Test Gun

von Gerd Schüle (21. November 2005)

Spätestens seit dem Filmhit "Spiel mir das Lied vom Tod" hat sich das einst glorifizierte Bild des Wilden Westens verändert. Das war eine harte und wilde Zeit und genau in diese Zeit will euch der Westernshooter "Gun" entführen. In unserm Test erfahrt ihr, ob es sich spielerisch gesehen lohnt, dass ihr in der Rolle des Colton White eine Reise in den Wilden Westen unternehmt.

Magruder, der OberschurkeMagruder, der Oberschurke

Zwei glorreiche Halunken

Alles fängt ganz beschaulich an. Im Tutorial bringt euch euer Vater, der Trapper Ned, das Schießen mit Revolver und Gewehr bei. Doch kaum habt ihr das gelernt, fängt auch schon der blutige Ernst des wilden Westens an. Ihr befindet euch in der Rolle des Colton White auf einem Dampfer, der von Schurken überfallen wird, die sich als Indianer verkleidet haben. Trotz hartem Kampf und vielen Toten geht am Schluss der Dampfer in einer gewaltigen Explosion in die Luft. Doch vorher erfahrt ihr noch, dass Ned nicht euer wirklicher Vater ist. Während Ned bei der Explosion das Zeitliche segnet, könnt ihr ihn gerade noch rechtzeitig verlassen. Nun begebt ihr euch auf die Suche nach eurer Vergangenheit und deckt dabei eine Verschwörung in der Gegenwart auf. Der einäugige Oberbösewicht General Magruder sucht nach dem legendären goldenen Kreuz von Coronado und will zudem auch noch den Wilden Westen unterjochen. Die spannende Story strotzt dabei nur so vor Klischees die so manchem Italo-Western entnommen worden sind. Einmal müsst ihr z. B. einen schon am Galgen baumelnden Freund mit einem Meisterschuss retten so wie das in dem Film Zwei glorreiche Halunken auch der Fall war. Das ist aber beileibe nicht die einzige Szene, die aus einem Spagetti Western entnommen sein könnte.

Schießereien wie im Wilden WestenSchießereien wie im Wilden Westen

Sein Colt pfeift die Todesmelodie

Die spannende Geschichte des Spiels wird in sehenswerten Zwischensequenzen gekonnt entfaltet. Auch wenn es in den meisten Missionen eigentlich darum geht, dass Colton White mit seinen Waffen das Lied des Todes spielt, sind die Aufgaben die ihr erfüllen müsst dabei recht vielfältig. Ihr befreit eine Dirne aus der Hand von Gangstern, rettet einen Salon davor, dass er abgefackelt wird, verhindert, dass eine Brücke in die Luft gesprengt wird indem ihr nahende Brandpfeile abschießt, beschützt ein Postkutsche vor wütenden Apachen, führt einen Überfall auf einen Zug durch, flieht aus dem Knast oder überfallt mit Indianern ein Fort. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Denn außer den unumgänglichen Storymissionen gibt es noch zahlreiche Nebenaufgaben die ihr fast jederzeit erfüllen könnt. Im Grunde ist das Spiel so aufgebaut wie die GTA Reihe. Ihr seid in einem Gebiet, das aus den zwei Städten Doge City und Empire besteht, einer großen Präriefläche, einem Canyon, Höhlen, verlassenen Hüten einer Ranch und einem Fort. Zu Beginn des Spieles haltet ihr euch zwar hauptsächlich in Doge City auf, danach könnt ihr euch aber wie bei den GTA Spielen völlig frei in der Welt von "Gun" bewegen.

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