Test Der erste Kaiser

von Gerd Schüle (07. November 2002)

Das Entwicklerteam von Impressions Games hat sich als Spezialist für Aufbauspiele bewährt. Nachdem sie uns schon auf eine Reise zu den Römern, Ägyptern und Griechen mitgenommen haben, entführen sie uns nun in ihrem neusten Spiel "Der erste Kaiser" in das Reich der Mitte - nach China. In unserem Test erfahrt ihr, ob es außer dem neuen Szenario auch noch spielerische Änderungen gegeben hat.

Eine Stadt entstehtEine Stadt entsteht

Wie gehabt

Wie bei den Vorgängerspielen Zeus, Pharao und der Caesar- Reihe geht es in "Der erste Kaiser" darum, ein blühendes Reich aufzubauen. Dazu wirst du in die Zeit zurückversetzt, als Kaiser unangefochten herrschten und China die größte und prachtvollste Macht der Erde war. Die Story des Spiels erstreckt sich über sieben Dynastien von Chinas vorkaiserlicher Xia-Dynastie bis zur Invasion der Mongolen in das Reich der Mitte unter Dschingis Khan und enthält deshalb mehr als 3000 Jahre chinesischer Geschichte. Allerdings ist das die einzige Innovation des Spiels, ansonsten gleicht es dem Vorgänger "Zeus" wie ein Ei dem anderen. Wie bei allen anderen Vorgängern auch muss man in "Der erste Kaiser" seine Fähigkeiten als Stadtplaner unter Beweis stellen indem man die notwendigen Gebäude bestmöglichst platziert und möglichst schnell eine gut funktionierende Infrastruktur aufbaut. Nur wer dabei die fernöstliche Kultur berücksichtigt wird seine Bewohner auf Dauer zufrieden stellen.

Die WeltkarteDie Weltkarte

Bewährte Grafik

Auch wenn viele über die scheinbar antike 2D-Grafik des Spiels jammern, für diese Art des Spieles ist es trotzdem die bessere Wahl. Allerdings ist in diesem Bereich auch heutzutage etwas mehr möglich. Trotzdem sieht das Spiel gerade noch zufriedenstellend aus. Mit viel Liebe zum Detail wurde der fernöstliche Flair gut rübergebracht. Der Sound des Spieles ist dagegen sehr gelungen, und unterstützt das Geschehen auf dem Bildschirm stets bestens. Auch die bewährte Bedienung des Spieles gibt sich keine Blöße. Dank des vorbildlichen Tutorials erübrigt sich das Lesen des ausgezeichneten Handbuchs.

Meinung von Gerd Schüle

Schon nach einer relativ kurzen Spielzeit habe ich mich gefragt was das soll. Es gab außer dem neuen Szenario bei dem Spiel nichts Neues zu entdecken, ja selbst die Strategien, die man erfolgreich im Vorgänger angewandt hat, führen auch bei "Der erste Kaiser" sehr schnell zum Ziel. So gesehen ist der Preis des Spieles eigentlich für Fans der Serie unverschämt, weil sie nun mal nichts spielerisch Neues geboten bekommen. Da aber das bewährte Spielprinzip einem trotzdem nach wie vor an den Bildschirm fesselt, ist "Der erste Kaiser" keinesfalls ein schlechtes Spiel. Fans der Serie werden wohl auf jeden Fall zugreifen. Gelegenheitsspieler, die den Vorgänger schon besitzen, sollten sich das Geld sparen. Einsteiger und solche, die schon lange einmal solch ein Spiel ausprobieren wollten, können dagegen bedenkenlos zugreifen.

76

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