Vorschau The Elder Scrolls Online - Morrowind: Rückkehr nach Vvardenfell

von Micky Auer (22. Februar 2017)

The Elder Scrolls Online hatte einen holprigen Start. Doch das gehört der Vergangenheit an und zahlreiche Spieler tummeln sich nun in den Online-Gefilden. Mit dem kommenden Morrowind will Bethesda nun noch mehr Helden an Bord holen.

Das sah mal gar nicht gut aus. The Elder Scrolls Online schickte sich an, das MMO-Genre aufzumischen, stolperte dabei aber über so manche versteckte Falle. Zahlreiche Bugs trübten anfänglich das Spielerlebnis, die monatlichen Abo-Gebühren schreckten viele potenziell interessierte Spieler ab und so richtig anfreunden konnten sich die Leute, die die Reihe vor allem als Solo-Erfahrung kennen, mit der neuen MMO-Umgebung auch nicht.

Was für so manch anderes groß angelegte Projekt das Aus bedeutet hätte, hat die Damen und Herren von Hersteller Bethesda stattdessen kampflustig werden lassen. Recht schnell wurde das Verkaufsmodell geändert und damit die monatlichen Gebühren abgeschafft. Fehler wurden behoben, Inhalte hinzugefügt, die Welt wurde stetig erweitert. Das Ergebnis dieser Bemühungen: The Elder Scrolls Online - Tamriel Unlimited ist heute ein höchst lebendiges Spiel, das mit zahlreichen aktiven Spielern und einer starken Community seine Daseinsberechtigung gefunden hat.

Alle drei Monate gibt es neue Inhalte, ständig wird die Welt verbessert, verfeinert und ausgebaut. Irgendwann hat aber auch das größte MMO seine Grenzen erreicht und die Spieler lechzen nach neuen Gebieten und Inhalten. Nun denn, frohlocket! The Elder Scrolls Online - Morrowind bietet nämlich genau das.

Im Rahmen einer überaus informativen Präsentation in London haben wir erfahren, dass es sich bei Morrowind um wesentlich mehr handelt, als "bloß" um eine umfangreiche Erweiterung. Bethesda nutzt die Gunst der Stunde, um The Elder Scrolls Online nicht nur für alte Hasen zu erweitern, sondern gleich eine ganze Riege an neuen Helden für die fantastische Welt zu begeistern.

Rückkehr nach Vvardenfell

Morrowind ist der Name der nordöstlichsten Region des fiktiven Kontinents Tamriel. Die Hauptinsel der Provinz heißt Vvardenfell und zeichnet sich durch zwei signifikante Merkmale aus: Da wäre zum einen der Rote Berg. Ein höchst aktiver Vulkan, der die Insel jederzeit in Schutt und Asche legen könnte. Andererseits hängt über der Hauptstadt ein Meteor am Himmel (und zwar ziemlich tief), der nur durch die Macht des sterblichen Gottes Vivec in der Schwebe gehalten wird. Allein dieses Ausgangsszenario bietet ausreichend Stoff für nahrhafte Fantasy-Kost.

In Vvardenfell erwartet euch eine ganz eigene Umgebung.In Vvardenfell erwartet euch eine ganz eigene Umgebung.

Gleichzeitig ist Vvardenfell auch der Schauplatz des Spiels The Elder Scrolls 3 - Morrowind. Die aktuellen Geschehnisse finden jedoch rund 700 Jahre zuvor statt. Daher gleicht die Insel auch dem bereits bekannten Aufbau, jedoch finden passionierte Spieler an wohlbekannten Orten mitunter andere Gegebenheiten vor (und das eine oder andere Easter Egg). Viel kann in 700 Jahren aufgebaut werden. Noch viel mehr kann aber in 700 Jahren auch zerstört werden ... Die Welt ist im Wandel, um mal Frau Galadriel zu paraphrasieren. Besagter Vivec ist auch Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Denn wie gesagt ist er sterblich. Ihm sollt ihr helfen, seine Macht wiederzuerlangen. Ansonsten droht der Komet, der über der Hauptstadt hängt, zu stürzen und ein Desaster weltweiten Ausmaßes auszulösen.

Nicht ohne Grund wurde Vvardenfell als Schauplatz ausgewählt. Zahlreiche Spieler haben Morrowind in bester Erinnerung behalten. Daher spielen die Entwickler gekonnt mit der eigenen, wie auch mit der Nostalgie der Fans und entführen euch in eine Welt, die sowohl bekannt ist, als auch vollkommen neue Abenteuer und Orte bietet.

Obwohl Morrowind sich zweifelsfrei an westlichen Vorstellungen von Fantasy orientiert, so nimmt es doch eine Sonderstellung ein. Anstatt der typisch mittelalterlichen Umgebung erwartet euch - originalgetreu - in The Elder Scrolls Online - Morrowind eine eher exotische Umgebung. Aufgrund des Habitats haben sich zahlreiche Lebensformen entwickelt, die auf den großen Landmassen Tamriels nicht vorkommen. Viele der Gegner sind insektoid, manche Landschaften muten fast schon bizarr an und sind durch riesige Pilze und exotische Flora gekennzeichnet. Gleichzeitig trefft ihr auf Charaktere und Kulturen, wie ihr sie aus dem "Elder Scrolls"-Universum kennt. Alles in allem fügen sich Gestaltung und Ereignisse zu einem wohltuend abwechslungsreichen Gesamtbild zusammen.

