World of Warcraft: Trump-Berater scheffelte mit Goldfarm Millionen

von Frank Bartsch (13. Februar 2017)

(Bildquelle: Engagdet.com)

Ein hochrangiger Berater der aktuellen Regierung der Vereinigten Staaten, Stephen „Steve“ Bannon, hat mit einer Goldfarm in World of Warcraft Millionen von Dollar verdient. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr aus den folgenden Zeilen.

Noch vor wenigen Jahren war es tatsächlich ein lohnendes Geschäft in sogenannte „Goldfarmen“ des Internetspiels zu investieren. Daran beteiligt waren sogar so namhafte Unternehmen wie Goldman Sachs.

In solch einem Unternehmen, der Internet Gaming Entertainment (IGE), saß Stephen Bannon im Führungsgremium. Besagter Bannon ist nun strategischer Berater des amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

Die IGE handelte mit Spielwährungen. Wer in World of Warcraft reich sein wollte, aber keine Zeit oder mangelndes Talent hatte, konnte sich mit echtem Geld Spielwährungen ersteigern.

In den Hochzeiten dieser Geschäftspraktiken hatte die IGE Niederlassungen in Los Angeles und Shanghai. Wie das englischsprachige Magazin Wired bereits vor ein paar Jahren berichtete, kaufte sich Goldman Sachs mit 60 Millionen Dollar (knapp 56 Millionen Euro) bei IGE ein.

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Mit dem Einstieg dieses Investment-Unternehmens gelangte auch Bannon an die Spitze von IGE. 2012 widmete sich Bannon dann eher der amerikanischen Politik und lebt(e) seine erzkonservative Lebenseinstellung aus.

Mittlerweile ist die Bedeutung von IGE in diesem Geschäftsfeld gesunken. Nicht nur, dass Unternehmen aus China immer weiter auf dem Vormarsch sind und sogar Gefängnisinsassen für Goldfarmen in World of Warcraft nutzen, auch Hersteller und Entwickler Blizzard betrachtet diesen Geschäftszweig stets argwöhnisch.

Beispielsweise entfernte das Unternehmen nach massiver Kritik das Auktionshaus aus Diablo 3, bei dem seltene Gegenstände für das Spiel mit Echtgeld erstanden werden konnten.

Goldfarmen sind in World of Warcraft nach wie vor umstritten. Unumstritten schön sind aber Eastereggs in dem Klassiker.

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Tags: Politik   Online-Zwang  

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