Nintendo Switch: Das müsst ihr wissen!

(Special)

von Sven Vößing (01. März 2017)

Es ist soweit, das Warten zahlreicher Nintendo-Jünger hat bald ein Ende - die Nintendo Switch soll am 3. März erscheinen. Grund genug, der Konsole zum Start mal richtig auf den Zahn zu fühlen.

Nur noch ein paar Tage, dann steht die Nintendo Switch im Handel. Nintendos Hybrid aus stationärer und tragbarer Konsole wird mit Spannung erwartet. Nach der ersten Präsentation Ende Oktober 2016 rückte der Konsolenhersteller erst zu Beginn diesen Jahres mit detaillierten Informationen zur neuen Konsole heraus. Ungewöhnlich, da Konsolen oft über ein Jahr vor der Veröffentlichung vorgestellt werden. Dieses Mal hat Nintendo jedoch lange Zeit nicht sonderlich viel preisgegeben und damit auch für die eine oder andere Überraschung gesorgt.

Die größte Überraschung war wohl, dass nur ein paar Wochen nach der Präsentation die Veröffentlichung ansteht. Und wir hatten auch schon die Gelegenheit, Konsole und System ausführlicher anzuspielen. Doch was erwartet interessierte Spieler nun genau? Wir stellen euch heute Nintendo Switch, Zubehör und einige Spiele vor. Dazu werfen wir erstmal einen Blick unter die Haube der Konsole.

Die technischen Details

  • Prozessor/Grafik: Angepasster NvidiaTegra-Prozessor
  • Auflösung: via HDMI maximal 1080p
  • Arbeitsspeicher: 4GB
  • Interner Speicher: 32GB
  • Externer Speicher via microSD-Karte
  • WLAN, LAN via USB, Bluetooth, Kopfhörer-Anschluss
  • Kapazitiver Touchscreen mit einer Auflösung von 720p und einer Größe von 6,2 Zoll
  • Gewicht: 297 Gramm und 398 Gramm mit Joy-Cons
  • Akkulaufzeit: je nach Spiel 2,5 bis 6 Stunden
  • Aufladezeit: cirka 3 Stunden für 6 Stunden Spielzeit

Natürlich liegt die Nintendo Switch mit diesen Daten hinter den Mitbewerbern der aktuellen Konsolengeneration. Aber eine PS4 kann man nicht so einfach einpacken und damit unterwegs spielen. Auch die 32GB interner Speicher, um Spiele zu installieren, rufen keine Begeisterungsstürme hervor. Jedoch ist die Erweiterung des Speichers kein Problem. Statt wie zuletzt Sony bei der PS-Vita setzt Nintendo nämlich nicht auf ein eigenes Speichersystem. Mit dem SD-Kartenslot für microSD, SDHC & SDXC hat der Käufer die freie und auch günstigere Auswahl, um den internen Speicher zu erweitern.

Was ist in der Box?

Hier hält es Nintendo ziemlich einfach. Es gibt zur Veröffentlichung nur zwei unterschiedliche Verkaufsversionen der Nintendo Switch. Diese unterscheiden sich lediglich in der Farbe der Controller, den sogenannten Joy-Cons. Ansonsten ist der Inhalt gleich. Auch gibt es keine Pakete mit Spielen oder limitierte Editionen. Entweder sind die Joy-Cons in rot und blau oder einheitlich in grau gehalten. Da Nintendo in Deutschland keine Verkaufspreise vorgibt, bestimmen diese die Händler selbst. Hier hat sich aber der Handel aktuell auf 329,00 Euro für die Konsole eingependelt. Hier der Inhalt:

  • Nintendo Switch Konsole
  • abnehmbare Joy-Con L(inks) und R(echts)
  • 2 Handgelenkschlaufen für die Joy-Cons
  • Joy-Con-Grip, um die beiden Joy-Cons zu einem großen Controller zu kombinieren.
  • HDMI-Kabel
  • Netzteil zum Aufladen der Konsole

Übersichtlich. Der Inhalt der Box.Übersichtlich. Der Inhalt der Box.

