Test The Show

von Gerd Schüle (14. März 2007)

Unter dem Pseudonym Richard Bachman hat Stephen King das Buch Running Man herausgebracht, das 1987 mit Arnold Schwarzenegger verfilmt wurde. In diesem Science-Fiction Szenario geht es darum, dass in einem totalitären Regime unbequeme Zeitgenossen in einer Fernsehshow gegen bezahlte Söldner antreten müssen. Da sie gegen diese kaum eine Chance haben, ist das eine unterhaltsame Möglichkeit Regimegegner loszuwerden. Diese Story könnte bei den Entwicklern von Sixteen Tons die Grundidee hervorgerufen haben zu ihrem neusten PC Spiel "The Show".

Meine Basis wird angegriffenMeine Basis wird angegriffen

Ein diktatorischer Fernsehmoderator

Im virtuellen Amerika hat es der Fernsehmoderator Lou Baxter geschafft, den Bundesstaat Kalifornien zu übernehmen und seine Unabhängigkeit zu erklären. Damit der knallharte Diktator ohne großes Aufsehen zu erregen Regimegegner loswerden kann, hat er nach dem Motto der alten Römer, Brot und Spiele, eine Fernsehshow ins Leben gerufen. Der Grundgedanke ist dabei derselbe wie bei dem Film "Running Man": unbequeme Zeitgenossen und Regimegegner müssen in dieser manipulierten Show gegen Regierungstruppen antreten. Anhand dieser Story gibt es natürlich nur eine Kampagne, in der ihr in die Rolle von Frank Harries schlüpft. Dieser Mann hat von der rechtmäßigen Regierung der USA den Auftrag erhalten, die Truppen der angeblichen Verbrecher zum Sieg zu führen, dem Diktator dabei das Handwerk zu legen und den Bundesstaat Kalifornien wieder in die Gemeinschaft der USA einzufügen. Diese Story wird anhand von spannenden Zwischensequenzen erstklassig entfaltet und ist zudem erfrischend anders.

Es gibt recht außergewöhnliche EinheitenEs gibt recht außergewöhnliche Einheiten

Bewährtes Spielprinzip

So ideenreich die Geschichte von "The Show" auch ist, so altbewährt präsentiert sich der eigentliche Spielablauf. Ihr beginnt damit, eine Basis aufzubauen, betreibt Forschung und produziert eine möglichst schlagkräftige Armee, um die anfallenden Aufgaben auszuführen. Diese sind leider wenig abwechslungsreich gestaltet. Deshalb laufen schon nach relativ kurzer Zeit immer wieder dieselben Kämpfe ab, in klassischem Echtzeitstil. Spannung in die ganze Geschichte bringt das Ressourcen System, das die Entwickler offensichtlich von "Dawn of War" und "Company of Heroes" abgekupfert haben. Auf den Schlachtfeldern befinden sich strategische Punkte. Umso mehr ihr davon einnehmt, desto mehr Geld fließt in eure Kasse und desto weniger in die Kasse eurer Feinde. Ihr müsst lediglich darauf achten, dass diese strategischen Punkte miteinander verbunden sind. Punkte, die ihr zwar kontrolliert, die aber nicht mit den andern verbunden sind, bringen euch nichts. Der zweite Rohstoff ist Strom, den ihr mit Generatoren erzeugt. Auch hier sind auf der Karte besonders geeignete Stellen vorhanden, auf denen das Stromerzeugen deutlich effizienter verläuft. Dieses Prinzip sorgt wenigstens für einen flotten Spielverlauf.

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