Trends, die 2016 genervt haben: Konsolen, die wie PCs sind

von Matthias Kreienbrink (30. Dezember 2016)

Es war so ein schönes Versprechen: Ihr schließt die Konsole an den Fernseher an, legt ein Spiel ein und zockt einfach los. "Plug and Play" nennt sich dieses Konzept - doch leider funktioniert es schon lange nicht mehr.

Besonders stark hat es uns dieses Jahr genervt, dass Konsolen sich kaum noch von PCs unterschieden. Doch leider nur bei den negativen Aspekten. Aufrüsten ist nicht, Mods nur sehr eingeschränkt. Dafür aber riesige Patches und stundenlange Downloads, bevor ihr endlich loszocken könnt. Denn so schnell wie der PC laden die Konsolen die Daten nicht herunter. Wenn ihr also ein neues Spiel gekauft habt, könnt ihr direkt mal einen halben Tag Warten einplanen. Patches am ersten Tag sind sowieso Standard - ein Spiel fertig und fehlerfrei auf den Markt zu bringen ist ein Ding der Vergangenheit.

Ebenso ist es inzwischen obligatorisch, dass die Spiele - selbst wenn ihr sie auf Disc gekauft habt - auf die Festplatte geladen werden. So sind 500 Gigabyte an Festplattenspeicher ganz schnell voll, ob ihr wollt oder nicht. Zusätzlich kommen dann noch riesige Datenmengen an Patches, DLC oder Updates, die eure Festplatte nach und nach vollstopfen. Wollt ihr mehrere Spiele gleichzeitig zocken, müsst ihr euch oftmals dafür entscheiden, ein altes Spiel zu löschen. Das ist ärgerlich, wenn ihr plötzlich doch Lust bekommt, nochmal eine Runde zu spielen. Eine positive Ausnahme ist hier Nintendo, die euch erlauben, alles von der Disc abzuspielen.

Zuletzt - auch wenn es freilich noch mehr Probleme der aktuellen Konsolen-Generation gibt - nervte dieses Jahr die fehlenden Spielen, die einen lokalen Multiplayer boten. Denn was die Konsolen lange Zeit von den PCs unterschieden hat, war das gemütliche Zocken mit Freunden vor dem Fernseher. Doch es gibt kaum noch Spiele - abseits einiger Titel von Nintendo - die dieses Feature bieten. Vielmehr setzen auch Konsolen-Spiele immer mehr auf den Online-Multiplayer, der aber selten so gut funktioniert wie auf dem PC.

Wie soll es also weitergehen? Wir würden uns darüber freuen, wenn Konsolen wieder mehr zu ihren "Plug and Play"-Anfängen finden würden. Wir wollen mehr Zeit mit Zocken und weniger Zeit mit mühsamen Downloads verbringen. Vielleicht schaffen Nintendo Switch und Xbox Scorpio das ja.
Und wie seht ihr das - nervt euch diese Entwicklung auch, oder seid ihr zufrieden damit, wie Konsolen momentan funktionieren?

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Für diese Spiele sollten sich PC-Besitzer eine Konsole kaufen

Trotz Allem lohnt es sich natürlich, eine Konsole zu besitzen. Einige Argumente dafür findet ihr in der Bildergalerie.

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