Herr Entwickler, 6 Mal Early Access mit leeren Versprechungen, bitte

von Daniel Kirschey (07. Februar 2017)

Seit dem es Early Access gibt, regen sich Spieler darüber auf, nicht das zu bekommen, wofür sie ihr Geld gelassen haben. Oft liegen sie daneben. Aber diese sechs Beispiele zeigen, wie abgefeimt Entwickler sein können.

Die folgenden Spiele stehen als Monolithe der leeren Versprechungen am Pranger. Leere Versprechungen von Entwicklern geäußert, die nicht die mindeste Portion an Arbeit in ein Projekt stecken wollen. Entwickler, die Projekte einfach gegen die Wand fahren lassen. Entwickler, die so oft lügen und übertreiben, dass sie selbst nicht mehr wissen, was Wahrheit ist.

Godus

Peter Molyneux. Wenn der Name schon fällt, sollte man förmlich Skepsis in der Luft schmecken. Einst hat der Herr mit Bullfrog innovative Spiele gezaubert. Dann kam das Ende mit der Übernahme von Electronic Arts. Seit dem ist der Herr Molyneux zielstrebig damit beschäftigt seinen Ruf zu zerstören. Mit Godus hat er das wieder ein weiteres Mal geschafft. Molyneux hat in Videos zur Kickstarter- und "Early Access"-Kampagne schlicht gelogen und Spielaspekte versprochen, die niemals Eingang ins Spiel gefunden haben. Auch wenn Godus schlussendlich noch erschienen ist: Zufrieden war am Ende niemand wirklich.

Spacebase DF-9

Die Weltraum-Simulation Spacebase DF-9 hat Tim Schafer und sein Studio Double Fine Productions in Erklärungsnöte gebracht. Denn der Plan ging nicht auf. Als das Spiel in Early Access ging, plante Schafer alles Geld, das damit eingenommen wird, in die Entwicklung des Spiels zu stecken - bis Speacebase DF-9 fertiggestellt ist. Doch dann zog Double Fine die Reißleine. Die Einnahmen gingen zurück und das Studio entschied sich, das Spiel zu veröffentlichen; ohne einige der versprochenen Funktionen und Spielmechaniken. Viele Spieler waren mit dieser Entscheidung verständlicherweise nicht einverstanden.

The Stomping Land

Ganze 4.427 Unterstützer hat The Stomping Land auf der Kickstarter-Seite einfahren können - die haben 114.060 US-Dollar (cirka 105.000 Euro) zur Verfügung gestellt. Schon nach kurzer Zeit erfuhr das Spiel auf Steam mit einer "Early Access"-Phase eine Veröffentlichung. Versprochen waren wöchentliche Updates. Doch - wie ihr euch sicherlich schon denken könnt - wurde daraus nichts. Inzwischen ist der Chef des Studios SuperCrit namens Alex Fundora ziemlich still. Nach einer kurzen Ankündigung des Wechsels von Unreal Engine 3 auf Unreal Engine 4 war die Stille endlos. Alle Kickstarter-Unterstützer und Käufer des unfertigen Spiels sind angeschmiert.

Weiter mit: Infestation - Survivor Stories (WarZ) / Earth - Year 2066 / DayZ

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Tags: Fun   Beta  

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