PewDiePie - was für ein Klamauk

von Matthias Kreienbrink (12. Dezember 2016)

Wir berichteten, wie so viele andere Medien auch, darüber, dass PewDiePie seinen Kanal löschen würde, sobald er 50 Millionen Abonnenten erreicht hat. Grund, so schob der Schwede Felix Kjellberg vor, sei Youtube selbst gewesen. Denn diese hätten seinen Kanal benachteiligt, seine Videos an viel zu wenig User ausgespielt. Doch aus der Löschung wurde nun nichts - was für ein Klamauk.

Anstatt seinen Haupt-Account zu löschen, hat PewDiePie einfach einen anderen Kanal gelöscht, der ebenfalls unter seinem Namen lief - eine Vermutung, die wir als "die Medien", sowieso schon gehegt hatten. Total witzig also. In einem Video macht er sich dann auch sogleich lustig über "die Medien", die über seine Löschung berichtet hätten - wie absurd! PewDiePie ist ein großer Name der Videospielbranche - egal, was ihr von ihm haltet. Dass also darüber berichtet werden würde, war naheliegend. In einer Zeit, in der Medienschelte - egal ob von "links" oder "rechts" - zum täglichen Brot gehört, kommt also PewDiePie daher und stimmt ein in den Chor der "Kritiker". Freilich mit dem Unterschied, dass er selbst genau von dieser Aufmerksamkeit lebt.

Selbstredend sollte sich die Frage stellen, ob "die Medien" über jeden Furz dieses Youtubers berichten sollten - andererseits könnte man natürlich auch Fragen, ob PewDiePie jeden Furz zu einem Publicity-Stunt aufblasen muss. Einen Stunt, den er dann im Anschluss von einem ganz hohen Ross herab betrachtet und sich über "die da" lustig macht. Währenddessen versorgt er seine Fans mit gekauften Inhalten und schlechten Mobile-Spielen. Er sagt es selbst: 50 Millionen Abonnenten, das ist einmalig auf Youtube. Vielleicht wäre es dann an der Zeit, weniger Nonsense zu produzieren? Danke.

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