. Statt sich zu verteidigen, beschießen sie weiter ungerührt das Gebäude. Gleiches gilt für gegnerische Einheiten. Wenn man eine gegnerische Basis angreift, kann es durchaus passieren, dass man sie in aller Ruhe platt machen kann, obwohl sich in der Nähe der Basis gegnerische Streitkräfte befinden, die sich aber keinesfalls dazu berufen fühlen, in das Kampfgeschehen einzugreifen. Solche Bugs, die leider zahlreich auftreten, können den Spielspaß doch erheblich stören.

Das Schönste an der Grafik ist die Darstellung der Einheiten.Das Schönste an der Grafik ist die Darstellung der Einheiten.

Fazit: "Force Commander" ist zwar kein totaler Flop, aber sicherlich nur ein durchschnittliches Echtzeit-Strategie-Spiel, das einzig und allein von der "STAR WARS"-Atmosphäre lebt. Hätte sich "Lucas Arts" mehr Zeit gelassen, und die vielen ärgerlichen Schwächen besser ausgebügelt, hätte daraus ein Knaller werden können. Für "STAR WARS"-Fans ist dieses Spiel trotzdem zu empfehlen, alle anderen sollten vielleicht besser die Hände davon weglassen.

60

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