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Bet on Soldier

Noch immer ist wie eh und je das Actionspielgenre das jenige mit den meisten Spiele- Neuerscheinungen. Bei all der Masse wissen Publisher sehr wohl, dass ihre Produkte Besonderheiten bieten müssen, um beim Publikum anzukommen. Unter diesem Gesichtspunkt haben wir uns auch "Bet on Soldier" angesehen, ein Shooter, der laut Hersteller etliche dieser Besonderheiten verspricht. Von Daniel Frick

2. Okt 2005

Eine dunkle Vision: Der Krieg als Geschäft

2 Champions im Kampf

Die Welt in "Bet on Soldier" ist eine wie sie sein könnte, auch wenn sie einen düsteren Blick in die Zukunft wirft. Wir befinden uns in einem fiktiven Jahr 1998. Seit 80 Jahren herrscht Krieg zwischen der Konföderation der Westrepubliken (KWR) und den Vereinten Asiatischen Nationen (VAN). Doch die beiden Regierungen sind nur Marionetten der mächtigen Rüstungskonzerne. Denn weil der Krieg nicht nur zu einem Geschäft, sondern zu einem Lebensinhalt geworden ist mit dem sich auch gut verdienen lässt, ist er ein fester Bestandteil des Lebens geworden. Der Farmer Nolan Daneworth, in dessen Haut wir schlüpfen, hat in den grausamen Wirren dieses Krieges seine Frau verloren, die einem Attentat zum Opfer fiel. Die Übeltäter waren B.o.S. Champions, eine Art Mischung aus Elite-Soldat und modernem Gladiator, deren Kämpfe auf dem Schlachtfeld stattfinden und in 3 Ligen live im Fernsehen übertragen werden. Nolan sinnt auf Rache und lässt sich selber zu einem Champion ausbilden, um die Mörder seiner Frau zu finden und sie zu töten. Dass nebenbei noch eine längst vergessene Vergangenheit Nolan einholt, erhöht den Reiz der Geschichte noch um einiges.

Der Krieg als Fernsehshow

Überblick über eine feindliche Basis

Was "Bet on Soldier" neben dem abgefahrenen, postapokalyptisch anmutenden Szenario von einem gewöhnlichem Shooter unterscheidet, sind die schon erwähnten B.o.S. Ligen und das was damit zusammen hängt. Zu Beginn kämpft man sich durch die Schützengräben Osteuropas, die gleichzeitig die dritte und unterste der Profiligen beinhaltet. Der Spielablauf ist dann so, dass man zu Beginn der Levels Waffen, Rüstungen und Schilde kauft, die sich alle ausbauen lassen. Dazu verwendet man das Geld, das man im vorherigen Level gewonnen hat. Geld bekommt man nicht nur für jeden erledigten Gegner und den erfolgreichen Abschluss der kompletten Mission, sondern auch für die B.o.S. Kämpfe. Die Champions stellen sozusagen die Zwischen- und Endgegner dar, die alle über bestimmte Waffen und Taktiken verfügen. So gibt es Scharfschützen, die sich verschanzen, Kämpfer, die einen betäuben oder diejenigen, die mit einem speziellen Schild ausgerüstet fliehen, um dann zu kontern. Je besser der Gegner ist und je schneller man diesen besiegt, desto höher ist die Siegprämie. Auf jeden Fall muss man es schaffen, seinen Gegner in einer Minute zu besiegen, was alles andere als einfach ist. Neben der Ausrüstung braucht man sein Geld vor allem im Kampf für Munition und Reparaturen. Es können auch Söldner mit bestimmten Fähigkeiten (Pioniere, Beschützer, Kämpfer etc.) angeheuert werden. Vor allem der Pionier, der die Rüstung umsonst repariert, ist ein wichtiger "Angestellter". Dieses ganze System verfügt doch über einige neue Ideen, die einen großen Teil des Reizes des Spiels ausmachen.

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