Glück gehabt: SNES-Module im Wert von 10.000 US-Dollar wieder aufgetaucht

von Luis Kümmeler (24. Februar 2017)

Der Schrecken war groß, als ein US-amerikanischer Archivist davon ausgehen musste, dass eine geliehene Sammlung aus SNES-Spielen im Wert von gut 10.000 US-Dollar (knapp 9.500 Euro) in der Post verloren gegangen war. Doch nachdem der Fall durch die Medien ging, und auch die Aufmerksamkeit des zuständigen Paketdienstes auf sich gezogen hatte, gibt es jetzt gute Nachrichten.

Erst in der vergangenen Woche machte eine Schreckensnachricht die Runde, der zufolge eine Sammlung aus SNES-Spielen im Wert von gut 10.000 US-Dollar auf dem Weg zu einem US-Archivisten in der Post verloren gegangen war. Doch Glück im Unglück: Nachdem die Geschichte rund um den Pechvogel große mediale Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, hat sich der Fall inzwischen gelöst und der Archivist sein Paket erhalten – über einen Monat, nachdem es von einem deutschen Sammler losgeschickt wurde. Das berichtet die englischsprachige Seite Kotaku.

„Endlich, heute, am 23. Februar, hat die Tortur ein Ende“, so „Byuu“ in einem Update auf seiner Seite. „Das Paket ist sicher angekommen, und alle Spiele sind intakt.“ Aber was ist eigentlich mit dem wertvollen Paket passiert? Nachdem die Geschichte in den Medien die Runde gemacht, und auch der zuständige US-Versanddienstleister USPS davon erfahren hatte, wanderte der unglückliche Kunde auf der Prioritätenliste nach oben. Dank der großen medialen Aufmerksamkeit habe sich endlich ein USPS-Manager mit ihm in Verbindung gesetzt, so schildert Byuu, und eine Suche nach dem verlorenen Paket gestartet. Wie sich nun herausstellte, war es offenbar eine Maschine von USPS, die versehentlich das Etikett von Byuus Paket abriss, weswegen dieses erst einmal für einige Wochen in der Post verloren ging. 

Damit ist die Erleichterung groß: Den großzügigen Spendern, die dem Pechvogel helfen wollten, den Sammler zu entschädigen, möchte Byuu nun ihr Geld zurückgeben. Seine Mission, alle jemals erschienenen SNES-Spiele zu archivieren, hat er derweil wieder aufgenommen. Einige Änderungen möchte er dann aber doch vornehmen: In der Zukunft sollen geliehene Spiele in wesentlich kleineren Portionen verschickt werden, um das Risiko zu minimieren. Die etwa 300 PAL-Spiele, die ihm noch fehlen, möchte er zudem teilweise käuflich erwerben, wofür er auf Spenden hofft. „So teuer dieser Prozess ist, wird es wahrscheinlich noch einige Jahre dauern, bis das PAL-Set komplett ist“, so Byuu abschließend.

Tags: Retro  

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