Vorschau Sniper Elite 4: Virtuelle Nazis im Fadenkreuz

von Thomas Stuchlik (19. Januar 2017)

Neues Szenario und vielbekannte Action: Der vierte Teil der "Sniper Elite"-Reihe baut auf klassische Serienstärken in frischer Umgebung. spieletipps hat Teil 4 angespielt.

Scharfschützen haben 2017 die Qual der Wahl. Gleich zwei neue Spiele fokussieren sich auf den Alltag eines "Snipers": Mit Sniper - Ghost Warrior 3 erwartet euch eine anspruchsvolle Simulation mit viel Taktik in moderner Spielwelt. Rivale Sniper Elite 4 bleibt sich dagegen treu und setzt auf bodenständige Action. Wie gewohnt entführt euch das Spiel in die Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Ihr kämpft gegen Nazi-Deutschland und dessen Verbündete. Diesmal aber nicht in Nordafrika wie im Vorgänger, sondern im schönen Italien.

Das entsprechend sonnige Szenario ist deshalb deutlich grüner als der sandige Vorgänger ausgefallen. Ihr infiltriert hügelige Landstriche, in denen sich Wehrmachts-Posten verstecken. Ebenso besucht ihr besetzte Städtchen, Küstenstreifen und sogar Kloster-Anlagen. Als Agent Karl Fairburne unterstützt ihr den Widerstand, um Italien dem Dritten Reich zu entreißen.

News zu Games, Cheats, Konsolen & mehr! Jetzt direkt per WhatsApp auf dein Smartphone. Starte jetzt!
1
Klicke unten und speichere die Nummer als „Spieletipps”!
2
Schicke uns eine Nachricht mit dem Wort „Start”. +4915792369701

Rechtes Pack im sonnigen Süden

Die angespielte Kampagnen-Mission beginnt in einer hügeligen Region an der malerischen Küste. Die schicke Naturkulisse erweist sich dabei schnell als zweischneidiges Schwert – zu euren Gunsten wie zu euren Ungunsten.

Der Schein trügt, denn das hübsche Szenario steckt voller tödlicher Feinde.Der Schein trügt, denn das hübsche Szenario steckt voller tödlicher Feinde.

Die schöne Aussicht erfreut das Spielerauge, jedoch lassen sich Gegner weitaus schlechter erspähen als im Wüstenszenario des Vorgängers. Die Vegetation mit vielen Bäumen, Gräsern und Büschen schränkt die Sicht weitaus mehr ein. Deshalb solltet ihr noch vorsichtiger vorgehen, denn Gegner überseht ihr hier schnell. Wie gut, dass ihr mit dem Fernglas die Umgebung erkundet und Feinde vorab markieren dürft. Dann erkennt ihr die Burschen selbst hinter Hindernissen.

Die üppige Natur birgt auch einen entscheidenden Vorteil für euch. Denn in Büschen findet ihr jederzeit eine sichere Zuflucht. Selbst alarmierte Gegner rennen blindlings daran vorbei und suchen euch anderswo. Auch hilfreich ist der Radarschirm am unteren Bildrand, der die Position jedes nahen Feindes aufdeckt. Das macht die Angelegenheit anfangs fast schon zu einfach. Profis dürfen jedoch auch im "Hardcore"-Modus ohne jegliche Bildschirmeinblendung gegen aufmerksamere Gegner vorgehen.

Ballern mit Hirn

Der Spielablauf gleicht dem dritten Teil: Habt ihr die Lage sondiert, geht es zur Tat. Mit dem Scharfschützengewehr visiert ihr euer ahnungsloses Ziel auf hunderte Meter Entfernung an und drückt den Abzug.

Autsch! Mit euren Treffern zerschmettert ihr Knochen und lebenswichtige Organe.Autsch! Mit euren Treffern zerschmettert ihr Knochen und lebenswichtige Organe.

Ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht, schließlich soll jeder Schuss sitzen. Entsprechend visiert ihr Kopf oder Brustbereich für euer tödliches Projektil an. Für den perfekten Schuss haltet ihr den Atem an, um ruhig zu zielen und die Zielsicht noch ein Stückchen zu vergrößern. Besonders gelungene Schüsse inszeniert das Spiel mit einer rasanten Kamerafahrt, die die Kugel bis ins Ziel verfolgt.

