Test F1 Racing Championship

von Gerd Schüle (03. April 2001)

In unserer Vorschau haben wir schon davon berichtet, dass Ubi Soft mit der Formel 1-Simulation "F1 Racing Championship" auf die Überholspur vorgestoßen ist. Nun ist das Spiel erschienen, und natürlich wollten wir wissen, ob das Spiel es wirklich geschafft hat, am Klassenbesten "Grand Prix 3" vorbeizuziehen. Wer unseren Test liest, erfährt ob "F1 Racing Championship" die Pole Position einnehmen konnte oder ob "Grand Prix 3" seinen Titel verteidigen konnte.

Jetzt aber Vollgas ...Jetzt aber Vollgas ...

Realismus pur

Selbstverständlich dreht sich in "F1 Racing Championship" alles um die Formel 1. Ubi Soft tritt ja mit dem Anspruch an, mit "F1 Racing Championship" die zur Zeit realistischste Formel 1-Simulation auf den Markt zu bringen. Dazu haben sie die Lizenz der Saison von 1999 erworben. Das Spiel basiert auf den Orginaldaten dieser Saison und enthält alle 16 Rennstrecken, alle 22 Fahrer und Rennwagen aus den elf Teams aus diesem Jahr. Obwohl auch bei "Grand Prix 3" diese Daten zugrunde liegen, tritt gerade in diesem Punkt der größte Unterschied zum Klassenprimus auf. Im Gegensatz zu "Grand Prix 3" unterscheiden sich in "F1 Racing Championship" die verschiedenen Rennwagen ganz klar im Aussehen und vor allem in Bezug auf das Fahrverhalten. Ubi Soft hat jedem Rennstall sein eigenes und ganz individuelles Fahrverhalten spendiert, das sich ganz klar am realen Vorbild orientiert. Deshalb wird es in diesem Spiel kaum möglich sein, mit einem Minardi oder Arrows den Weltmeistertitel zu holen.

Ein CrashEin Crash

Das Fahrverhalten

Noch nie wurde in einer F1-Simulation das Fahrverhalten so realistisch nachempfunden wie das bei "F1 Racing Championship" der Fall ist. Sofern man keine Fahrhilfen eingestellt hat, merkt man jede Bodenunebenheit, weil die Reifen dann sofort an Haftung verlieren, oder man spürt den Seitenwind, weil das Auto sanft aber hartnäckig auf die Seite gedrängt wird. In jeder Kurve kämpft man dann mit seinem Boliden und man fühlt richtiggehend welch ungeheuere Kraft in diesen Renngeschossen steckt und was für ein Geschick erforderlich ist, um sie zu zähmen. Obwohl die Fahrt dadurch schwerer wird, entschädigt einen das Spiel dafür mit einem unvergleichlichem Fahrgefühl, das aber auch eine ganze Portion an Können vorraussetzt. Deshalb sollten Anfänger getrost zu den zuschaltbaren Fahrhilfen greifen, die aber leider nicht so umfangreich ausgefallen sind wie bei "Grand Prix 3", die es aber mit etwas Einübung auch Anfängern ermöglichen, mit dem genialen Programm zurecht zu kommen.

Nun aber abbremsen, es kommt eine KurveNun aber abbremsen, es kommt eine Kurve

Fahrzeugeinstellungen und Spielmodi

Der krönende Punkt in Bezug auf das Fahrverhalten ist das erstklassige Fahrzeugsetup, das es einem ermöglicht, seinen Rennwagen unter der Berücksichtigung der eigenen Fahrweise optimal für das nächste Rennen einzustellen. Dabei hat man zahlreiche Möglichkeiten, wie die Wahl der Reifen, die Einstellung des Stoßdämpferdrucks, die Höhe der Bodenfreit oder die optimale Abstimmung von Getriebe und Motorenleistung. Alle Einstellungen wirken sich auf das Fahrverhalten der Rennwagen aus. Dadurch lassen sich ohne weiteres einige Sekunden gutmachen, trotzdem sollten Anfänger zuerst einmal die Standardeinstellungen übernehmen, da das Ganze eine gewisse Kenntnis der Materie voraussetzt und man durchaus auch so gute Ergebnise erzielen kann. Die Spielmodi enthalten das Übliche, im Trainning macht man sich mit dem Fahrverhalten der Fahrzeuge vertraut, und in einem Rennen stellt man dann sein Können unter Beweis. Die Krönung des Spiels ist aber die Absolvierung einer ganzen Saison.

Realistische Grafik der RennwagenRealistische Grafik der Rennwagen

Die Gegner

Konnte "F1 Racing Championship" in allen anderen Belangen "Grand Prix 3 " mit Leichtigkeit überholen, bleibt es hier sehr deutlich hinter dem Konkurrenten zurück. Das teilweise recht aggressive Fahrverhalten der Gegner ist zwar nicht schlecht, aber bei weitem nicht so gut wie beim Klassenprimus. Es kann deshalb durchaus mal passieren, dass einem der Hintermann ohne ersichtlichen Grund voll in den Wagen rauscht. Man bekommt einfach das Gefühl nicht los, als würden die Gegner die Fahrweise der anderen einfach nicht mit einkalkulieren und so fahren, als wären sie allein auf der Strecke. Die anderen Fahrzeuge interessieren sie einfach nicht. Deshalb sollte man stets ein Auge auf seinen Hintermann werfen, um vor unliebsamen Überraschungen weitestgehend verschont zu bleiben, da die Gegner nicht gerade die intelligenteste Fahrweise an den Tag legen.

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