Test Crazy Factory

von Gerd Schüle (28. Dezember 2001)

Welcher Arbeitnehmer träumt nicht davon, mit einer eigenen Firma selbständig zu sein. Doch die wenigsten können diesen Traum erfüllen. Denen möchte Monte Christo helfen, diesen Traum wenigstens am eigenen PC mit dem Spiel "Crazy Factory" zu verwirklichen. In unserem Test erfahrt ihr, ob das Ganze auch nur trockene Arbeit ist oder ob es Spaß macht.

Die ForschungsabteilungDie Forschungsabteilung

Die zweite Chance

In "Crazy Factory" schlüpft man in die Rolle eines Studenten, der sein Studium verkorkst hat. Weil er nun keine Chance mehr auf einen ordentlichen Abschluss hat, nutzt er kurzerhand das Angebot, in einer alten Fabrikhalle eine eigene Firma zu gründen. Gesagt, getan und schon ist man der Chef eines neuen Unternehmens und versucht so futuristische Produkte wie WC's mit integriertem Fernseher, Rollschuhe mit Düsenantrieb oder Roboter als Haushaltsgehilfe an den Mann zu bringen. In der Forschungsabteilung entwickelt man neue Produkte, die man dann in den Produktionshallen herstellt. Per Marketing versucht man dann das Ganze möglichst Gewinn bringend zu verkaufen. Wird die Konkurrenz zu groß, kann man die Mafia kontaktieren. Wenn man nicht gleich solch harte Bandagen auffahren möchte, versucht man es eben erst einmal mit Werksspionage oder Bestechung. Es gibt verschiedene Szenarien, aber insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad des Spieles viel zu niedrig.

Die MontagehalleDie Montagehalle

Die Technik

Das gesamte Spiel kommt in einer netten Comicgrafik daher, die sich für ein Wirtschaftsspiel durchaus sehen lassen kann. Allerdings geht anhand der putzigen Grafik die Übersicht etwas verloren. Es gibt einige interessante und kreative Details. Trotzdem ist im Großen und Ganzen das Aussehen des Spieles recht schlicht aber durchaus akzeptabel. Ja, tatsächlich gibt es auch bei "Crazy Factory" etwas zu hören. Ratternde Maschinen und blubbernde Reagenzgläser sollen für Atmosphäre sorgen, allerdings ist das etwas zu dünn. Wenigstens enthält das Programm eine gut passende Hintergrundmusik. Die Bedienung des Spieles erfolgt größtenteils mit der Maus und einigen Tastaturbefehlen. Alles ist recht gut und logisch aufgebaut. In einem Tutorial wird man gut ins Spiel eingeführt.

Meinung von Gerd Schüle

"Crazy Factory" ist eine solide, aber leider viel zu einfache Wirtschaftsimulation. Selbst Anfänger kommen schon nach kurzer Zeit zu erstaunlichen Ergebnissen. Die Spielziele sind zwar sehr abwechslungsreich gestaltet, dafür aber der Weg dorthin nicht. Immer wieder fängt man mit der gleichen Fabrikhalle, den gleichen Einrichtungsgegenständen und dem selben Personal an, um im Prinzip die gleichen Abläufe in Gang zu bringen. Deshalb kommt spätestens nach dem Erreichen des dritten Spielziels Monotonie und Langeweile auf. Eine Preiskalkulation wird eben auch dann nicht spannender, wenn man sie relativ hübsch in eine Comicgrafik verpackt. Geübte Spieler sollten sich deshalb den Kauf des Spiels auf alle Fälle verkneifen und Anfänger sollten sich überlegen, ob sie dazu bereit sind für ein sehr einfaches Spiel DM 70,- auszugeben.

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