Test Maelstrom

von Gerd Schüle (02. März 2007)

Gute Ideen sind noch lange kein Garant für hohen Spielspass. Nur wenn gute Ideen gelungen umgesetzt sind, kommt als Ergebnis ein exklusives Spielerlebnis heraus. Laut den Entwicklern von KDV Games strotz ihr neustes Spiel "Maelstrom" nur so vor coolen, neuen Features. Selbst wenn das stimmt, bleibt immer noch die Frage offen, ob sie es geschafft haben, diese auch in ein gelungenes Spielerlebnis umzusetzen.

Düstere EndzeitstimmungDüstere Endzeitstimmung

Endzeitstimmung

Die Story von "Maelstrom" verbreitet eine coole Endzeitstimmung, bei der die Menschen nach einer Naturkatastrophe und dem nuklearen Supergau in ein allerletztes entscheidendes Gefecht verwickelt werden. Zwei Parteien kämpfen um die letzten Rohstoff Reserven und außerdem greifen dann noch die außerirdischen Hai-Genti ins Geschehen ein. Die Geschichte an für sich ist recht gut, ihre Präsentation aber nicht. Die Videos sind von der Gestaltung genauso wenig sehenswert wie die triste Grafik. Sicherlich, es gibt ein paar gelungene Spezialeffekte, aber die halten sich in Grenzen und ansonsten ist die grafische Gestaltung des Spiels in Bezug auf sein Aussehen und den Animationen schlichtweg unterdurchschnittlich. In öden Landschaften bewegen sich schlecht animierte Einheiten die höchstens vor fünf Jahren einen Schönheitspreis gewonnen hätten. Grafisch ist das Spiel so trist wie das Endzeitszenario. Der Sound geht zwar in Ordnung, mehr aber nicht. Lediglich die Steuerung des Spiels haben die Entwickler gut hinbekommen.

Grafisch kann das Spiel nicht überzeugenGrafisch kann das Spiel nicht überzeugen

Ungewöhnliche Ideen in einem gewöhnlichen Spiel

Sicherlich hat "Maelstrom" alles was ein klassisches Echtzeit Strategiespiel braucht. Ihr sammelt Ressourcen, zieht eine Basis in die Höhe baut euch eine Armee auf und bekämpft den Feind, allerdings meistens in sehr stupiden Missionen, die sich sehr ähnlich sind, wie z. B. "Suche einen Weg von einem Punkt zum andern" oder "Baue ein paar Soldaten", wie spannend. Aber da sind ja noch die coolen Features, die nicht nur angekündigt wurden, sondern die zwar den Weg ins Spiel gefunden haben, aber wie. Ihr könnt z. B. euren Held in der Egoansicht steuern, aber der Spielspaß bleibt dabei auch aufgrund der schlechten Steuerung auf der Strecke. Dann gibt es noch das geniale Terraforming, mit dem ihr das Gelände nach belieben verändern könnt oder ihr nutzt das Wetter zu euren Gunsten aus. Aber rein spielerisch wurde all dies schlecht umgesetzt und zusammen mit der schlechten Wegfindung und miesen KI der Gegner bleibt unterm Strich nur noch ein unterdurchschnittliches Spiel übrig. Was nützen coole Ideen deren Durchführung mühsam ist und die den Spielspaß ausbremsen. Vor allen Dingen da man in den meisten Levels mit den einfachsten Tricks, wie z. B. Gegner anlocken und dann vernichten, ans Ziel kommt.

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