Test

Imperial Glory

Die Schlacht von Waterloo beendete den Eroberungsfeldzug von Napoleon. In den Schlachten von "Imperial Glory" können virtuelle Generäle versuchen Europa zu unterwerfen. Ob dieser Eroberungsfeldzug auch eine unterhaltsame Sache ist, erfahrt ihr in unserm Test. Von Gerd Schüle

4. Jun 2005

Rundenbasierte Echtzeitstrategie

Seeschlachten sind schwer zu steuern

Wer nach dieser Überschrift verdutzt meint, das geht doch nicht, dem möchte ich gleich des Rätsels Lösung präsentieren: "Imperial Glory" vereint die zwei unterschiedlichen Spielvarianten des Genres, Echtzeitstrategie und rundenbasierte Vorgehensweise, auf eine geniale Art und Weise innerhalb eines Spiels. In der Einzelspielerkampagne läuft die umfangreiche Verwaltung euers Reiches in rundenbasierter Weise ab. Sobald ihr eine Schlacht führen müsst, schaltet das Programm in den Echtzeitmodus um, in dem ihr eure Truppen selbst befehligen dürft. Wenn ihr das nicht wollt, könnt ihr den Ausgang der Gefechte auch vom PC berechnen lassen. Allerdings lasst ihr euch dabei auf eine recht unsicher Sache ein, denn die Ergebnissee sind oft nicht nachvollziehbar. Es kann durchaus vorkommen, dass ihr mit einer starken Armee voller Elitetruppen gegen einen deutlich schwächern Gegner verliert. Allerdings ist es auch passiert dass ich mit ein paar Reitern einen deutlich stärkeren Feind vom Platz fegte. Landschlachten sollte man deshalb selbst befehligen. Lediglich die zeitweise anfallenden Seeschlachten werden auch Taktik Profis gern dem Rechner überlassen, da sie sehr schwer zu steuern sind.

Kriegerische Zeiten

Die Verwaltungskarte

In "Imperial Glory" werdet ihr in die Zeit des 18ten Jahrhunderts versetzt. Unmittelbar nach der französischen Revolution ringen die fünf Großmächte Österreich, Preußen, Großbritannien, Frankreich und Russland in einer kriegerischen Zeit um die Vorherrschaft in Europa. Ihr übernehmt als Heerscher eines diese fünf Länder mit dem Ziel Europa zu unterwerfen. Je nachdem welches Land ihr übernehmt sind die Anfangsbedingungen unterschiedlich schwer. Das wirkt sich durchaus auch auf die Spielweise und auf die ersten Ziele aus. Wenn man Preußen übernimmt hat man die Schwierigste Aufgabe, da dieses Land über die wenigsten Provinzen verfügt. Wer Herrscher über Preußen wird, sollte schnell expandieren. Am einfachsten habt ihr es mit Russland, das über die größten Ländereien verfügt und im Rücken keine Feinde hat. Wer Großbritannien übernimmt, kann sein Heimatland recht leicht verteidigen, dafür hat er den Nachteil, dass eine Eroberung des Festlandes für die Engländer schwieriger ist. Zudem hat jedes Reich verschiedene Vor- und Nachteile. Ihr seht schon, man sollte sich genau überlegen mit welchem Reich man Europa unterwerfen will.

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