Test Streetwars

von Thorsten Rühl (18. September 1999)

Streetwars wurde vom Entwicklungsteam von Constructor programmiert. In Constructor ging es darum, Mietwohnungen zu bauen und diese mehr oder weniger normalen Bürgern zu vermieten. In "Streetwars - Constuctor Underworld" versucht sich der Spieler in der Unterwelt, wo er das Ziel hat, seine Mafia-Organisation ganz nach oben zu bringen.

Wie bereits erwähnt, übernimmt man in Streetwars die Rolle eines Mafiabosses, der eine ganze Stadt erobern soll und somit auch gegnerische Banden in der Nähe ausschalten muß. Am Anfang stehen ein Hauptquartier, Geld und Arbeiter zur Verfügung. Man kauft sich von der Stadtverwaltung ein Grundstück und baut Gaststätten darauf, welche man an Wirte vermietet. Neben Geld kann man als Gegenleistung von den Wirten auch Arbeiter oder neue Mieter, also Nachwuchs, verlangen.

Damit es sich für die Wirte lohnt, müssen natürlich auch Gäste her. Kommen diese nicht freiwillig, muß man sie mit Bauarbeitern zu ihrem Glück zwingen. Dazu schlägt man mit einem Bauarbeiter Gäste vor gegnerischen Kneipen K.O. und bringt sie in die eigene Vergnügungsmeile, wo sie jedes Lokal besuchen. Um die Kneipen zu verbessern, braucht man bestimmte Einrichtungsgegenstände, welche in eigenen Fabriken hergestellt werden. Zum Bau von Gasthäusern sind außerdem Steine notwendig, welche ebenfalls in eigenen Fabriken produziert werden.

Hat man einige Kneipen gebaut und vermietet, gilt es, andere Mafia-Gruppen in der Stadt zu zerschlagen. Dazu benötigt man Gangster, welche mit einer von vier Waffen ausgestattet werden können. Um einen Gangster zu produzieren, benötigt man übrigens drei Arbeiter. Neben Gangstern gibt es noch Handlanger, welche auch einige Arbeiten übernehmen. Natürlich verfügt der Gegner auch über Gangster und Handlanger, wodurch es zu richtigen Bandenkriegen kommt.

Die Polizei sieht das natürlich gar nicht gerne und kontrolliert verstärkt kriminelle Gebiete. Daher sollte man aus dem Bandenkrieg resultierende Leichen möglichst schnell auf den eigens gebauten Friedhof bringen - oder vor das gegnerische Hauptquartier legen, damit dieses von den Gesetzeshütern beobachtet wird. Sollte man Verstärkung brauchen, kann man sich auch in Billardhallen umsehen, wo sich naturgemäß jede Menge Schläger aufhalten.

An die Stadtverwaltung sind jedes Jahr Steuern abzuführen, welche fristgemäß bezahlt werden sollten, um nicht unnötig Stundungszinsen bezahlen zu müssen. Streetwars ist ein relativ komplexes Spiel, hat man die Hintergründe verstanden, wird es den Spieler aber lange fesseln. Das Spiel besteht aus 40 Missionen, je 10 Missionen pro Stadt. Jede Stadt verfügt über ein eigenes Grafikset, die Grafik kann man ohne weiteres als gelungen bezeichnen.

Die Steuerung ist teilweise recht kompliziert, leider fehlt in Streetwars die Möglichkeit, die Spielansicht drehen zu können. Die Stimmen der Spielfiguren passen sehr gut in die Atmosphäre, die Hintergrundmusik geht dem Spieler nach einiger Zeit leider ziemlich auf den Keks, da sie jedesmal wechselt, wenn man ein anderes Gebäude anklickt. Außer diesen Punkten gibt es an Streetwars nichts zu bemängeln, alles in allem ist Streetwars eine gutes Aufbau-Spiel mit Tiefgang.

80

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Tags: Singleplayer  

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