Test Seven Kingdoms 2 - Seite 2

Eins an der Steuerung hat mich wirklich zur Weißglut getrieben: Man kann zwar mit Strg + Nummer einer Gruppe eine Nummer zuweisen, nur kann man diese auch nur mit einer kleinen Verrenkung aufrufen. Dazu muß man nämlich die ALT-Taste und die Nummer drücken. Vor allem Starcraftspieler dürften wissen, wieso das zu Verrenkungen führt, wenn man schnell Truppe Eins und Neun anwählen muss. Aber das schlimmste ist ja, dass man nicht auf die angewählte Truppe zentrieren kann. Muss ich denn immer erst auf der Karte schauen, um zu meinen Truppen zu kommen? Bei Starcraft hats ja auch geklappt!

Die Grafik lässt allerdings zu Wünschen übrig. Es ist zwar verschmerzbar, daß es keine Filmzwischensequenzen gibt, aber muss es denn heute noch sein, dass die Grafik pixelig aussieht? Beim Kampfansichten sind den Programmierern anscheinend auch die Ideen ausgegangen. Da gibt es beispielsweise eine Frythaner-Rasse, die aussieht wie eine Zwiebel in einem Umhang und sich zum Kampf auf den Boden legt, um ein paar komische Blitze unter dem Vorhang rauszulassen. Das entbehrt nicht einer gewissen (mit Sicherheit nicht freiwilligen) Komik. Der Sound ist schnell beschrieben: Er nervt tierisch. Die Figuren lassen ein ziemlich undefinierbares Grunzen raus und die Musik ist auch so gut wie nicht zu hören.

Eins sei aber auf alle Fälle noch lobend erwähnt: Der Schwierigkeitsgrad wurde für die Kampagne via Zufallsgenerator mit immer neu berechneten Einsätzen und Karten fünffach abgestuft, für die neun vorgegebenen Szenarien gar siebenfach. Zusätzlich lassen sich Gegneraggressivitäten, Ressourcenreichtum, die Komplexität des Wirtschaftsmoduls und vieles mehr vom Spieler bestimmen. Im Verbund mit dem simple zu handhabenden Missionseditor steht Wiederspielbarkeit also wirklich außer Frage.

An ein Multiplayerspiel wurde natürlich auch gedacht: Man kann mit bis zu 7 Spielern via LAN spielen. Im Multiplayer-Modus wird sich dann auch zeigen, ob es eine gute Idee war, die Frythaner einzubauen. Denn beim Spielen ist mir durchaus die Befürchtung gekommen, daß die Fraythaner bei einem Multiplayerspiel einfach zu stark und vor allem zu schnell sind. Abschließend sei gesagt, daß es gut tut, mal wieder ein Spiel zu sehen, daß sich nur wenig an den großen Vorbildern Warcraft und C&C orientiert: Eine Basis bauen, Ressourcen abbauen, ein wenig Wissenschaft und Tonnen um Tonnen an Einheiten zu produzieren (meistens sogar von der selben Art), um schließlich in einem finalen Endkampf die Gegner zu überrennen.

Bei SK 2 geht das zum Glück nicht: Es ist absolut unerlässlich, eine florierende Wirtschaft aufzubauen, weil einem sonst sehr schnell das Geld ausgeht. Aus diesem Grund ist ein Rush auch nur sehr schwer durchzuführen - und das ist gut so! Die Komplexität wird zwar viele Spieler abschrecken, aber wer sich die Zeit zum Einspielen nimmt wird ein Spiel voller Möglichkeiten entdecken, daß auch noch nach Wochen Spaß macht. Kurzum: Civilization meets Starcraft - absolut zu empfehlen!

70

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Tags: Singleplayer   Multiplayer  

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