Test Might & Magic 7 - Seite 2

Nach einiger Spielzeit und erfolgreich abgeschlossenen Quests füllt sich die Kasse rasch und ist auch durch größere Investitionen kaum zu schröpfen. Das Ersparte sollte auch nach Möglichkeit bei den in jedem Ort ansässigen Banker abgeliefert werden, um den Verlust seiner Schätze bei einem leichten Anfall von Tod zu vermeiden. Das Giro-Netz in Erathia scheint ausgezeichnet zu sein, so daß eine Bar-Abhebung in jedem Stadteil funktioniert. Ein kleines Taschengeld bei der Erforschung des Landes sollte ausreichen.

Auf Eurer Entdeckungsreise durch Erathia lauern überall Gefahren, ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft. Die meistens in gnadenloser Überzahl auftauchenden Horden wollen den Helden permanent an den Kragen, stundenlange Kämpfe bestimmen das Spielgeschehen. Wahlweise können diese kämpferischen Auseinandersetzungen in Echtzeit oder rundenbasiert ausgefochten werden. Die Anwendung des rundenbasierten Kampfmodus ist bei größeren Gefechten übrigens sehr hilfreich. Die Zeit für die Auswahl effektiver Zaubersprüche und Waffen sollte sich jeder Spieler gönnen, um nicht schon gleich zu Anfang einer Auseinandersetzung den Überblick zu verlieren.

Leider laufen die Kämpfe immer nach dem gleichen Schema ab und werden dadurch schnell eintönig. Die zu lösenden Rätsel können einen erfahrenen Rollenspieler ebenfalls nicht überzeugen, zu einfach gestaltet sich das Auffinden vermißter Personen oder verschollener Artefakte. Anspruchsvolle Quests sind wie im Vorgänger von M&M 7 leider Mangelware.

Eine echte Enttäuschung ist die grafische Umsetzung des neuen Teils. Obwohl erstmals 3D-Karten unterstützt werden, ist eine optische Verbesserung zum Vorgänger nicht zu erkennen. Die Umgebung, in der sich die Heldengruppe bewegt, wirkt kantig und geometrisch, Monster werden zweidimensional dargestellt, dazu die altbekannte schlechte Auflösung - wirklich kein Genuß für rollenspielverwöhnte Zocker. Der ungenügende dreidimensionale Eindruck nagt zu sehr am Spielspaß, um aus M&M 7 ein konkurrenzfähiges Rollenspiel zu machen. Zudem blieb der Sound ebenfalls unverändert, so daß sich bei mir mit zunehmender Spieldauer der Eindruck erweckte, es handle sich hierbei lediglich um eine Missions-CD von M&M 6.

Für Anhänger dieser Rollenspielserie wird die Fortsetzung wohl eine herbe Enttäuschung sein. Wer allerdings auf altbewährtes schwört, wird sich in dem neuen Teil wohlfühlen, ohne sich dabei auf eine neue Spielbedienung umstellen zu müssen. Noch unbefleckten M&M 7-Interessenten kann ich dieses Spiel nicht empfehlen. Für mich sind im Vergleich zum Vorgänger nur Verbesserungen in kleinen Details sichtbar geworden, einfach zu wenig, um daraus ein ernstzunehmedes Rollenspiel zu formen. Might & Magic 7 - leider doch der verflixte siebte Teil!

50

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Tags: Singleplayer   Fantasy  

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