In Superzeitlupe seht ihr, wie das Geschoss physikalisch korrekt in den Körper des Feindes eindringt. Dank Röntgen-Sicht erkennt ihr genau, welche Knochen und Organe getroffen werden. Diese Perspektive kennt ihr schon vom Vorgänger und ist auch diesmal nichts für empfindliche Gemüter. Allerdings kann diese Kamera-Funktion auch eingeschränkt oder ganz abgeschaltet werden. Vor allem, falls diese euch aus dem Spielfluss reißt.

Vermeidet großes Aufsehen!

Als Scharfschütze solltet ihr darauf achten, nicht aufzufliegen. Nicht einfach, denn sobald ein Schuss abgefeuert wird, sind Gegner gewarnt. In Teil 4 könnt ihr deshalb auch schallgedämpft mit spezieller Munition feuern. Diese ist natürlich seltener, sorgt aber für weitaus weniger Aufsehen.

Vor dem Schuss haltet ihr den Atem an und haltet vor.Vor dem Schuss haltet ihr den Atem an und haltet vor.

Alternativ nutzt ihr andere Geräuschquellen, um eure Schüsse zu kaschieren. Beispielsweise fliegen in einigen Szenarien immer wieder lautstarke Bomber über eure Köpfe. Ebenso können herumstehende Generatoren für Lärm sorgen. Feinde reagieren erwartungsgemäß auf auffällige Aktionen und schnüffeln schnell herum oder schlagen gleich Alarm. Flüchtet dann einfach aus dem Suchgebiet. Denn nach kurzer Zeit gehen die Wachen wieder zum Alltag über. Und ihr schreitet zu einem neuen Anlauf.

Dennoch kommt es hin und wieder zu direkten Auseinandersetzungen. Doch Held Karl bringt gleich mehrere Wummen mit. Mit der schallgedämpften Pistole bringt ihr das Gegenüber aus nächster Nähe ums Eck. Mit dem Maschinengewehr schaltet ihr gleich ganze Trupps aus. Ebenso nützlich sind Granaten, Minen und Sprengstoff, die ihr vorrangig gegen Fahrzeuge oder Panzer einsetzt. Erledigte Gegner solltet ihr übrigens nach Munition und nützlichen Gegenständen durchsuchen. In engen Räumlichkeiten ist es außerdem ratsam, die Körper zu verstecken.

Ausladende Einsätze

Die Kampagne von Sniper Elite 4 besteht aus acht Missionen, was nicht nach viel klingt. Doch das täuscht, denn die einzelnen Einsätze können durchaus einige Stunden beanspruchen. Je nachdem wie ihr vorgeht und welche Nebenaufgaben ihr erfüllen wollt.

Planung ist die halbe Miete. Kundschaftet das Gebiet vorsichtig aus.Planung ist die halbe Miete. Kundschaftet das Gebiet vorsichtig aus.

Auch schön, dass die Missionsziele zuerst gar nicht klar sind. Erst mit Aufklärungsarbeit erfahrt ihr, wo sich bestimmte Personen aufhalten oder wie ihr bestimmte Kriegsgeräte ausschalten könnt. Die gesamte Kampagne lässt sich auch kooperativ mit einem Online-Partner bestreiten. Bei guter Absprache kann das den Bildschirm-Alltag erheblich erleichtern. Oder erschweren. Denn eure Schleich-Einlagen könnten schnell umsonst sein, wenn euer Partner lautstark Kugeln in Gegnerköpfe rammt.

Letztlich dürfen vier Online-Spieler ihr Können im "Survival"-Modus beweisen. Dabei verteidigt ihr bestimmte Areale vor immer neuen Angreiferwellen. Die schiere Überzahl an Feinden zwingt zur effektiven Zusammenarbeit, auch da ihr euch gegenseitig wiederbeleben könnt.

Weiter mit: Fakten, Meinung

Inhalt

Tags: Singleplayer   Multiplayer  

Kommentare anzeigen

Wir haben Politiker gefragt: Welche Spiele würden Sie Ihren Wählern empfehlen?

Wir haben Politiker gefragt: Welche Spiele würden Sie Ihren Wählern empfehlen?

Am 24. September wird in Deutschland gewählt. Daher das Wichtigste direkt zuerst: Geht wählen! In Videospielen (...) mehr

Weitere Artikel

Killer Instinct: Darstellung auf der Xbox One X in nativer 4K-Auflösung

Killer Instinct: Darstellung auf der Xbox One X in nativer 4K-Auflösung

Mit der Xbox One X will Microsoft voraussichtlich im November die bislang leistungsstärkste Konsole auf den Markt (...) mehr

Weitere News

Newsletter

Mit diesem Formular kannst du den Spieletipps.de Newsletter kostenlos abonnieren.

zurück zur Vorschau-Übersicht