Vorschau Resident Evil 7 - Fakten und Meinung von Onkel Jo

Fakten:

  • reiht sich in der Zeitlinie nach Resident Evil 6 ein
  • frei wählbare deutsche oder englische Sprachausgabe
  • laut Capcom in Deutschland ohne Gewaltzensuren
  • in Japan kommt neben der unzensierten "Grotesque Version" auch eine geschnittene Fassung in den Handel
  • nur für Erwachsene
  • speichern ist an speziellen Speicherorten jederzeit möglich
  • diverse Sammelgegenstände im Spiel versteckt
  • zahlreiche Boss-Kämpfe
  • einstellbarer Schwierigkeitsgrad
  • unterstützt PlayStation VR und PlayStation Pro
  • voraussichtlich ab 24. Januar 2017 erhältlich für PS4, Xbox One und PC
  • Resident Evil 7 mit Vorbesteller-Bonus bei Amazon bestellen
  • Sammlerausgabe ebenfalls angekündigt

Meinung von Onkel Jo

"Dachtest du, du könntest dich davonschleichen?" Die Stimme von Jack wird mich vermutlich noch in meinen Albträumen verfolgen. Das meine ich jedoch positiv! Derbe Splatter-Szenen, Schockeffekte mit Herzkasper-Garantie und ein Szenario zum Niederknien - als Freund des virtuellen Nervenkitzels ziehe ich die Henkersmaske vor Resident Evil 7. Schon jetzt. Chapeau, Capcom! Der Gruselfaktor erreicht bereits nach wenigen Minuten höhere Werte als der komplette Vorgänger.

Capcom mischt geschickt die Ängste der Spieler mit grandios eingestreuter Geräuschkulisse. Wie geschickt das Spiel das hinbekommt, ist mir bewusst geworden, als ich ein paar Minuten ohne Kopfhörer gespielt hatte. Ohne die tappenden Schritte, knarzenden Balken und den bedrohlich pfeiffenden Wind verliert die Horror-Kulisse deutlich an Härte. Das wirkt wie "Tanz der Teufel" auf dem Smartphone anzuschauen. Wer will das schon?

Die Stunden des Spiels, die ich bereits in Osaka im Entwicklerstudio sehen durfte, verwandeln mich wieder in den jungen Mann, der sich damals vor den Hunden in Resident Evil 1, die durch die Scheibe gesprungen sind, furchtbar erschrocken hat. Nur falls Capcom die weitere Geschichte in den Sand setzt, könnte sich das Spiel noch selbst ein Bein stellen. Die Gefahr besteht natürlich, denn ein beknacktes Ende und eine Wende ins übertrieben Lächerliche (à la wir brauen im Keller den T-Virus) könnten noch bevorstehen. Schließlich kennt das Geheimnis um das Spukhaus im Sumpf außer den Entwicklern noch keiner.

Aktuell fallen mir jedoch auch nach intensivem Nachdenken nicht viele Kritikpunkte am Spiel ein. Sicher, das Genre sollte man mögen. Die Grafik-Routinen wirken eher gemächlich - für ein Gefecht im Stil von Battlefield 1 würde sich die RE-Engine vermutlich nicht eignen. Dafür läuft das Spiel recht konstant. Obwohl sich Ethan im Eifer des Gefechts manchmal wie ein alter Brauereigaul steuert, hatte ich mich an die Ego-Perspektive schnell gewöhnt. Die alte Schulter- und isometrische Ansicht vermisse ich kein Stück. Das hat mich selbst überrascht, doch es zeugt davon, wie behutsam die Entwickler die Inhalte an ihr neues Gewand anpassen.

Sonst noch etwas? Ja, die Mutantenfliegen nerven (zu sehen im Video). Die Munition ist knapp. Bei einem Bosskampf hätte ich fast das Joypad geworfen. Und ob es bei einem Paar alter Socken die Texteinblendung "Die miefen furchbar" gebraucht hätte, darüber lässt sich sicher streiten. Aber ihr merkt schon: Ich suche bereits in den Krümeln. Das was die Entwickler von Resident Evil 7 wollen, gelingt ihnen vorzüglich: Sie vermitteln Gänsehaut.

Resident Evil verabschiedet sich davon, mich wie andere Spiele an der Hand zu nehmen, in eine Lore zu setzen und durch eine Geisterbahn zu fahren. Das Spiel lässt euch passend zur Geschichte alleine. Ihr habt keine Ahnung, wie ihr euch Heiltränke mischt? Findet es heraus. Die Tür öffnet sich nicht? Findet heraus, wie ihr das ändert. Ihr ladet gerade zum zehnten Mal den Spielstand vor dem Bosskampf? Findet die richtige Taktik. Wenn ihr euch darauf einlasst, könnte euch ein neuer Horror-Klassiker erwarten. Resident Evil 7? Ich freue mich drauf!

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Inhalt

Tags: Entwicklerbesuch   Horror   Uncut   Video   Onkel Jo  

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