Vorschau Prey: Neustart im Weltall

von Sven Vößing (15. Februar 2017)

Nach jeder Menge Kehrtwendungen und unverhofften Richtungsänderungen kehrt Prey zurück und fängt neu an. Wir haben den ungewöhnlichen Ego-Shooter angespielt.

Alleine die Entstehungsgeschichte um Prey könnte einen eigenen Artikel füllen. 1995 tauchte es zum ersten Mal auf und wurde immer wieder groß vorgestellt, nur um dann wieder in der Versenkung zu verschwinden. Dann wechselten noch die Entwickler und 2006 war es dann wirklich soweit. Prey (2006) wurde veröffentlicht und war ein Erfolg bei den Kritikern. Auch bei uns erhielt der mystisch angehauchte Ego-Shooter mit vielen Schockmomenten im Test eine Traumwertung. Nur der kommerzielle Erfolg blieb leider aus. 2009 landete die Marke dann letzten Endes beim Hersteller Bethesda.

Und trotz des nicht so großen Erfolges wurde 2011 ein Nachfolger angekündigt. Direkt nach der Ankündigung und einem ersten Trailer wurde es aber wieder recht still um das neue Prey. Immer wieder traten Gerüchte auf, dass es zwischen Bethesda und den Entwicklern von Human Head kriselte. So war es 2014 keine Überraschung, dass Prey 2 offiziell eingestellt wurde. Überraschend war dann eher die Präsentation auf der E3 2016. Prey erscheint nun voraussichtlich noch in diesem Jahr, aber nicht als Nachfolger, sondern als Neustart der Marke. Bei Bethesda in Frankfurt hatten wir die Gelegenheit den Anfang der Geschichte anzuspielen.

Alles auf Anfang

Prey kappt alle Verbindungen zum Spiel von 2006 und spielt dazu in der nahen Zukunft. Aber einer etwas anderen Zukunft. Aufhänger der Geschichte ist, dass der US-Präsident John F. Kennedy nicht ermordet wurde und die amerikanische und sowjetische Regierung sich schnell verbündeten. Durch diese Allianz kam der Vorstoß ins Weltall auch schneller voran.

In Prey landet ihr inmitten einer interstellaren Verschwörung.In Prey landet ihr inmitten einer interstellaren Verschwörung.

Sprung ins Jahr 2032. Aber vorher dürft ihr noch wählen. Morgan, die Hauptfigur, darf nämlich ein Mann oder eine Frau sein. Dies ist aber wirklich nur eine kosmetische Sache. Es gibt keinerlei Auswirkungen auf das Spielgeschehen. Ihr wacht in einem schicken Apartment auf. Viel wisst ihr noch nicht von Morgan. Dies gehört aber auch zu Prey, denn auch wenn es sich im Kern um einen Ego-Shooter handelt, dürft ihr auch viel erkunden.

Es gibt also durchaus ruhige Momente in denen ihr die Chance habt euch die Umgebung anzuschauen und mit dieser zu interagieren. Dies treibt die Hintergrundgeschichte voran und lässt euch eure Figur näher kennenlernen. Im Apartment näher umgeschaut und schon erfahrt ihr, dass heute euer erster Arbeitstag in der neuen Firma ist und ein paar Tests anstehen. Wer mehr erfahren will, liest sich die Mails auf dem PC näher durch. Notwendig ist das nicht und ihr könnt das Lesen solcher und anderer Texte auch ignorieren, aber so geht doch einiges von der Geschichte verloren. Wie sollte es auch anders sein: Bei einem Experiment geht natürlich einiges schief und ihr befindet euch in mitten einer spannenden Weltraum-Alien-Verschwörung.

Schaumparty!

Aber natürlich geht es nicht nur darum Texte zu lesen und kleinere Rätsel zu lösen. Es darf auch gekämpft werden. Zu Beginn treten euch kleine spinnenartige Krabbelwesen entgegen, die sogenannten Mimics. Woher diese stammen und warum sie versuchen das Labor zu übernehmen, darf dann im Spielverlauf rausgefunden werden. Die lassen sich dann auch noch mit einer Rohrzange erledigen.

Später gibt es auch eine Schrotflinte, interessant ist aber die Gloom-Waffe. Die schäumt mehr oder weniger alles ein, worauf ihr zielt. Aber aufpassen! Die Ziele bleiben nur kurzfristig eingefroren und müssen noch final erledigt werden. So richtig ustig wird die Gloom-Waffe aber erst, wenn ihr mit dem festen Schaum euch Treppen baut, um an Orte zu gelangen, die ansonsten nicht erreichbar sind. Offene Stromleitungen können damit auch verschlossen werden. Wie ein Schweizer-Sackmesser, nur etwas größer.

Upgrade mich

Prey erweist sich bislang als eher geradlinig und bietet keine offene Spielwelt. Dies wäre auch für die Erzählung der Geschichte hinderlich. Trotzdem hat euer Charakter mehrere Möglichkeiten, bestimmte Situationen oder Probleme anzugehen und zu lösen.

Sieht fies aus und gehört ins Auge!Sieht fies aus und gehört ins Auge!

Eine verschlossene Tür lässt sich zum Beispiel mit einer Schlüsselkarte öffnen oder, wenn ihr die Fähigkeiten besitzt, kann das Schloss auch gehackt werden. Solche Fähigkeiten sind übrigens durchaus etwas, bei dem sich Prey von "normalen" Ego-Shootern abheben will. Denn wie in einem Rollenspiel können diese später verbessert werden. Dafür werden sogenannte Neuromods benötigt.

Das sind kleine, possierliche, kameraähnliche Geräte, die euch Nadeln ins Auge stechen. Klingt fies, ist es auch. Als Belohnung dürft ihr euch in einem Menü aussuchen, welche eurer Fähigkeiten ihr verbessern wollt. Es gibt drei Gruppen: Wissenschaftlich, Ingenieur und Sicherheit. Fähigkeiten wie Codes knacken, schwere Gegenstände verschieben oder Erste Hilfe können so immer weiter optimiert werden. Je nachdem wie die Neuromods für Fähigkeiten eingesetzt werden, beeinflussen diese auch das Spielgeschehen und welchen Lösungsweg ihr geht. Wie die Geschichte weitergeht, liegt in euren Händen. Auch wie sie endet, denn Prey soll mehrere unterschiedliche Enden bieten.

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Tags: Science-Fiction   Singleplayer  

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