Spielen! Mit vielen und egal, wo!

Das Besondere an der Nintendo Switch ist die Hybridfunktion. Die Konsole wird dazu einfach nur aus ihrer Dockingstation entfernt und es kann sofort weitergespielt werden. Auf der Rückseite der Konsole befindet sich ein Standfuß, so dass diese aufgestellt werden kann und als kleiner Monitor dient. Die Joy-Cons können an der Seite abgezogen werden und können für maximal zwei Spieler gleichzeitig genutzt werden. Besitzt ihr zusätzliche Controller, können bis zu vier Spieler zeitgleich an einer Nintendo Switch spielen. Technisch wäre mehr machbar, aber auf dem kleinen Display nicht wirklich empfehlenswert.

Spannend sind aber die möglichen Kombinationen, die, zum Beispiel bei Mario Kart 8, ein Spielen bis zu acht Spielern gleichzeitig erlauben. Zwei Konsolen mit jeweils vier Spielern oder ein TV mit vier Spielern und dazu noch maximal vier Konsolen oder maximal acht Konsolen mit dann je einem Spieler, alles ist möglich. Nintendo setzt einiges daran, die Nintendo Switch als erfolgreiches Mehrspieler-System zu etablieren und auch Menschen damit zu erreichen, die sonst nicht viel an Konsolen spielen. Dies war zuletzt mit der Wii sehr erfolgreich.

Die Controller

Der nächste Dreh- und Angelpunkt sind natürlich - die Controller. Nach der Wii-Fernbedienung (auf Englisch Wiimote, ein Wortspiel mit Remote) hat sich Nintendo für die Controller der neuen Konsole einen griffigen Namen ausgedacht: Joy-Con. Diese haben gleich mehrere Funktionen: Angeschlossen an der Konsole dienen die beiden Joy-Cons als Controller. Zieht man diese aber links und rechts ab, können - je nach Spiel - auch zwei Spieler jeweils einen der Joy-Cons nutzen und Duellen steht nichts im Weg. Die Joy-Cons sind aber recht klein. Trotz größerer Hände war aber längeres Spielen mit einem der Joy-Cons bei unserem Redakteur über einen längeren Zeitraum ohne Verkrampfungen möglich. Etwas Gewöhnungszeit braucht ihr aber. Besonders, da Spiele auch unterschiedliche Controller-Konfigurationen unterstützen. Entweder werden die Joy-Cons angeschlossen an die Konsole, einzeln bedient oder mit dem Joy-Con-Grip zu einem einzigen handlichen Controller kombiniert.

Die Joy-Cons! Von allein Seiten beleuchtet.Die Joy-Cons! Von allein Seiten beleuchtet.

Aber man kann noch mehr mit den Joy-Cons als einfach nur steuern. Eine der weiteren Funktionen bezeichnet Nintendo als „HD Rumble“. Dass ein Controller bei gewissen Ereignissen vibriert, ist ja nichts Besonderes. Bei der Nintendo Switch wurde diese Funktion aber erweitert. Der Sensor ist so fein eingestellt, dass sich zum Beispiel das Rollen einer Kugel erfühlen lässt (was in einem Mini-Spiel bei 1-2-Switch vorkommt). Auch ein Gyroskop ist eingebaut, um Bewegungen zu erfassen. Diese Funktion erklärt vermutlich auch den hohen Preis, der für die Controller gefordert wird. Als Paket bieten Händler die Controller für knapp 80 Euro und einzeln für 50 Euro an.

Neben den Joy-Cons gibt es aber noch den Pro-Controller. Dieser ist angelehnt an die typischen handelsüblichen Spiele-Controller. Auch für diesen Controller legt ihr knapp 70 Euro auf den Tisch.

Der Pro-Controller.Der Pro-Controller.

Weiter mit: Was kann die Konsole?

Tags: Hardware  

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