Test Super Mario Maker: Der Levelbaukasten für die Hosentasche

von Daniel Kirschey (14. Dezember 2016)

Super Mario Maker war wohl eine der großen Überraschungen im vorigen Jahr. Zum einen, weil sich Nintendo überhaupt an ein solches Spielkonzept herangewagt hat und zum anderen, da es alle Versprechen erfüllt hat. Auf dem 3DS geht es nun weiter.

Das hat zu guten Wertungen geführt, wie der spieletipps-Test: "Super Mario Maker - Praktikum bei Bowser" zeigt. Doch vor allem hat es zu begeisterten Spielern und einer riesigen und beständig erneuerten Level-Auswahl geführt. Doch was kann der kleine Bruder der „Wii U“-Version. Der Super Mario Maker für den 3DS soll fast alle Funktionen besitzen, die euch auch die Version auf der Wii U bietet. Stimmt das auch?

Nintendo-Touchpen gezückt und ran ans Bauen und Blöckesetzen. Mal schauen, was der mobile Super Mario Maker wirklich so drauf hat.

Schaffe, schaffe Level baue – aber für wen?

Viel hat sich auf den ersten Blick nicht verändert. Der obere Bildschirm des 3DS zeigt euch das Level, der untere ist euer Baubereich.

Aufgeräumt: Eure Werkzeuge sind am Bildschirmrand positioniert.Aufgeräumt: Eure Werkzeuge sind am Bildschirmrand positioniert.

Mit den Nintendo-Touchpen platziert ihr mit ein paar Handgriffen Böden, Gegner, Blöcke und anderes und baut euch so das Wunschlevel zusammen. Ein kurzer Druck auf den „Play“-Knopf und schon testet ihr das Level. Also alles wie gehabt.

Doch was hat sich im Gegensatz zur Wohnzimmer-Version des Spiels auf dem 3DS verändert? Wer jetzt an den 3D-Modus denkt: Nein. Den gibt es auch auf dem Handheld nicht. So wie ihr Nintendo kennt, hat der japanische Entwickler einiges an die Gegebenheiten der mobilen Konsole angepasst, das Super Mario Maker auf dem 3DS runder macht. Dann hat Nintendo noch Aspekte – wie ihr es wohl auch gewohnt seid – verschlimmbessert.

So richtig gekürzt hat Nintendo lediglich die Amiibo-Funktion und den dazugehörigen Spezial-Pilz. Die kommen in der 3DS-Version schlichtweg nicht vor.

Außerdem verzichtet Nintendo für die mobile Version des Spiels komplett auf die Online-Funktionen. Eine Entscheidung, die nicht nur eine riesige Frage in Form hochgezogener Augenbrauen ins Gesicht zaubert, sondern auch – mal wieder – an Nintendos Fähigkeit sich in die eigenen Spieler hineinzuversetzen zweifeln lässt. Dazu gehört dann auch die Verwunderung darüber, dass Nintendo sich anscheinend dagegen sperrt, eine moderne Internet-Infrastruktur für seine Spieler aufzubauen.

Um dann einem eklatanten Spielemangel entgegenzuwirken, hat sich der Entwickler und Hersteller dazu entschieden, neben einem Challenge-Modus auch 100 ausgewählte Levels von der Wii U anzubieten. Wer bestimmte Levels anderer 3DS-Spieler zocken will, ist gezwungen diese zu treffen. Dann können die Eigenkreationen über Streetpass ausgetauscht werden.

Das untergräbt die eigentliche Motivation, warum jemand ein Level baut: Damit diese Person mit stolz geschwellter Brust sein Level mit Freunden und auch der Welt teilen kann.

Kein Zeitproblem mehr

Wie bereits angesprochen, gibt es jedoch natürlich auch Verbesserungen, die den kreativen Part des Spiels wie auch den Spielmodus betreffen.

So hart es auch wirkt, alles ist schaffbar.So hart es auch wirkt, alles ist schaffbar.

Ein großer Vorteil ist das Medaillen-System im Challenge-Mode. Denn die Levels von Nintendo spielt ihr nicht nur durch, um sie geschafft zu haben, sondern versucht euch auch an den besagten Challenges. Für jedes Level gibt euch das Spiel zwei Aufgaben vor, für die ihr, wenn ihr sie schafft, Medaillen bekommt.

Da können so lustige Idee dabei sein, dass ihr alle Münzen in einem Level einsammeln sollt, oder ihr in einem anderen Level niemals springen dürft. Das holt aus den Levels alles raus und lässt sie euch öfters durchspielen, ohne dass sie schnell uninteressant werden.

Die wohl angenehmste Verbesserung ist die Art und Weise, wie ihr weitere Bauelemente freischaltet. Auf der Wii U wurden diese zuerst nach einer bestimmten Spielzeit, später durch das Spielen des Tutorials und Levels nutzbar. In der 3DS-Version schaltet ihr diese frei, wenn ihr die Levels des Challenge-Modus absolviert. Das sorgt für mehr Motivation.

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Tags: Amiibo   Shigeru Miyamoto  

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