Test Nioh - Meinung und Wertung

Fakten:

  • spannende Geschichte in der japanischen Mythologie
  • basiert teilweise auf historischen Ereignissen
  • sympathische Charaktere
  • spannende und martialische Kämpfe inklusive fliegender Körperteile
  • viel Sammelbares
  • hohe Spielzeit
  • angenehme Lernkurve
  • massenhaft neue Rüstung und Waffen
  • 6 Waffenklassen
  • pro Klasse 3 mögliche Kampfhaltungen
  • wählbare Schutzgeister
  • dauerhafte Boni durch Rufsystem - ähnlich dem Badass-System aus Borderlands 2
  • unheimliche und spezielle Stimmung
  • intuitive Steuerung
  • komplexes Kampfsystem
  • Online-Koop-Modus für 2 Spieler
  • umfangreiche Rollenspiel-Elemente
  • aufwändige Inszenierung
  • erscheint voraussichtlich am 8. Februar 2017 für PS4
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Meinung von Michael Krüger

Ein Spiel im Stil von Dark Souls gemixt mit japanischer Mythologie und traditionellen Waffen? Das klingt doch gar nicht schlecht. Immerhin lasse ich mir gerne digital den Hintern versohlen und dabei Lektionen in Sachen Selbstüberschätzung erteilen. Die Folterkammer der Videospiel-Enthusiasten lechzt nach wie vor nach neuem Werkzeug und Nioh verspricht baldige Linderung des unbändigen Drangs nach waschechten Herausforderungen. Da mir die Szenarien der Souls-Spiele nicht so richtig zusagen und Bloodborne ebenfalls nicht auf Dauer mein Herz gewinnen konnte, ruhen speziell auch meine eigenen Hoffnungen auf Team Ninjas neuestem Streich. Ähnlich darf es schon sein, doch bitte nicht zu sehr. Und nach vielen Stunden im Japan des siebzehnten Jahrhunderts kann ich euch nun sagen, dass Nioh nicht einfach nur ein guter Klon ist. Es steht auch wunderbar für sich allein.

Zugegeben, es gibt schon irre viele Parallelen zwischen beispielsweise Bloodborne und Nioh. In beiden Spielen erkundet ihr sukzessive eine unheimliche und gefährliche Spielwelt, öffnet Abkürzungen, besiegt Bosse und verbessert nebenher eure Taktik sowie eure Ausstattung. Auch die harten Strafen für digitale Tode und die Möglichkeit, verlorene Punkte zurückzuholen, ist ziemlich ähnlich. Ja, sogar die Waffen-Zauber und Gegenstände in Form kleiner Lichter kennt ihr so bereits. Und trotzdem schafft es Nioh, einen eigenen Weg zu gehen.

So lässt euch das Spiel große Freiheiten bezüglich eurer Herangehensweise. Nicht nur innerhalb einer Mission, sondern auch generell. Bereits erledigte Aufgaben könnt ihr beispielsweise wiederholen, so dass ihr den Verlauf eures Abenteuers selbst bestimmt und dadurch auch den Grad eurer Unter- respektive Überlegenheit den Feinden gegenüber. Da sich eure Missionsgebiete über ganz Japan verteilen, variiert auch deren Optik und sogar das Wetter. Abwechslung ist also ein großes Thema. Auch wenn Nioh auf den ersten Blick nicht so wirken mag: Es ist äußerst originell und überrascht euch immer wieder mit cleveren Ideen. So viele, dass sie locker den Rahmen dieses Tests sprengen würden.

Für mich persönlich ist vor allem das Szenario ein Pluspunkt. Die stimmungsvollen Kulissen und die teilweise herrlich schrägen und fiesen Yokai formen eine dichte Atmosphäre, die mich trotz ihres Gruselfaktors nicht loslassen will. Nioh vereint bekannte sowie eigene Elemente, gibt euch umfangreiche Möglichkeiten, euren Kampfstil anzupassen und entführt euch in eine unheimliche und gleichzeitig bezaubernde Welt der japanischen Mythologie. Nicht nur für Anhänger der Souls-Reihe ist dieses fordernde Rollenspiel eine heiße Empfehlung.

87 Spieletipps-Award

meint: Nioh muss sich den Vergleich zur Souls-Reihe bis zuletzt gefallen lassen, überzeugt aber durch eigene Ideen und schafft es so, sich gleichzustellen.

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Inhalt

Tags: Singleplayer   Fantasy   Horror   Koop-Modus  

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