Attraktiv für Einzelspieler

Das Begrüßungskommittee besteht in Morrowind aus Naryu Virian, einer Dunmer-Assassine der Morag Tong. Wenn ihr nach diesem Satz nur "Bahnhof-Assassine der Bratkartoffeln" verstanden habt, seid unbesorgt. Die Dunkelelfen-Dame führt euch in die Welt von Morrowind ein und dient quasi als eure Lehrmeisterin. Tatsächlich könnt ihr völlig unbedarft auf Morrowind zugehen, selbst wenn ihr bisher noch keine Erfahrung mit The Elder Scrolls im Allgemeinen und dem MMO im Besonderen habt. Ein Umstand, den die Entwickler besonders hervorheben.

Gestatten: Naryu Virian, Assassine der Morag Tong.Gestatten: Naryu Virian, Assassine der Morag Tong.

Offenheit, Einsteigerfreundlichkeit und völlige Freiheit sind die Schlagworte, mit denen Morrowind auf dem heiß umkämpften Markt platziert werden soll und um die Gunst der Spieler buhlt. Im Klartext bedeutet das, dass ihr die Welt fast vollkommen frei erforschen könnt. Dazu müsst ihr euch nicht mal einer Gruppe von Spielern anschließen. Das gesamte Spiel ist für Neuankömmlinge geeignet und kann im Alleingang bestritten werden.

Aber wo bleiben da die bereits vorhandenen hochgelevelten Recken? Die Antwort: Sie sind mittendrin im Geschehen. Ihr könnt zuvor Tamriel Unlimited spielen, oder aber mit Morrowind einsteigen, oder die Reihenfolge umkehren - es ist egal. Dank einer Anpassung der Gegnerstärke auf euren Charakter seid ihr überall richtig und könnt die Spielwelt so angehen, wie es euch am liebsten ist. Und wenn ihr doch lieber in der Gruppe unterwegs seid? Auch kein Problem! Besondere Kämpfe stehen für große Gruppen zur Verfügung. Sämtliche Gruppen-Mechaniken bleiben intakt.

Morrowind stellt kein "Endgame"-Szenario dar, gibt sich aber als solches für alle jene, die bereits zahlreiche Heldentaten vollbracht haben und dementsprechend über machtvolle Spielerfiguren verfügen. Um es nochmal zu betonen: The Elder Scrolls Online - Morrowind ist nicht bloß eine Erweiterung, es ist für sich alleinstehend ein eigenes Spiel, das dennoch Teil des Online-Universums ist und sich sowohl an erfahrene Spieler als auch an Neueinsteiger richtet. Wer schon längere Zeit in Tamriel unterwegs ist, kann sein Spielererlebnis hiermit nahtlos fortsetzen.

Vorhang auf für den Hüter

Was wäre eine so große, neue Fantasy-Welt ohne eine entsprechend neue Klasse? Nun, auch hier gibt es eine Neuerung, nämlich den Hüter. Dabei handelt es sich um Charaktere, deren Fokus auf Natur liegt. Entsprechend sind auch ihre Skill-Linien auf Eis, Natur und Gefährten ausgerichtet.

Neu dabei: Der Hüter.Neu dabei: Der Hüter.

In einem der ersten Trailer begegnet ihr nicht nur Naryu Virian (die übrigens keine Unbekannte im "Elder Scrolls"-Universum ist), sondern könnt auch einen Hüter mitsamt seinem Gefährten im Einsatz erleben. Eis-Schild, frostige Angriffe, mächtige Heilung und ein Kriegsbär, der an eurer Seite kämpft! Ein Kriegsbär! Mit solchen Attributen ist der Hüter sicher eine attraktive Wahl für viele Spieler und verleiht der sonst so wenig beliebten "Support"-Klasse aus vielen Spielen eine gute Chance, etwas in den Vordergrund zu treten.

Dabei die Balance zu bereits existierenden Klassen zu wahren, war bei der Gestaltung des Hüters eine der Hauptaufgaben. Einerseits sollte ein durchaus mächtiger Mitstreiter erschaffen werden, andererseits sollte er nicht alles bisher Dagewesene überflügeln. Und ganz ehrlich: Es sind schon beeindruckend aus, wenn dem Hüter Engelsschwingen aus Licht aus dem Rücken wachsen, wenn er bestimmte Fähigkeiten einsetzt. Da mag einem schnell der Begriff "overpowered" in den Sinn kommen. Ob das tatsächlich so ist oder ob die Harmonie gewahrt bleibt, kann zu diesem Zeitpunkt nicht bestätigt werden. Dazu muss die neue Klasse erstmal ausgiebig getestet werden.

Speziell im PvP-Modus "Schlachtfelder" wird sich zeigen, wie gut sich der Hüter letztendlich schlägt. Mit drei Teams zu jeweils vier Spielern beweist ihr an Arena-ähnlichen Kampfschauplätzen, wie gut ihr mit euren Recken umgehen könnt. Eine Feuertaufe, die vor allem passionierte Mehrspieler-Fans locken wird.

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Tags: Fantasy   Online-Zwang   Singleplayer   Multiplayer  

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