EA lernt es einfach nicht

von Daniel Kirschey (13. Dezember 2016)

Da geistert plötzlich ein Interview von Dice-Produzent Paul Keslin im Netz herum. Darin bestätigt er, dass sich viele Fans für Star Wars - Battlefront einen Einzelspielermodus gewünscht haben. Was für eine Überraschung. Das nehme man sich nun für den zweiten Teil aber zu Herzen - eine späte Einsicht. Irgendwie kommt einem das bekannt vor - da gab es doch noch eine andere Spielreihe von Electronic Arts, die einen ähnlichen Weg beschritten hat.

Als Titanfall 2014 erscheint, vermissen Spieler wie auch Presse einen Einzelspielermodus - siehe dazu auch den Test: "Titanfall - Die neue Generation des Online-Shooters". Obwohl das Spiel gute Wertungen einfährt, schien das Interesse der Spieler schnell zu schwinden. Titanfall 2 hat nun einen Einzelspielermodus, bekommt noch bessere Kritiken - doch die Spieler interessieren sich nicht mehr für das Spiel oder die Marke. Niedrige Verkaufszahlen deuten es an: Titanfall 2 geht neben Battlefield 1 vollkommen unter. Dass EA es nicht zu einem anderen Zeitpunkt herausbringt verwundert. Der Misserfolg von Titanfall 2 setzt sich aus mehreren Punkten zusammen, doch der negative Nachhall der Kritik am ersten Teil spielt hier definitiv eine Rolle.

Und die Geschichte wiederholt sich. Nun soll also auch Battlefront 2 einen Einzelspielermodus bekommen. Wieder erhält erst der zweite Teil das, was die Spieler wollen. Doch die Frage ist: Interessiert es sie dann noch? EA scheint aus seinen Erfahrungen nicht zu lernen und sich krampfhaft an bestehende Abläufe zu halten. Statt auf die Wünsche der Käufer zu hören, wird der bekannte und ausgetretene Weg weiter beschritten. Und dann ärgern sich Spieler, dass Marken einfach fallengelassen werden und irgendwo im Nirvana verschwinden.

Tags: Multiplayer   Singleplayer   Science-Fiction  

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