Test Shogun: The Mongol Invasion

von Gerd Schüle (13. Oktober 2001)

Das sehr interessante Strategiespiel "Shogun - Total War" ist das wohl am meisten unterschätzte Computerspiel des Jahres 2000. Trotz einiger Schwächen machte es riesig Spaß, sich in das mittelalterliche Japan zu versetzen, um nach dem Titel des Shogun zu greifen. Leider war dem Programm kein allzu großer Verkaufserfolg vergönnt. Um so erfreulicher ist es für die Fans des Spieles, dass die Entwickler den Mut aufbrachten, ein Addon zu diesem Titel herauszubringen. In unserem Test erfahrt ihr, was ihr von der Zusatz CD "Shogun Mongol Invasion" zu erwarten habt.

Die strategische KarteDie strategische Karte

Auf den Spuren Kublai Khans

In Shogun: Total War ging es darum, Alleinherrscher über Japan zu werden. Auf einer strategischen Karte baute man dazu sein Reich aus und verschob seine Armeen. Traf man dann auf einen Gegner, wurde der Konflikt in aufwendigen und taktisch herausfordernden 3D-Schlachten ausgetragen. Wahlweise konnte man die Schlacht auch automatisch ausführen. An diesem genialen Spielprinzip wurde zum Glück nichts verändert. Im Addon "Shogun Mongol Invasion" kommt zusätzlich zu den verschiedenen Clans noch eine Invasionsmacht ins Spiel: die Mongolen unter der Führung von Kublai Khan. Wahlweise übernimmt man dabei einen Japanischen Clan, um das Land zu verteidigen oder schlüpft in die Rolle des Aggressors, um Japan zu erobern. Während der Spielverlauf auf Seiten der Japaner gleich abläuft wie im Hauptprogramm, ist er auf Seiten der Mongolen erfrischend anders. Das liegt vor allem an dem Invasions-Charakter der Kampagne, statt Aufbau ist Plünderung angesagt.

Eine MassenschlachtEine Massenschlacht

Was gibt es sonst noch Neues?

Auch die etwas andersartigen Truppentypen des Kublai Khans bringen Abwechslung ins Spiel. Insgesamt stellt das Addon "Shogun Mongol Invasion" 10 neue Einheiten zur Verfügung, sechs davon auf Seiten der Mongolen. Wer lieber einzelne Gefechte durchspielt, hat vier neue Szenarien zur Auswahl, in denen man sich sofort ins Schlachtengetümmel begeben kann. Ebenfalls neu ist der leider etwas komplizierte Karteneditor, der es ermöglicht, eigene Gefechte zu entwerfen. Während sich grafisch kaum etwas geändert hat, was auch nicht nötig war, wurde die Bedienung teilweise etwas vereinfacht.. Zum Beispiel lassen sich nun mehrere angeschlagene Verbände bequem zu einem vollständigen Verbund vereinen. Dadurch ist der gezielte Aufbau von Veteranentruppen wesentlich erleichtert worden. Auch auf der strategischen Karte hat sich etwas getan, Generäle und Häfen erkennt man jetzt schneller. Die Kosten und Bauzeit für alle Gebäude wurden halbiert und zudem gibt es auch noch einige neue Gebäude.

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